Wie passiv ist passives Einkommen?

Sicher hast du schon vom inzwischen berühmten „passiven Einkommen“ gehört.

In den Weiten des Internets liest und hört man viel dazu.
Auf Facebook (und anderswo) hast du wahrscheinlich schon Werbeanzeigen zu Gesicht bekommen, die dir versprechen, dass du quasi ohne Arbeit und ohne spezielle Fähigkeiten von ganz allein die Tausender nur so einsammeln brauchst.

Wächst das Geld also inzwischen sprichwörtlich an den Online-Bäumen (s. Titelbild), und du brauchst nur noch pflücken? Wie immer möchte ich dir lieber ehrliche und differenzierte Informationen geben.

Damit du dir selbst ein gutes Bild machen kannst und für deine Eigen-Kompetenz erwartet dich hier:

  • Was ist passives Einkommen und welche Ideen gibt es dazu?
  • Die Ideen auf dem Prüfstand
  • Mein Selbsttest mit Online-Business – wie ich passiv Geld verdiene
  • Meine größten Learnings / Erfahrungen daraus bzw. ehrliche Tipps für dich
  • Die Anfangs-Investition verstehen
  • Deine Motivation zu passivem Einkommen hinterleuchten

 

Was ist passives Einkommen und welche Ideen gibt es dazu?

Klingt zu gut, um wahr zu sein: wir müssen gar nichts mehr tun (sind also passiv), und das Geld kommt von allein zu uns. Wir sitzen nur noch am Strand, schlürfen Cocktails, und auf dem Konto erscheinen die Dollarzeichen – so der Gedanke. Boah wär das toll. Dachte ich mir auch.

Folgende Ideen – unter anderem – wären geeignet, um passives Einkommen Realität werden zu lassen (nicht nur aus der Online-Welt):

  1. Du vermietest Immobilien, die dir gehören. Die Miet-Einnahmen entstehen dann logischerweise ohne Arbeit (oder doch nicht?). Oder du verkaufst eine Immobilie wieder, nachdem du sie selbst bewohnt hast und sie im Wert gestiegen ist.
  2. Du hast ein großes Vermögen, legst es an und bekommst Zinsen. (OK, funktioniert nicht mehr so toll im Moment, weil es keine Haben-Zinsen mehr gibt). Dann eben anders: du investierst in Aktien oder andere gewinnbringende Geldanlagen.
  3. Du gehst in ein Casino und gewinnst ganz viel Geld (funktioniert natürlich am Besten, wenn du ein genialer Kartenzähler beim Black-Jack bist).
  4. Du wirst Influencerin auf YouTube, stellst nur noch die tollsten neuesten Schmink-Tipps und Produkte vor. Die Firmen werfen dir ihre Produkte gratis nach bzw. bezahlen dich später dafür, dass du sie vorstellst.
  5. Du schreibst einen Bestseller (oder ein paar mehr). Am besten auf Englisch – da ist der Absatzmarkt viel größer als in Deutschland. Inzwischen kann ja jeder selber Verleger werden, mit Books-On-Demand oder auch einfach nur online z.B. mit einem Kindle eBook.
    (Da gibt es wirklich ein paar, die sind auf diese Weise Bestseller-AutorINNen geworden).
  6. Du hast einen super erfolgreichen YouTube-Kanal oder eine Website mit gaaaanz viel Traffic (= Besuchern). Du lässt dort Fremd-Werbung einblenden und bekommst anteilig Geld für jeden Klick.
    Dafür kommen die verrücktesten Themen in Frage. Wenn du Computerspiele liebst, mach lauter „Let’s Plays“ (d.h. du spielst die Spiele durch und nimmst das auf Video auf, damit andere sich das bei dir ansehen).
    Oder, ich konnte es gar nicht fassen, total beliebt bei kleinen Kindern: Auspack-Videos von Sammelfiguren. Du kaufst kistenweise aktuell beliebte Sammelobjekte, die in kleinen Überraschungs-Tütchen verpackt daher kommen, und filmst dich dabei, wie du eine nach der anderen aufmachst. In Amerika haben solche Videos Millionen (!!) Klicks…
  7. Du machst eine Nischen-Website auf und verkaufst bzw. verlinkst auf Produkte von Amazon. Je nach Kategorie (Kleidung mehr, Spielzeug weniger…) bekommst du für jeden Verkauf Prozente. Egal, ob die von dir angepriesenen Produkte oder andere gekauft werden – alles nach dem Klick auf den Link bei dir Gekaufte zählt für deinen Anteil (der zwischen 3-5% liegt, in etwa).
  8. Du verkaufst Produkte von anderen (so genanntes „Affiliate-Marketing“), dafür bekommst du bei Online-Kursen und anderen Info-Produkten in der Regel 50% (also viel mehr als bei Amazon). Digistore ist z.B. neben seiner Funktion als Bezahlanbieter auch ein riesiges Netzwerk für Online-Produkte und Affiliates.
  9. Du importierst billige Produkte aus China, und verkaufst sie hierzulande teuer weiter (das so genannte „Drop-Shipping-Modell“). Dabei lagerst du die Produkte nicht. Sondern immer erst, wenn einer bei dir bestellt, bestellst du den Artikel in China und lässt ihn direkt an den Käufer schicken. Die Preis-Differenz ist dein Gewinn (z.B. 1€ Einkauf, für 10€ Verkauf…).
    Weil oft auf Amazon verkauft wird, heißt das Modell auch Amazon-Business.
  10. Falls da noch nichts dabei war für dich, kommen wir zu einem aktuell sehr beliebten Klassiker: du erstellst einen Online-Kurs, den du nur ein einziges Mal zur Verfügung stellen musst. Und den verkaufst du in Hundertschaften – voilà!

