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Keywords finden – Schlüssel für die SEO Optimierung

Du machst eine Webseite, erneuerst sie oder schreibst einen Blog? Dann wünschst du dir natürlich auch Besucherströme (Traffic) auf deiner Seite! Damit Besucher kostenlos auf deine Seite kommen, müssen sie sie auch bei Google finden.

Es kann sehr interessant sein, vorher einmal nachzusehen, welche Begriffe (auch genannt Keywords) eigentlich gesucht werden, die zu deinem Thema passen. Und warum sich nicht auch gleich noch ein paar Vorschläge für ähnliche Begriffe anzeigen lassen? Dazu erkläre ich hier das Keyword-Planer-Tool von Google in meiner Anleitung. Und ich zeige dir eine Fallstudie am Beispiel.

Das Keyword-Planer Tool von Google

Mit diesem kostenlosen Service gibt Google Auskunft darüber, welche Begriffe (Keywords) wie oft im Web gesucht werden. Und das ist natürlich für dein Online-Geschäft und / oder deine Webseite eine sehr wichtige Informationsquelle.

Was machte Google leider Ende 2016? Sie änderten ihr wunderbares Tool und genaue Daten sind nur noch für zahlende Werbekunden einsichtig! Verloren ist dieses Tool dennoch nicht für uns, selbst wenn wir keine bezahlte Werbung schalten wollen – die Anzeige wird ein wenig ungenauer bwz. die Nutzung ein wenig umständlicher. Aber der Reihe nach.

Zuerst: ein AdWords Konto

Was du zuerst benötigst ist ein Google AdWords-Konto. Hiermit kannst du (wenn du willst) später auch Werbeanzeigen inmitten der Google-Suche schalten. Falls du schon einen Google Mail Account hast, kannst du dessen Daten gleich weiter verwenden für die Anmeldung.
Hier der Link zu Adwords: http://adwords.google.com/

Das Konto zu erstellen geht einigermaßen einfach, bei Fragen speziell dazu lies bitte auf der Google-Seite nach: https://support.google.com/adwords/answer/6366720

Bevor du zu deinem Konto bzw. dem Keyword-Planer gelangst, wirst du eventuell gleich aufgefordert, eine Werbeanzeige zu gestalten. Klick dich hier einmal durch bzw. wenn du die Option bekommst, Keywords auszuwerten, mach das. Es kann sein, dass du mit AdWords Express startest, dann kannst du etwas später bei der ersten Keyword-Eingabe auf AdWords umstellen. (Im Zweifel ist bei der Einrichtung eine Support-Hotline angegeben.) Hast du deine erste Anzeige erstellt, kommst du erst auf den eigentlichen AdWords-Bildschirm. Wenn du nicht werben willst, pausiere jetzt die Kampagne!

Keyword-Planer aufrufen

Hinweis 2018: Es gibt eine neue Version von AdWords, die ein wenig anders aussieht, als meine Screenshots! Stand 03/2018 konnte ich noch auf die alte Version zurück wechseln in der Ansicht. Du findest auch im neuen Look ähnliche Funktionen, wie von mir hier beschrieben, daher denke ich, du findest dich zurecht.

Nach deinem ersten Start kannst du im AdWords Konto oben in der Menü-Leiste unter Tools dann den Keyword-Planer aufrufen. Dort bekommst du mehrere Möglichkeiten:

Keyword-Planer Tool Google AdWords

Die verschiedenen Möglichkeiten im Keyword-Planer von Google AdWords

Gehe einmal auf Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen (im Bild 2. Option von oben). Ich gebe bei Standort Deutschland ein und speichere das.

Suchworte analysieren

Dann fügst du oben in die Liste deine vermuteten / gewünschten Suchworte ein, zu denen deine Webseite in Zukunft gefunden werden soll bzw. worum es eben bei dir geht. Immer mit Komma getrennt. Evtl. ist es auf 3 Keywords gleichzeitig beschränkt.

Keyword-Planer Anleitung Beispielsuche

Beispiel: Suche im Keywordplaner nach ein paar Begriffen

Wenn du das Suchvolumen abrufst, wirst du deine Keywords nach folgenden Bereichen eingeteilt sehen (bzgl. der Suchanfragen pro Monat):
• 0 bis 10
• 10 bis 100
• 100 bis 1 Tsd.
• 1 Tsd. bis 10 Tsd.
• 10 Tsd. bis 100 Tsd.
• 100 Tsd. bis 1 Mio.
• 1 Mio. bis 10 Mio.

Diese Angaben sind recht ungenau, aber geben dir eine erste Einschätzung. Daneben erhältst du noch Angaben zum Wettbewerb in den Kategorien Niedrig, Mittel oder Hoch. Das sagt dir, wie viele andere Menschen zu diesen Keywords bereits mit AdWords werben. Es sagt dir allerdings nicht, wie viele Seiten es schon zu dem Thema gibt, die einfach so als Suchergebnisse erscheinen (der Wettbewerb bezieht sich also wirklich nur auf Werbung-Schaltende).

Ich möchte zum Thema Ungenauigkeit allerdings darauf hinweisen, dass auch die früher genauer angezeigten Suchvolumen nur Schätzungen waren. Wirklich genaue Anzeige- und Klickzahlen siehst du erst, wenn du einmal eine echte Werbekampagne geschaltet hast. Doch nun weiter zum Thema Keyword-Recherche und Planung, soweit sie für uns kostenlos möglich ist.

Prognose-Funktion nutzen: Die Vorschau als „Barometer“

Dafür kann man jetzt die Prognose-Funktion für Werbekampagnen nutzen. 

Ziel ist, anhand der geschätzten Anzeigen-Einblendungen (Impressionen) bei fiktivem beliebig hohem Budget zu schauen, für welches Keyword wie viele Einblendungen angezeigt würden (was ein Gradmesser dafür ist, wie oft das Wort gesucht wird).

Wenn du eine Reihe geeignet erscheinender Keywords gefunden hast, fügst du sie dafür zum so genannten Plan hinzu. In der Zeile des jeweiligen Keywords ist ganz rechts ein Doppelpfeil, den du für die gewünschten Keywords anklickst. Diese Spalte heißt auch „Zu Plan hinzufügen“(s. oben im Bild auf der rechten Seite).
Hinweis neue Version von AdWords: markiere die gewünschten Keywords, dann kommt oben ein blauer Balken und dort kannst du „Zu Plan hinzufügen“ wählen.

Rechts erscheint dann im AdWords-Fenster eine neue Einblendung „Mein Plan“. Klicke dort unten auf den Button „Plan überprüfen“. (Im neuen AdWords hast du dafür links eine Spalte und dort den Eintrag „Planübersicht“).

Google AdWords Keyword Planer Progrnose

Leistungsprognosen je Keyword. Die Zahl der vermuteten Impressionen ist interessant.

Im nachfolgenden Fenster (s. Bild) schaust du dir nun die Prognosen für deine Keywords an. Dazu gibst du erstmal ganz links oben bei Gebot etwas ein (das ist der Wert, den du bereit wärst, pro Klick auf deine Werbeanzeige zu zahlen). Gib aber einen (fiktiven) hohen Betrag ein, denn wir wollen für die Prognose quasi unendlich viel Geld zur Verfügung stellen. Du kannst z.B. 10€ eintippen oder mehr.
In der neuen Version brauchst du kein Gebot mehr, du siehst automatisch, was du zahlen müsstest.

Rechts oben stelle ich noch ein, dass ich Prognosen für den Zeitraum Monat sehen will – mit „Speichern“ bestätigen. Sofort wird die Tabelle unten gefüllt.
Wechsle auf den Tab Keyword. Zusätzlich kannst du bei den Keyword-Optionen „Genau passend“ wählen, um den exakten Wortlaut zu testen. Die Option genau passend erkennt man auch daran, dass die Keywords in eckige Klammern gesetzt werden.

Nun wirfst du einen Blick auf die Spalten. Hinten bei Durchschn.Pos. siehst du, auf welcher Position auf einer Google Suchseite deine Anzeige wäre (erhöhe für diese Analyse dein Gebot oben so lange, bis du auf Position 1 kommst, falls es zu niedrig war).

Was uns jetzt interessiert, ist die Spalte Impr. Das steht für Impressionen, und sagt aus, wie oft deine Anzeige zu dem jeweiligen Keyword zu sehen wäre. In meinem fiktiven Beispiel wäre das Keyword [blumen] das bei Weitem am meisten angezeigte (und damit auch das am meisten gesuchte – logisch, denn die Einblendung kommt nur, wenn jemand auch danach gesucht hat).

Interessant sind daneben die Spalten Klicks und CTR (Click-through-rate). Die CTR gibt dir das Verhältnis von Impressionen zu Klicks an, wie viel Anteil also von allen Impressionen zu einem Klick führen wird. Obwohl blumen so viele Einblendungen hat, ist die CTR am kleinsten. Relativ am meisten geklickt würde nelken.

Die CPC (cost per click, Kosten pro Klick) sagen dir den Preis für bezahlte Anzeigen und hängen unmittelbar mit dem Wettbewerb zusammen. Am billigsten wäre tulpen, am teuersten hundefutter (ja, mein Beispiel ist inhaltlich nicht sinnvoll…). Vorausgesetzt, du würdest eine Kampagne für all diese Begriffe schalten und 10€ als maximale Klickkosten akzeptieren (und deine Anzeige mit deiner Webseite verknüpfen), hättest du einen Traffic von geschätzt gut 5.300 Klicks bei Kosten von über 17.000€ (abzulesen aus der Spalte Gesamt). Wir wollen aber jetzt nicht werben, sondern die guten Begriffe finden.

Schlussfolgerungen aus der Keyword-Analyse

Was heißt das ergo für deine Keywords? Nun, wenn sich deine Webseite um Blumen dreht, könntest du auf das Wort Blumen optimieren, aber möglicherweise wärst du mit Unterseiten zum Thema Tulpen und Nelken nicht schlecht dabei. Diese werden nicht so oft gesucht (Zahl der Impr.), aber im Verhältnis öfter angeklickt. Hier ist wahrscheinlich ein spezifisches Interesse der Suchenden dahinter. Spezielle Unterseiten zu Teilen oder Aspekten eines Themas machen oft Sinn hinsichtlich Google.

Du solltest weitere Blumensorten (bzw. natürlich Aspekte deines Themas) als Keywords testen. Oder du testest noch Blumenzwiebeln, winterharte Blumen, das Wort Pflanzen, u.s.w. Generell hält sich der Wettbewerb bei den Blumen in Grenzen (was du ja schon von der ersten groben Auswertung her weißt). Wenn du Tiernahrung verkaufst, wirst du bei Hundefutter einigermaßen viel Konkurrenz erwarten dürfen, erkennbar am Preis. Es wird schon um einiges häufiger gesucht als Katzenfutter.