 

Die Ideen auf dem Prüfstand

Lass uns die Ideen oben mal näher ansehen. Ich war in meiner Anfangs-Zeit im Online-Marketing  und Unternehmertum von all diesen Dingen tatsächlich schwer fasziniert. Und hab mich intensiv zu allem möglichen informiert.

Die riskanten

Aktien, Casino, etc. – hier brauchst du zum einen erstmal ein Startkapital. Und dann ist es einfach so, wie es immer ist: wenn du sehr schnell sehr viel gewinnen kannst, kannst du auch sehr schnell alles verlieren. Nix für mich. Meine Versuche mit Aktien gingen immer daneben.

Hey, aber ich hatte einmal Glück an einem einarmigen Banditen – sogar 7€ Gewinn!!!
Ziemlich passiv.

Hierunter zähle ich übrigens auch das Drop-Shipping. Diese auf den ersten Blick „geniale“ Geschäftsidee bedeutet leider, dass du die hierzulande gültigen Sicherheitsprüfungen durchlaufen musst (was, legal gemacht, sehr viel Arbeit bedeutet). Du kannst für Fehler bzw. Schäden durch dein Produkt verantwortlich gemacht werden.

Das China-Feuerzeug für 90 Cent war nicht sicher und der Sohn hat das Haus damit abgebrannt?… Tja…
Abgesehen davon: du musst Marketing auch hier beherrschen, von allein verkauft sich nix.

Die mit viel Anfangskapital

Gewinnbringende Geldanlagen bzw. Vermietung von Immobilien erfordern ein hohes Anfangskapital. Und das heißt, wenn du nicht grad erbst, erstmal: ganz viel Arbeiten. Nix passives Einkommen.

Ich halte allerdings Immobilien – zumindest in den wachstumsstarken Gegenden – immer noch für eine tolle Idee. Z.B. eine Immobilie wieder in Schuss zu bringen und weiter zu verkaufen. In meiner Familie haben wir das erfolgreich gesehen.

Ich musste für unser Haus kämpfen wie eine Löwin, um es überhaupt zu bekommen. In beliebten Gegenden und guten Lagen reißen sich nämlich alle um die paar wenigen guten Objekte. Nen dicken Kredit aufnehmen.