Am besten liegst du natürlich, wenn du Begriffe oder Phrasen (= Teilsätze) findest, die häufig gesucht werden (hohe Anzahl bei Impr.) und wo der Wettbewerb niedrig ist (günstige CPC). Bedenke: du bekommst vielleicht etwas weniger Traffic (d.h. Besucher) auf deine Seite bei nicht ganz so populären Begriffen, aber es ist für dich billiger zu werben bzw. leichter, auch in den „organischen“ unbezahlten Treffern zu landen. Und du kannst möglicherweise eine geeignete Nische / einen wichtigen Aspekt eines Themas bedienen, was leichter ist als dort zu sein, wo alle sind.

Dies geht neben Spezialthemen mit ganzen Suchphrasen, oder Longtail-Keywords (z.B. Hundeleine mit Strass-Steinchen statt Leine). Oft allerdings sind Themen mit viel Wettbewerb bei Kunden beliebt und das Interesse ist hoch. Achtung noch einmal: der Wettbewerb bezieht sich immer auf alle Werbenden von AdWords, nicht darauf, ob es viele natürliche (organische) Treffer bei Google dazu gibt! Du kannst also aus dem CPC nicht erschließen, wie gut deine Konkurrenz auf unbezahltes organisches Ranking in den Suchtreffern optimiert ist. Aber die Anzahl Impressionen ist eine Messgröße dafür, wie oft das Wort gesucht wird.

Bedenke ebenso: falls du etwas verkaufst, was nur wenige Menschen suchen, jedoch hoch spezialisiert ist und damit teuer verkaufbar, dann funktionieren für dich auch die Treffer mit wenigen Suchanfragen.
Verwende vor dem Texten auf deiner Seite genug Zeit auf die Keyword-Recherche! Teste Varianten, Synonyme, Formulierungen. Google selbst deine Keywords, ließ die jeweils ersten Treffer-Seiten dazu und schau, was an Inhalten geboten wird. So erhältst du möglicherweise weitere Ideen für andere Keywords oder Phrasen und lernst nebenbei deine Wettbewerber kennen.

Übrigens: Auch die Google-Suche selbst zeigt dir verwandte Suchanfragen an.

Google macht dir aktiv Vorschläge

Zusätzlich gibt es auf der Startseite des Keyword-Planers (alte Version) noch eine Ideen-Vorschlags-Funktion für Keywords. Bzw. wenn du die neue Ansicht hast, bekommst du recht automatisch auch gleich Vorschläge angezeigt.

Adwords Keyword-Planer Vorschlags-Funktion Keywords finden

Nach neuen Keyword-Vorschlägen suchen lassen

Klicke dich zuerst auf die Startseite von AdWords und wähle dort diese Option.

Nach Eingabe deiner bestehenden Keyword-Ideen bekommst du eine Liste weiterer Keywords als Vorschläge angezeigt. Ich habe das einmal mit Blumen, Tulpen, Nelken als Eingabe ausprobiert. Eine große Ideen-Liste von Google war das Ergebnis:

Keyword Vorschläge im Keyword-Planer-Tool von AdWords

Keyword Vorschläge im Keyword-Planer-Tool von AdWords

Interessant zu sehen: Koriander und Lilien wären eventuell Kandidaten für wirklich oft gesuchte Begriffe bei niedrigem Wettbewerb! Die Arbeit lohnt sich also!

Ein letzter Tipp und Hinweis – Begriffe kannst du wie folgt formatiert eingeben:
Dein Keyword (ohne Formatierung): sucht nach diesem und ähnlichen Begriffen oder Schreibweisen.
„Dein Keyword“: alle Treffer zu jedem einzelnen Wort deiner Suchphrase. Sucht in einer so genannten passenden Wortgruppe, d. h. es werden (bei diesem Beispiel) alle Treffer zu „Dein“ und alle zu „Keyword“ gesucht und zusammengezählt. Nicht immer sinnvoll.
[Keyword]: sucht nach exakt diesem Wort. Diese Suche solltest du immer mitnutzen, sie ist am genauesten.

Falls du bezahlte Werbung schalten willst

Vielleicht überlegst du jetzt auch, einmal Werbung über Google zu probieren. Achte dann bei deiner Recherche auf die Angaben bei Wettbewerb und die geschätzten Klickpreise!

Je mehr Leute zu einem bestimmten Begriff Werbung schalten, desto teurer wird es für dich, einen Klick auf deine Anzeige zu erhalten. Deine Anzeige erscheint immer, wenn jemand das Keyword sucht – doch damit sie angeklickt wird, muss sie erfahrungsgemäß auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse landen. Dazu musst du unter die ersten 1-4 (besser 1-3) Werbeplätze kommen.

Und diese Plätze werden an den Meistbietenden „versteigert“, wobei Google dabei auch einrechnet, ob deine Seite im Google-Ranking bereits gut bewertet ist. Dann bekommst du quasi einen Bonus, musst also etwas weniger zahlen für die Positionierung. Je mehr Menschen werben, desto umkämpfter ist natürlich auch der Markt um dein Business. Eine Preisvorstellung für einen Klick erhältst du in der Spalte Vorgeschlagenes Gebot.

Und jetzt: Viel Spaß bei der Suche und Auswertung! Achtung, es kann Suchtcharakter annehmen, diese „Jagd“ auf die besten Begriffe.

Liebe Grüße und viel Erfolg,
deine Anja

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Hier möchte ich dir einen Einblick in das Thema SEO Grundlagen geben.

SEO – diese drei Buchstaben liest und hört man im Zusammenhang mit Web immer wieder.
Sie stehen für „Search Engine Optimization“, auf Deutsch Suchmaschinen-Optimierung. Man könnte auch sagen, die Optimierung der eigenen Seiten dahingehend, dass sie bei Google möglichst weit oben erscheinen.

Was steckt dahinter, was gibt es zu beachten? Wie kannst du deine eigene Website für SEO optimieren?

Was hinter SEO steckt – SEO Basics

Es geht also darum, bei Google automatisch in der Suche und natürlich möglichst auf einem oberen Platz der Ergebnisse zu erscheinen. Statistiken zeigen, dass du für viele Klicks auf einem der oberen Top-3-Plätze landen musst. Der allererste Platz ist dabei noch wesentlich erfolgreicher als die Plätze zwei und drei.

Warum rede ich nur von Google? Schließlich gibt es andere Suchmaschinen wie Bing. Google allerdings nutzen in Deutschland von etwa 95% aller Internetnutzer, daher können wir uns getrost darauf spezialisieren. Was eigentlich ganz angenehm ist, dann müssen wir uns nicht an vielen Fronten schlagen.

Nicht zu verwechseln allerdings mit den bezahlten Anzeigen (Stichwort Google AdWords), die noch oberhalb dieser so genannten „organischen“ Treffer erscheinen! Hier kann jeder – auch du – gegen Bezahlung eine Einblendung buchen. Bietest du genug, landest du oben. Bietest du zu wenig, landest du weiter unten und erhältst kaum Klicks. Zahlen musst du allerdings nur, wenn deine Anzeige angeklickt wird. Bei stärker umkämpften Themen – wenn viele Leute werben – kostet dich ein Klick ab 1,00€ aufwärts. Anzeigen kannst du über Google AdWords aufgeben, mit jedem Google-Konto. Hierbei handelt es sich dann um SEA, das so genannte „Search Engine Advertising“, Werbung direkt in der Suche.

Wie Google wertet, bleibt eine „Black Box“

Leider sind inzwischen viele Informationen im Netz zu SEO veraltet. Und genau genommen weiß ohnehin niemand wirklich, wie Google eigentlich entscheidet, welche Seiten es weit oben in den Suchtreffern anzeigt. Dennoch ranken sich eine Menge Gerüchte und teils sicher auch berechtigte Informationen rund um dieses Thema.

Google veröffentlicht seine Regeln zur Seitenbewertung nicht, gibt lediglich einige Hinweise an Webmaster (s. z.B. Googles Artikel „Schritte zu einer Google-freundlichen Webseite„). Deshalb wird darüber wird unter SEOlern viel diskutiert und manchmal auch gestritten. Früher einmal gab es den „PageRank“, so hieß der Algorithmus (d.h. die Berechnung) von Google zur Bewertung von Seiten (wenn dich das interessiert, lies den Wikipedia-Artikel dazu).

Ganze Agenturen sind darauf spezialisiert, die Seiten ihrer Kunden in den Google-Ergebnissen „nach oben zu pushen“. Denn oben will jeder angezeigt werden, schließlich bedeutet das kostenlose Besucherströme. Die „richtigen“ Keywords zu finden und für diese zu optimieren wird geradezu zu einem Sport.

Inzwischen passt Google seinen Algorithmus immer wieder an, und es gibt offenbar mehr als 200 Kriterien, die in das Ranking (die Bewertung und damit die Position in den Suchtreffern) einfließen.

Was du konkret tun kannst auf deiner SEite (Onpage SEO)

Denken wir einfach einmal ein bisschen wie Google. Die Suchmaschine lebt davon, schneller und besser als alle anderen sehr viele Ergebnisse zu finden, die möglichst exakt zu dem passen sollen, was der Nutzer sucht. Wurde in der Vergangenheit eine Seite zu einem Suchwort (Keyword) gefunden, oft angeklickt und die Sucher blieben lange darauf, so war der Inhalt wohl relevant und gut.

Es ist daher aus meiner Sicht absolut davon auszugehen, dass lange Verweilzeiten auf deiner Seite positiv bewertet werden. Natürlich ist ebenfalls wichtig, ob du möglichst passend zum gesuchten Thema schreibst – daher die Keywords.
Es ist sehr sicher anzunehmen, dass Google auch Synonyme und bisweilen sogar Kontext versteht. Also verwende durchaus Abwandlungen und ähnliche Begriffe deiner Keywords.

Schlussendlich zählt wahrscheinlich neben dem absolut wichtigen Inhalt das Alter der Domain – da kannst du außer Warten nicht viel tun. Hinweis: du kannst – im Normalfall gegen eine mitunter saftige Gebühr – eine vorhandene Domain kaufen. So „erbst“ du dann ein höheres Alter.

Sicherheit ist auch ein Aspekt – stelle deine Seite daher auf https um (statt http), damit alle Daten verschlüsselt übertragen werden. Solltest du beim selben Hoster sein wie ich (All inkl.), dann gibt es dort in den Domain-Einstellungen bei der Option Sicherheit bzw. SSL die Möglichkeit, mit 2 Klicks ein Zertifikat von Let’s Encrypt kostenlos einzubinden.