Die Sanierung (wir konnten uns keine Villa leisten, war eher ne Bruchbude…) brachte mich an den Rand all meiner Kräfte und ich war nahe am Nervenzusammenbruch. Aber: der Wiederverkauf lohnt sich…

Passiv? Neeeeee. Super-sch***-viel-Arbeit. Trotzdem eine prima Sache.

Die mit künstlerischer Begabung

Also, du wirst Sängerin oder Maler oder eben Bestseller-Autorin? Ist super, wenn man das schafft (ich arbeite noch dran…). Falls dir da einfach das Talent dafür fehlt, kommen jetzt:

Die mit viel Traffic

Egal, ob du nun Produkte anderer (Amazon, Affiliate-Marketing, etc.) verkaufen willst oder deine eigenen. Ob du nun mit Werbung auf deiner Website oder deinem YouTube-Kanal etwas verdienen willst: du brauchst Besucher. Ganz einfach. Eine Menge davon.

Und die zu bekommen ist: Arbeit.
Siehe dazu jetzt meine eigene Fallstudie… lies einfach weiter…

 

Mein Selbsttest mit Online-Business – wie ich passiv Geld verdiene

Jetzt war es natürlich einfach zu verlockend, es NICHT auszuprobieren. Und weil ich am Anfang all den Wunder-Gurus da draußen ein bisschen geglaubt hab (ja, geb ich ja zu…), hab ich mir sogar alles ganz einfach vorgestellt. Gut so, denn wenn ich die Realität gekannt hätte, hätte ich nicht angefangen…

Um 2015 herum hatte ich also jede Menge zu passivem Einkommen gelesen und wollte es für mich in die Tat umsetzen. Ich war noch angestellt, das Ganze musste nebenbei laufen.
„Muss ja nur ne Website und einen Kurs haben, alles ganz easy. Die rennen mir eh online alle von allein die Bude ein…“

Ich gab mir selbst die Bedingung, dass ich es ohne Kapital schaffen wollte. OK, ganz ohne geht nicht, weil das Hosting für die Website kostet ein bisschen was. Und ich hab mir einen Camcorder gekauft (Handy tut’s aber auch, sag ich dir heute).

Ach ja, am Anfang hab ich DVDs hergestellt, die musste ich bezahlen – sagen wir mal, ein realistisches Startkapital für meine Sache waren 200€ (plus unnötiger aber schöner Camcorder) und ich wollte es komplett ohne bezahlte Werbung durchziehen. (Letzteres ist keine gute Idee, wenn es schneller gehen soll…mehr dazu unten).

Und: ich hab meinen Angestellten-Job auf 4 Tage die Woche reduziert, für meinen Traum.

Was konnte ich gut und machte ich gern? Zeichnen!

So war die Idee geboren, eine Online-Zeichenschule zu gründen, mit Content-Marketing und allem drum und dran.

Ich baute eine Website dafür, lernte Filme schneiden, lernte die DVD-Herstellung. Ich erstellte einen Youtube-Kanal und einen Blog. Eine Wahnsinns-Lernkurve am Anfang.

Bei Interesse hier kannst du diese erste Website von mir anschauen: https://www.mal-einfach-mit.de/ (sie war noch kein Meisterwerk an Struktur und Aufbau, aber das macht nichts.)
Und hier wäre der Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCqZwdp9m-AdmJBXVril88Nw

Ich baute ein Bestellformular für meine DVDs auf der Website ein, und musste bald die Erfahrung machen: die Besucher kommen einfach nicht von allein in Strömen. Und abgesehen davon, dass ich meine Kurse dort viel zu versteckt anbiete, kaufen nur durchschnittlich 2% (das sind generelle Zahlen, die im Mittel über alle Websites hinweg gelten).

Meine Lösung also: mehr Content, mehr Aktivitäten. In diesem ersten halben Jahr produzierte ich konstant jede Woche fleißig ein Video für den YouTube-Kanal, was mit Schneiden, Kürzen, Kommentieren und Musik hinterlegen richtig richtig Arbeit war (denn es sollte gut werden).
Und wie geht eigentlich Google-Optimierung?