Kleine Checkliste für Onpage SEO

Auf deiner Seite solltest du bzgl. guter Inhalte und Struktur insgesamt auf Folgendes achten (zumindest sind das die allgemein verbreiteten SEO-Infos):

  • Schreibe einzigartigen, wertvollen, gut lesbaren Inhalt (Content). Sei für deine Leser interessant und relevant. Kopiere nicht von anderen. Wenn du irgendetwas beachten solltest, dann das.
  • Die URL deiner Seite sollte ein gutes Keyword möglichst weit vorne enthalten. Bei WordPress kannst du die URL selbst festlegen, also kein Problem.
  • Dein Seitentitel sollte sprechend sein und kann ebenfalls ein Keyword enthalten. Der Titel sollte eine gute Länge von bis zu 65 Zeichen haben.
  • Deine Artikel sollten die gewünschen Keywords enthalten, aber auch Kontext und Synonyme. Jedoch auch nicht zu viele Wiederholungen desselben Keywords, so zwischen 1-3% Anteil des Keywords am Text. Schreibe natürlich und für Menschen gut lesbar.
  • Nutze ausgehende Links, mixe dofollow und nofollow (das sind Attribute, die du den Links mitgeben kannst).
  • Achte darauf, dass Besucher lange bei dir bleiben (werte deine Seite z.B. mit GoogleAnalytics dahingehend aus). Mach deine Artikel nicht zu kurz und verlinke sie gut mit weiteren Artikeln.
  • Deine Artikel sollten daher mindestens 300 Worte lang sein.
  • Nutze ansprechende Bilder. Fülle das Alt-Attribut deiner Bilder (heißt auch Alternativtext), denn im Gegensatz zum Bildmotiv können Suchmaschinen das lesen.
  • Verwende nur eine H1-Überschrift (in WordPress meist der Titel). Strukturiere den weiteren Text gut mit Unter-Überschriften (H2 und H3).
  • Unter einer Überschrift sollten nur 300 Worte folgen.

Tipp: Um das nicht alles immer erinnern und prüfen zu müssen, verwende in WordPress das sehr beliebte Plugin YoastSEO und lass dir unter jedem Artikel die Kriterien und deinen Erfüllungsgrad als Ampel anzeigen!
Das Plugin bietet noch einen weiteren Vorteil: es erstellt dir eine Sitemap, das ist wie eine Straßenkarte deiner ganzen Website. Hier sind alle Einzelseiten aufgelistet, und das macht Google das Indexieren leichter.

was du sonst noch tun solltest (Offpage SEO)

Ein weiteres (offenbar) sehr wichtiges Kriterium ist die Anzahl und die Qualität von externen Links, die von anderen Seiten zu dir führen (auch Backlinks genannt). Es ist offensichtlich, dass eine Seite, die von vielen anderen verlinkt wird, wohl guten Inhalt bieten muss. Doch hier kann Google (und tut es auch) jederzeit seine Kriterien ändern. Schließlich wurde hier von so genannten „Black-Hat-SEOlern“ viel Schindluder getrieben.

Weiterführender Hinweis: Bezüglich der Algorithmus-Updates findest du bei Interesse z.B. hier weitere Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Google_Penguin

Es gibt Seiten (z.B. große Portale und Shops wie Zalando oder Ab-in-den-Urlaub.de) mit über 100.000 eingehenden Links und mehr! Und wenn du dich nicht unlauterer Mittel bedienst (wie „Spam-Bots“, Algorithmen die für dich automatisch irgendwo Links setzen) und nicht tausende Fans hast, die dich verlinken (wer hat die am Anfang?), dann wirst du viel Zeit in den so genannten Linkaufbau (auch „Linkbuilding“ genannt) investieren müssen.

Bis du bekannt wirst und andere dich „einfach so“ verlinken, dauert es. Besonders mit einem neuen Blog erscheinst du anfangs kaum automatisch in der Google-Suche, und so wird auch niemand Links automatisch zu dir setzen.

Der eigene Linkaufbau

Deshalb machen sich viele Webseitenbetreiber selbst die Mühe, ihre Seite zu verlinken. Hier solltest du KEINE zweifelhaften Services in Anspruch nehmen wie „1000 Links in einer Woche – wir bringen Ihre Seite bei Google nach oben“. 1000 Links auf einmal sind alles andere als der von Google gewünschte natürliche Linkaufbau.

Dies braucht kontinuierlich ein Zeitbudget für das Finden von Seiten anderer Menschen, von denen aus du dich verlinken kannst, d.h. indem du oder der Webseitenbetreiber dort Links auf deine Seite setzt, z.B. durch das Verfassen von Nachrichten oder Beiträgen dort.

Setze somit nach und nach Links „von außen“ auf deine Seite, indem du in Foren kommentierst, in sozialen Netzwerken aktiv bist, andere Blog-Artikel kommentierst, Gastartikel in themenverwandten Blogs anbietest und schreibst, und auf Frage-Antwort-Seiten deine guten Infos anbietest. Auch YouTube-Videos können hilfreich sein. Trage dich immer wieder in Webverzeichnisse ein (das oft genannte DMOZ, das bekannteste Webverzeichnis, hat inzwischen leider seine Pforten geschlossen…). Google einfach einmal nach „Webverzeichnis“ oder „Webkatalog“.

So baust du im Laufe der Zeit Links von verschiedenen anderen Seiten auf. Nimm am besten immer Seiten und Foren, die thematisch zu dir passen.
Und mal ganz am Rande bemerkt: ein Link ist ja ein Verweis auf deine Seite, dem Menschen direkt folgen können. Also kommt hier unbezahlter Traffic auch ganz ohne SEO und Google vorbei, wenn du die Seite für deinen Link sinnvoll gewählt hattest 🙂

Solltest du SEO betreiben – oder lieber bezahlte Werbung buchen?

Der Grund, warum man bei Google weit oben sein will, ist sonnenklar: so gewinnst du Besucher und potentielle Kunden für die Webseite automatisch, völlig kostenlos und andauernd. Jedenfalls so lange, wie deine Wettbewerber dich nicht überholen oder Google seinen Algorithmus ändert. Allerdings muss man dafür doch etwas investieren: Zeit. Es ist, wie es immer ist: du investierst entweder dein Geld oder deine Zeit. Ich möchte daher diese Thematik ein wenig kritisch beleuchten.