Daneben postete ich auf Facebook, war in Zeichenforen, schrieb einen Gastartikel – neben meinem normalen Job arbeitete ich 2 Tage die Woche an meinem Online-Business.
Nach einem halben Jahr wurde mir klar: sooooo einfach, wie die mir es erzählen wollen, ist das offenbar nicht mit dem passiven Online-Business.

Blog und Youtube-Kanal hatten gaaaaanz langsam steigende Besucherzahlen (wie gesagt, ich bezahlte KEINE Werbung). Ja, und immer wieder verkaufte ich dann eine DVD, die ich einpacken und verschicken musste, und Rechnungen stellen – Buchhaltung ist eben auch zu tun.

 

Wo mein erstes Business heute steht

Zwischendrin hatte ich, auf Deutsch gesagt, „die Schnauze voll“!
Aber Aufgeben? Kam einfach nicht in Frage. Später habe ich von DVDs auf Online-Kurse umgesattelt (Verschicken ist einfach doof). Ich habe die ganze Bezahlung automatisiert.

Zusätzlich beschloss ich – weil ich immer zu meinem Material gefragt wurde – eine Einzelseite zum Zeichen-Material auf meine Website zu bauen, mit lauter Amazon-Affiliate-Links.
Inzwischen habe ich meinen Youtube-Kanal „monetarisiert“, wie es so schön heißt, d.h. ich blende vorne dran Werbung ein. Dafür bekommt man dann ungefähr 0,2 Cent pro Klick…

Youtube nahm mich irgendwann in seine Video-Vorschläge auf, meine Website wurde mit der Zeit bekannter (ja, das dauert). Inzwischen wurde ich 11.000 mal von anderen verlinkt!

Mein YouTube-Kanal hat derzeit grad 4.690 Abonnenten. Organisch gewachsen! Ca. 22.000 Klicks im Monat. Meine erste Website hat monatlich etwa 1.000-2.000 BesucherInnen, von ganz allein, über Google und YouTube. Sie hat ungefähr 15 Seiten/Artikel, also nicht total viel und auch nicht nichts. Ich mache seit längerem aus Zeitmangel nichts mehr dran (hab aber wieder Lust dazu…).

Jetzt willst du bestimmt wissen, wie viel Einkommen zustande kommt!

In guten Monaten sind es zwischen 100€ und 300€. Kursverkäufe plus die Amazon-Einnahmen plus die von der Youtube-Werbung. Im Sommer läuft es viel schlechter (da will keiner am PC sitzen und zeichnen), im Winter deutlich besser (hatte ich vorher nicht bedacht).

Wahrscheinlich denkst du jetzt, dass das nicht nach viel klingt (kein Wunder, uns wird ja oft das Blaue vom Himmel versprochen…)!

Hey – aber selbst das stellen ja die Wenigsten auf die Beine! Bin ich trotzdem echt stolz drauf.
Und ich hab eine Menge dabei gelernt. Für dieses Geld mache ich wirklich und ehrlich nichts mehr, gar nichts. Keinen neuen Content – NICHTS. Es ist echt passiv. Davon leben kann ich nicht (von meiner Selbstständigkeit sehr wohl, ziemlich gut 🙂 ).

 

Meine größten Learnings aus diesem Test-Business

Ja, ich bezeichne es als mein Test-Business. Daraus erwuchs dann mein heutiger Hauptberuf, was du ja auf dieser Website (Anja-Teuner.de) sehen kannst. Und ich teile mit dir hier ehrlich und offen, was ich am Anfang lernen durfte:

  • Mit kleineren Kursen funktioniert ein Business tatsächlich richtig und echt passiv. Aber: damit Leute bei dir vorbei kommen, wirst du am Anfang arbeiten müssen. Bis deine super Inhalte von allein Leute anziehen. Sprich: wenn du keine Lust auf Inhalte erstellen hast, lass es lieber.
  • Online-Kurse verkaufen ist ein tolles Business. Aber mach es nicht wie ich und verkaufe einen Kurs für 15€! Damit sich die Sache lohnt, empfehle ich dir, mit einem Kurs für um die 200€ zu starten.
  • Das gibt dir nämlich auch die Möglichkeit, einen Teil der Einnahmen gleich in Werbung zu investieren. Egal, ob Facebook-Ads, Google-Ads oder was sonst – Werbung beschleunigt enorm, dass du bekannter wirst, und das ist nun mal ein Dreh- und Angelpunkt.
  • Wenn du dann Werbung schaltest, kannst du entweder deinen Content dafür einsetzen (passivere Form) oder die Leute buchen mit dir direkt ein Kennenlern-Gespräch, etc. (aktivere Form). Natürlich gibt’s auch viel dazwischen.
  • Wenn du teurere Angebote hast (oft als „Premium“ bezeichnet), wirst du um aktivere Formen nicht herum kommen.
  • Sämtliche Menschen, die online viel Geld verdienen, arbeiten auch viel dafür! (Egal, was sie so sagen…). Zumindest am Anfang. Werbung entwickeln, schalten, testen, Content erstellen, Gespräche führen. Die Arbeit mag anders sein, aber es bleiben viele Todos.
  • Die Idee vom „Viel Geld machen ohne jede Arbeit“ – das verdreht irgendwie unsere Welt. Warum sollte das online einfach so funktionieren? Wer das verspricht, ist nicht seriös. Und es gibt auch nie „den einen geheimen Weg“ dafür.
  • Wirklich super ist: online lässt sich durch die Technik Vieles automatisieren. Du kannst Menschen vollautomatisch mit Mails versorgen, deine Bezahlung und Rechnungsstellung kannst du von allein machen lassen (du musst dann ein paar Prozente abdrücken). Das ist klasse – bis du das aufgebaut hast, sei bereit, dafür eine Zeit lang zu ackern. Oder zu investieren, damit es jemand für dich macht.

Ist halt bloß nicht so sexy, gell, als wenn ich dir sagen würde:

„Wie du ohne eigenes Produkt und ohne irgendwas zu können und ohne dafür zu arbeiten über Nacht ein 6-stelliges Business aufziehst…“.
(Indem du uns für unsere „geheime Methode“, die total banal ist, irgendwas zwischen 10.000€ und 100.000€ bezahlst, woraufhin wir dir einen Gesprächs-Leitfaden geben, mit dem du hoch-manipulativ genau das Gleiche mit ein paar anderen Gutgläubig-gierigen da draußen machen musst…).

Die große Wahrheit ist: hinter jedem (inhaltlich sinnvollen, ehrlichen, wertstiftenden) passiven Business steht am Anfang erstmal viel Arbeit. Aber: sie lohnt sich in meinen Augen.

 

Die Anfangs-Investition verstehen

Ein paar ganz wenige schaffen vielleicht das Ding mit dem (echt) passiven Einkommen. Davon entweder super gut zu leben oder Millionär zu werden. Dann stehen in aller Regel hohe Investitionen am Anfang (du erbst viel Geld und investierst in Immobilien…). Ansonsten ist es aber ein netter Nebenverdienst!

Es verhält sich in etwa wie mit jedem Künstler und Star auch: ein paar ganz wenige schaffen es bis ganz nach oben mit ihren Klickzahlen und ihrer Bekanntheit. Werden DER EINE erfolgreiche Influencer, der Guru zu XY. Doch glaub mir: bis du von diesen Leuten hörst, haben die vorher erstmal jede Menge gearbeitet.

Um ein tolles Business auf die Beine zu stellen, musst du aber kein Online-Mega-Star werden.

Im entfernteren Bekanntenkreis meines Mannes gibt es einen, der hat eine Website zum Thema „Sendung verpasst“ erfunden. Wenn man im Fernsehen etwas versäumt hat, kann man bei ihm nachsehen, ob und wo es das Gewünschte noch Online gibt.