Manche behandeln SEO so, als sei es ein Allheilmittel, der Bringer für dein Geschäft, oder ein absolutes Muss. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass immer mehrere Wege zum Ziel führen. Um mit SEO deine Seite nach vorne zu bringen, musst du (zumindest) anfangs immer investieren, und je mehr Konkurrenz es gibt, desto eher musst du am Ball bleiben und ständig deine Wettbewerber und Ebenfalls-Suchtreffer-Lander im Auge behalten.

Um erfolgreich bei Google zu sein, wirst du mit einer neuen Seite mehrere Monate brauchen, abhängig von der Begehrtheit deiner Keywords. Meiner Erfahrung nach gibt es bei beliebten Keywords immer Konkurrenz. Mit manchen Keywords schaffst du es nahezu nie auf Platz eins. Schließlich kann es für jedes beliebte Keywords ja nur 3 Treffer auf den 3 ersten Plätzen in der Suche geben. Es kann daher besser sein, für ganze Teilsätze (Longtail-Keywords) zu optimieren (z.B. statt „Zeichnen“ lieber „Löwe zeichnen lernen“).

Ob und wie viel SEO du letztendlich betreiben willst, musst du für dich entscheiden. Natürlich ist es unglaublich charmant, umsonst bei Google in der Suche zu erscheinen. Umsonst heißt in diesem Fall aber wie schon gesagt: durch das Investment von Zeit.

Werbung kann zu jeder Zeit Sinn machen, auch neben SEO

Gerade am Anfang kann es daher Sinn machen, Interessenten mit Werbung auf deine Seite zu holen. Du kannst mit SEA bei Google werben, viele schwören auch auf Facebook-Ads. „Nebenbei“ oder gezielt kannst du durch fortlaufende Keyword-Recherchen und immer mehr Content auf deiner Seite zu potentiell immer mehr Begriffen gefunden werden. So kombinierst du beides.

Wie viel Werbe-Budget du hast und investieren willst, ist dabei natürlich ein Kriterium. Basis-SEO ist denke ich leicht umzusetzen und für all deine (Unter)Seiten sinnvoll.
Einer der Hauptaspekte von Onpage-SEO ist, ich sage das hier noch einmal explizit, dass du gute und einzigartige Inhalte schreibst. Was du mitzuteilen hast, muss also für deine Besucher interessant sein und sie sollten lange auf deiner Seite bleiben.

Du solltest viele wertvolle, von dir selbst geschriebene (zumindest nicht kopierte) Inhalte liefern, und möglichst neue Aspekte deines Themas beleuchten. Das ist einfach das Beste, was du für deine Besucher und damit automatisch für SEO tun kannst. Vergiss nie, dass du eigentlich für Menschen und nicht für Suchmaschinen schreibst. Dann bringt dir auch die Werbung für deine Seite mehr, da Besucher einen guten Eindruck von dir bekommen können.

Damit anfänglich erste Besucher überhaupt zu dir finden, kannst du aber durchaus Werbung schalten, z.B. für 5€ am Tag. Das verschmerzt der Geldbeutel, und du kannst (mit einem Tracking-Tool) messen, wie lange deine Besucher bleiben und was sie sich gerne ansehen. Das kann dir für deine thematische Ausrichtung helfen und Hinweise geben.

Übrigens: ich kenne bislang noch niemanden, der professionell ein Online-Business betreibt, von dem er oder sie leben kann, und der keine Werbung schaltet! So kann dauerhafte Werbung ein guter Motor sein.

Sag Google Bescheid

Und noch ein Tipp: Melde deine Seite aktiv an Google.
Wenn du deine Seite erstellt hast, solltest du sie zwecks der besseren Auffindbarkeit in den Google Webmaster Tools (inzwischen auch Search Console genannt) anmelden. Dazu gehst du auf https://www.google.com/webmasters/tools/, wo du dich mit deinem Google Mail-Account (bzw. jedem Google-Account, den du hast) anmelden kannst.

Rechts oben mit dem Button „Property hinzufügen“ kommst du in einen Dialog, wo du deine Webseite angeben kannst. Du musst danach eine HTML-Datei herunterladen und auf deinen Webspace hochladen, um damit anzuzeigen, dass du der Inhaber dieser Webseite bist.
Wenn das geschehen ist, kennt Google deine Seite und nimmt sie in seinen „Index“ auf, d.h. du kannst ab da in der Google-Suche erscheinen. Gefunden wirst du auch, sobald du externe Links zu deiner Seite generierst – aber das direkte Anmelden ist zuverlässiger bzw. geht schneller.

Außerdem hast du jetzt die Möglichkeit, die Search Console zu verwenden, die dir Aufschluss darüber geben wird, zu welchen Keywords du auf welcher Position landest. Die Google Search Console solltest du also auf jeden Fall nutzen!

Jetzt bist du dran

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Einblick in die Thematik bieten und dir einen Überblick verschaffen. Der Artikel wurde doch etwas länger. SEO ist, so meine ich, im Grunde „nebenbei“ für dich nutzbar. Gute Inhalte und Verlinkung von anderen Seiten aus sind immer sinnvoll, ob nun für SEO oder direkten Traffic (=Besucherstrom) von anderen Seiten aus. Dennoch gehört zu einer Online-Marketing-Strategie sicher auch die gezielte Nutzung von Online-Werbung.

Ganz viel Erfolg wünsche ich dir beim Bekanntmachen deiner Seite und auch mit eventueller Werbung. Hast du Erfahrungen hierzu? Schreib mir gerne unten einen Kommentar.

Hast du noch keine Website/Blog mit WordPress? Dann lade ich dich zu meinem kostenlosen Kurs herzlich ein. Für künftig mehr Artikel melde dich gern in meinem Newsletter an.

Liebe Grüße,
deine Anja

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Wenn du noch nicht sehr lange eine eigene Webseite hast, fragst du dich möglicherweise: „Was brauche ich denn eigentlich für Seitentypen – und für welchen Zweck?“
Ganz pauschal kann natürlich niemand sagen, was genau du brauchst. Die Bedarfe können sich auch im Laufe der Zeit ändern.

Vielleicht hast du manche oder alle oben stehenden Begriffe schon gesehen oder davon gelesen. Vor allem im Bereich des Online-Marketing haben sich Begriffe für bestimmte Seitentypen mit bestimmten Zielen etabliert.
Als nicht-Marketer kommen einem diese Bezeichnungen anfangs rätselhaft vor – ich werde hier einige wichtige nennen und erklären um Licht ins Dunkel des „Marketing-Sprech“ zu bringen. Danach entscheidest du.

Für WAS gibt es WELCHE Seitentypen

Blogbeiträge – aktuelle oder thematische Informationen

Einen Blog kennst du sicher schon und hast vielleicht selbst in einigen gelesen. Blogbeiträge sind ein weit verbreiteter Seitentyp, die auch ganz alleine ohne die anderen Seiten vorkommen können. Du hast in WordPress prinzipiell die Möglichkeit, entweder den Blog als Startseite anzuzeigen, wo dann alle Beiträge untereinander gelistet werden. Der aktuellste Beitrag steht standardmäßig oben.

Oder du nutzt als Startseite eine so genannte „statische“ Seite (die sich im Gegensatz zum Blog nicht dauernd ändert). Diese Einstellung änderst du übrigens im Dashboard links unter Einstellungen –> Lesen.

Ein Blog bringt immer den Vorteil mit sich, dass du zu jedem beliebigen Thema einfach schnell mal einen Beitrag verfassen kannst. Du musst diesen Artikel nicht in die Navigation einbinden, die Anzeigen zu den Beiträgen in WordPress (z.B. die Auswahl über die Kategorien) ermöglichen die Auswahl quasi automatisch.

Ein Blog schafft (vorausgesetzt, man schreibt regelmäßig) eine einfache Möglichkeit, laufend neue Inhalte (Content) auf die Seite zu bringen – und das mag Google und es schafft natürlich auch mehr Nützliches für deine Besucher. Deswegen würde ich sagen: führe ein Blog, auch wenn du eine andere Startseite hast.
Wenn dir viel Schreiben allerdings nicht liegt, ist es jedoch natürlich kein Muss. Du kannst auch nur mit statischen Seiten arbeiten. Beschäftigen wir uns jetzt mit den anderen Seitentypen, die vielleicht etwas weniger bekannt sind.

Der Seitentyp Landing Page

Eine so genannte Landing Page oder Deutsch Landeseite ist in der Regel eine statische Seite. Allerdings muss das nicht unbedingt sein, denn es könnte auch ein Blog-Beitrag zu einer Landeseite werden. Eine Landeseite wird in dem Moment zu einer solchen, da etwas Externes darauf verweist. Dies könnte etwa eine Werbeanzeige bei Google AdWords oder bei Facebook sein, oder ein Link von einem YouTube-Video aus. Eine Seite eben, auf der Besucher „landen“ können, nachdem sie einen (meist von dir) gestreuten Link angeklickt haben.

Der Begriff wird allerdings meist in Verbindung mit einer speziellen Absicht genutzt: ein (oft kostenpflichtig verbreiteter) Link auf diese Seite soll dir selbstverständlich nutzen, und deine Absicht kann der direkte Verkauf eines Produktes sein, oder aber die Eintragung deiner Besucher in deinen Newsletter. Bei solchen Seiten gibt es im Regelfall keine Seitenleiste und keine ausgehenden Links, sondern nur die Produktinfos oder ein z.B. ein Anmeldeformular.

Noch mehr Buzz-Words:
von Traffic, Conversion und Split-Tests

Die Menge der Besucher wird Traffic (Verkehr) genannt, die Erreichung deines Ziels (Verkauf, Eintrag in deine eMail-Liste) nennt man Conversion, auf Deutsch so viel wie Umsetzung. Eine solche Landeseite ist oft genau auf diese Umsetzung hin zugeschnitten und wird daher mehr oder weniger genau targetiert (auf eine Zielgruppe ausgerichtet).

Dies erfolgt durch die Verwendung spezieller Keywords (Schlüsselwörter) und Angebotsinformationen bis hin zu einer Sprache, die zur gewünschten Zielgruppe passt. Mitunter sind besonders auffallende Grafiken und Buttons entscheidend für die Conversion. Weil hier kleine Unterschiede wie die Wahl eines Bildmotivs und warme oder kalte Farben deutliche Auswirkungen haben können, entwickelt sich eine Art Wissenschaft um Landing Pages. Mit A/B-Tests, auch Split-Tests genannt, werden vergleichend verschieden gestaltete Landing Pages benutzt und in ihrer Conversion-Wirksamkeit gegeneinander ausgewertet.

Entschuldige die vielen englischen Business-Wörter – ich bin zwar kein Freund solcher wichtig klingenden Begriffe, aber sie werden so oft benutzt, dass du sie besser kennen solltest!