Hier gehört schon einiges an technischem Know-How dazu, wenn man nicht ständig manuell alle Sendungen eintragen will. Nach eigener Aussage kann er von den Werbe-Einnahmen dieser Seite leben. (Leider wird sie wahrscheinlich in Zeiten von Pay-TV bzw. On-Demand-Fernsehen obsolet, er hat also noch einen ganz normalen Job).

Ein anderer hat eine Website zum Vergleich von Tank-Preisen der umliegenden Tankstellen (keine Ahnung, wo er die Daten her nimmt). Coole Idee, oder?

Mein Credo: bau nicht vollständig auf passives Einkommen, sondern bau schrittweise etwas auf, dass du skalieren kannst – und liebe das, was du da tust, für den Fall, dass du mit guter alter „Einzelarbeit“ weiterhin „aktiv“ arbeiten musst 😉 Oder wenn es einfach länger dauert.

Aber lass deine größeren Ziele nicht aus den Augen, bleib realistisch – und bleib dran!

Meine Kundin Maria, zum Beispiel. Die hat sich mit über 60 ein komplett neues Online-Business aufgebaut, weil sie einfach eine Botschaft und ein Thema hatte. Ihr Wissen aus all ihrem beruflichen Leben wollte sie weitergeben, das war ihr Antrieb! Fantastisch.

Sie hat sich 7 Monate lang rein gehängt, hat mit Blog und eMails ihre Fans um sich geschart. Sie hat sich mit mir Woche um Woche durch all ihre Technik geackert, wir haben Strategien für ihre Inhalte entwickelt, bei Google geforscht, was die Leute da draußen interessiert.

Die ersten 10 ihrer Online-Kurse hat sie dann von ganz von selbst – ohne weiteres Marketing, ohne komplizierten Launch! – einfach so über die Website verkauft. Sie hat es gar nicht gemerkt, bis das Geld via Bezahlanbieter plötzlich vollautomatisch auf ihrem Konto landete! (Und um es dazu zu sagen, dieser erste Kurs kostete um die 200€).

Wenn du richtig teure Programme (damit meine ich jetzt mal um die 1.000€ aufwärts…) verkaufen möchtest, brauchst du andere Strategien, längere Kennenlern-Phasen mit deinen Interessenten, gezielte Verkaufs-Aktionen.

Das ist nicht „passiv“ im eigentlichen Sinn – du steckst dann deine Zeit in deinen Content und dein Marketing, selbst wenn du automatisierte Kurse verkaufst. Der Clou ist aber, dass dein Angebot „skalierbar“ ist, d.h. du kannst echte Umsatzsprünge machen und insgesamt weniger arbeiten.

 

Deine Motivation zu passivem Einkommen hinterleuchten

Mein Fazit: wenn deine ganze Motivation nur darin besteht, online schnell und passiv reich zu werden: vergiss es.

Das macht für mich allerdings auch kein sinniges, erfüllendes Business aus. Ohne Liebe zu dem, was du tust, wirst du nicht lang genug durchhalten, es auch umzusetzen. Freu dich am Anfang auf eine Menge solider Arbeit. Du wirst viel Tolles und Neues lernen, garantiert!

Allein dich zu vermarkten, ist ein Prozess, der dich unendlich wachsen lässt. Das allein ist es wert. Aber du musst üben, du solltest dran bleiben. Überleg lieber, was du als zutiefst sinnvoll empfindest, was du zu geben hast. Was einfach in die Welt muss, bevor du stirbst.

(Klingt komisch – aber seit ich grad 40 geworden bin, denke ich mehr an das Ende, das irgendwann kommt, und was ich alles noch tun möchte…).

Passives Einkommen ist möglich. Es erfordert jedoch anfangs (evtl. auch länger…) deinen Einsatz, dein Durchhaltevermögen, deine Liebe zum Thema. Du wirst viel arbeiten und lernen müssen, manchmal läuft es auch noch nicht nach 6 Monaten. Vielleicht entdeckst du auch, dass passiv arbeiten gar nicht dein alleiniges Ziel ist, und du arbeitest mit manchen Menschen (oder Gruppen) immer noch oder wieder direkt.