Vom Quetschen, Verkaufen und Anziehen

Eine Seite, meist als Landeseite beworben, die nur dazu dienen soll, Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, wird Squeeze-Page genannt. Squeeze ist das englische Wort für „quetschen, drücken.“ Eine Mail-Adresse stellt natürlich ein persönliches und wichtiges Gut dar, ebenso das Recht, jemandem Nachrichten schicken zu dürfen. Deshalb wird im Gegenzug für die Mail-Adresse oft ein Gratis-Geschenk angeboten, auch „Freebie“ genannt.

Menschen, die sich in einen solchen Newsletter eingetragen haben, nennt die Marketing-Fachsprache „Leads„. Es handelt sich dabei um führende Interessenten, vielleicht kommt der Name daher. Menschen also, von denen du weißt, dass deine Themen für sie interessant sind. Das erwähnte Freebie heißt daher manchmal auch „Lead-Magnet„, etwas also, dass diese Interessenten anzieht.

Dies führt uns nun weiter zur Sales Page – ganz einfach gesagt ist dies eine Seite, auf der deine Besucher etwas von dir kaufen können. Diese Verkaufsseite wird ebenfalls eine Landeseite sein. In Online-Shops gibt es jede Menge und fast nur Verkaufsseiten. Falls du selbst ein Online-Business hast, kannst du die Verkaufsseiten natürlich extra bewerben.

Den Blog nutzt du vielleicht zusätzlich, um bei Google besser gefunden zu werden und um Vertrauen mit den LeserInnen in deine Fähigkeiten aufzubauen, bevor sie dann auf deiner Verkaufsseite ein Produkt erwerben wollen.

Die Strategie dahinter – einen „Trichter“ bauen

Manche Online-UnternehmerInnen verschicken den Link auf eine Verkaufsseite nur an Teilnehmer ihrer Webinare. Die wiederum waren Leser des Blogs, haben sich ein Freebie geholt, sind daher nun Leads, haben besonders hohes Interesse am Thema und kennen den Webinar-Veranstalter schon. Was in Summe eine wirklich gute Strategie für’s Online-Marketing ist 🙂
Du siehst also, hier stecken ganze Verkettungen von Aktivitäten dahinter, die man Sales Funnel, auf Deutsch „Verkaufstrichter“, nennt. Dazu werde ich einen eigenen Artikel verfassen.

Ob du nun also spezielle Lande- oder Verkaufsseiten brauchst und anlegen willst, hängt von deiner Absicht der Seite(n) ab. Wenn du ein Forum betreiben willst, wirst du keine Verkaufsseiten brauchen. Logisch. Und wenn du erfolgreich verkaufen willst, solltest du zuerst Kontakt zu wirklich interessierten Menschen aufbauen.

Wenn eine Seite alles sagt

Einen Begriff möchte ich noch erwähnen, denn der zugehörige Seitentyp wird immer beliebter.

Ein One-Pager kann (muss aber nicht) eine Verkaufsseite sein, sagt aber im Grunde nichts über die Absicht der Seite aus, sondern etwas über ihre Gestaltung. Hier werden alle wichtigen Informationen auf nur einer einzigen Seite möglichst übersichtlich dargestellt. Wobei genau genommen noch Links zum Impressum und Datenschutz abzweigen (müssen), oder das steht alles direkt im Footer. Dies ist eine recht moderne und sich aktuell verbreitende Art der Webseitenaufmachung.

Manchmal gibt es im Hintergrund noch mehrere Einzelseiten, und man verwendet zur Erstellung der Willkommensseite, die besondere Aufmerksamkeit verlangt, ein Design à la One-Pager. Im Gegensatz zu Blog-Artikeln, die mal mehr oder weniger gut sein können, sollte die Startseite herausstechen und deinen Besuchern klar machen, worum es bei dir geht. Und das schnell und übersichtlich.

Verkaufsseiten und Squeeze Pages sind eigentlich immer One-Pager und müssen in gewisser Kürze überzeugen. Jedoch gibt es auch sehr lange Seiten dieses Typs – die Länge und Gestaltung solcher Seiten ist allerdings einen eigenen Artikel wert.

Seitenleiste ausblenden – ein wichtiges Feature

Technisch ist es sinnvoll, eine Seitenleiste für die oben erwähnten Zwecke ausblenden zu können. Zum einen besteht auf einer Verkaufsseite für eine Seitenleiste kein unmittelbarer Bedarf. Zum anderen könnte der Besucher abgelenkt werden und statt etwas zu kaufen auf einen interessanten Blog-Artikel springen.

Und früher oder später wünscht man sich daher, man könnte die Seitenleiste wahlweise ein- oder ausblenden. Auch, wenn du mit einem One-Pager starten willst, stört alles Seitliche.
Manche Themes in WordPress bieten das Ausblenden von Haus aus an. Dann hast du z.B. beim Bearbeiten einer Seite rechts bei den Seiten-Attributen ein Template angezeigt (z.B. „Full width“). Die Auswahl desselben ermöglicht es dir, die gesamte Seite mit Inhalten zu befüllen, ohne Seitenleisten.

Das manuelle Ausblenden ist natürlich auch möglich, ist aber mit ein wenig Einfügen von Code und Kenntnissen dazu verbunden. Am besten also, du suchst dir ein Theme, was das unterstützt!

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Überblick über die Thematik geben. Überlege bei der Planung deiner Seite nun, welche Seitentypen du nutzen willst. Auch für später – und suche dir am besten ein flexibles Theme in WordPress dafür aus.
Noch Fragen? Schreib mir gern einen Kommentar.

Liebe Grüße,
deine Anja

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