Ich mache das so. Sonst komme ich mir isoliert vor. Trotzdem freue ich mich natürlich über mein Geld von meiner Zeichenschule… und seit Facebook kürzlich seinen Algorithmus geändert hat, klettert plötzlich die Fanbase meiner Facebook-Seite von ganz allein in die Höhe, sowas… ich glaub, ich bring noch ein paar Zeichenkurse in die Welt! Weil ich Zeichnen liebe.

Vielleicht entdeckst du ja, dass du gar nicht so viel Geld willst / brauchst, dafür aber mehr freie Zeit möchtest, mittel- bis langfristig?

Übrigens: die Sache mit dem Bestseller habe ich nach wie vor fest im Blick. Im Ernst, ich hab hier zwei längere Ideen-Skizzen für Bücher herum liegen, ein Fantasy-Roman und ein Krimi. Allerdings – wär ich wahrscheinlich am Ende glücklich, wenn sie einfach überhaupt nur veröffentlicht werden 🙂

Aber: Träume und Ideen zu haben ist immer gut. Was meine Bücher angeht, behalte ich mir diese Träume und werde dran bleiben.

Ich hoffe, du hast jetzt auch welche – und kannst dir mit diesem Artikel ein realistischeres Bild zu vielen Möglichkeiten machen.

Auf dein erfolgreiches Business!

Liebe Grüße – deine Anja

Titelbild Geld wächst am Baum: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Online Marketing für Coaches

Marketing für Coaches: diese 5 Dinge musst du wissen + 1 Flop-Geschichte

Achtung: dieser Artikel geht ins Eingemachte, was so viele Websites bzw. die Ausrichtung von (Life)Coaches angeht.

Ich will dir damit nicht auf die Füße steigen, sondern dir wirklich helfen.

Ich möchte dir ein bisschen die Augen öffnen, und werde ehrlich (und manchmal hart) sein, falls du Coach bist oder werden möchtest.

Meine Anmerkungen sind kein Vorwurf an dich und du bist auch nicht „doof“, wenn du Website-Texte hast, die ich als schlechte Beispiele anführe!

Coach werden ist ein sehr häufiger Berufswunsch, die Coaching-Ausbildungen boomen – nur was lernst du eben NICHT? Dich zu vermarkten. Das ist jedoch ein wichtiger Teil, wenn du mit deinem Tun ein echtes Business erschaffen möchtest.

Am besten, du legst deine aktuelle Website daneben oder gehst sie im Geiste durch, wenn unten meine Beispiele zur Kunden-Ansprache kommen:

 

Das erwartet dich inkl. vielen Beispielen:

  • Die rätselhafte Geschichte eines Website-Relaunch-Flops
  • #1 Sei erkennbar für den, der ein echtes Problem hat.
  • #2 Zeige deine Expertise für genau das Problem und dass du es schon mal gelöst hast
  • #3 Kommuniziere detailliert, unmittelbar, und im Jargon der Kunden
  • #4 Biete die Lösung für jenes echte Problem (und biete keine Lösungen für Probleme, die keine sind).
  • # 5 Vermarkte dich im größeren Stil (jetzt erst)
  • Fazit: Wie sieht deine Website aus?

Gemäß einer Studie, die ich neulich irgendwo gelesen habe, verdient ein Großteil der Coaches unter 20.000€ im Jahr. Das ist leider kaum genug, um irgendwie gut davon zu leben.

Die oft größte Herausforderung: laufend neue KundINNen anziehen! (sollte ich mal nicht gendern, bitte: ich meine immer beide Geschlechter).

Kommen über deine Website bereits aktiv genug Interessenten auf dich zu?
Oder eher nicht?
Ich starte mit einer wahren Geschichte…

 

Die rätselhafte Geschichte eines Website-Relaunch-Flops

Ich hatte diesen Website-Kunden aus dem Coaching-Bereich. Er hatte eine einfache kleine Website, auf die eine Google-Werbeanzeige geschaltet war. So kamen die Besucher.

Diese einfache kleine Einzelseite – ja, die ganze Website hatte nur genau eine Seite! – generierte laufend Kunden und befeuerte sein ganzes Business. Komplett. Er konnte davon leben.

Die Seite war irgendwann mal ganz fix entstanden. Daher war sie auf das aller Wesentlichste reduziert. Die Anzeigen auf Google holten Suchende zu genau seinem Angebot ab, die lasen diese eine Seite, und meldeten sich sogleich.

Dann wollte sich der Coach „professionalisieren“, weitete die Website aus. Die Texte wurden länger, er wollte z.B. unbedingt seine Ausbildungen nennen. Alles sollte wissenschaftlich fundiert dargestellt sein.

Der selbe Coach, ähnliches Bildmaterial. Das selbe Thema. Die selbe Google-Anzeige.
„Nur“ komplett neue Texte, verpackt in schickem, modernem Design (wobei sogar die Farbgestaltung ähnlich blieb).

Vom laufenden Business runter auf NULL

Das Ergebnis: NIEMAND hat sich mehr gemeldet!
(Ich war weder Autor noch Marketing-Beraterin für diese neuen Texte, ich habe es quasi in schickes Design gegossen. Richtig schick).

Das hat mich wach gerüttelt, das war ein Schlüsselerlebnis!

Fieberhaft ging ich auf die Suche nach Erklärungen, und fand sie bald (nicht im Auftrag, das machte ich für mich).

Das Design ist es nicht

So viel vorweg: Design ist überbewertet 🙂
Das sage ich nicht, weil ich Design nicht mag, schließlich hab ich lange selbst Webdesign gemacht. Gutes Design kann total helfen, aber es ist nicht entscheidend.

Design ist schön, und wenn du es gern designt haben willst, stört das nicht.

Design kann guten Inhalt aufwerten und strukturieren – aber es macht NIE schlecht fokussierte Texte wett!

Social Media ist es auch nicht

Stell dir vor, du machst lauter Postings in Social Media, die ja meist auf die Website zeigen – und die führt einfach nicht dazu, dass sich jemand meldet! Nützt so nix.

Wäre nur mehr Arbeit mit auch nicht mehr Ergebnis.
Nein, du musst bei dir beginnen…

Herz und Hirn deiner LeserINNEN erreichen

Ich fand Antworten, indem ich mich damit beschäftigte, welche Elemente auf einer Website entscheidend sind, genauer: welche Textelemente wichtig sind.

Oder noch viel besser ausgedrückt: Was beim Leser im Kopf und im Herzen passiert, je nachdem, was er vorfindet, was er liest (Stichwort hier: Neuro-Marketing).

WIE die Texte gemacht sein müssen. WIE sie im Gehirn des Lesers wirken. Dazu gibt es eigene Forschung, und – mehr im englischen Raum – eigene Profis: man nennt das dort „Copywriting“. Der Text heißt dann „the Copy“.

Im Deutschen kann man höchstens sagen: „Werbetexten“. Klingt doof und langweilig und nach Verkaufsmasche.

Doch ganz im Gegenteil. Es ist sogar ein alles entscheidender Faktor. Es ist hoch psychologisch mit unseren Texten, und daher auch so spannend.

Wobei die Texte nur das Endergebnis sind – zugrunde liegt dein tiefes Kunden- und Problemverständnis, das du hier spiegelst. Oder eben auch nicht.

Mir wurde sehr klar: es lag am Inhalt der Website.

(Jener Coach hat später wieder viele seiner alten Texte eingebaut in das neue Design. Er hatte in der Eile der ersten Website spontan Vieles richtig gemacht. Und als er mit dem Kopf anfing, alles durchzugrübeln, lief es nicht mehr).

 

„Was soll ich nun konkret tun?“ – warum du dir unbedingt deine Zielgruppen klar machen musst

Ok, ich hoffe, du willst langsam wissen, was jetzt das Geheimnis um die Inhalte deiner Website ist, und was du ZUERST leisten musst, damit es klappt!

Die allermeisten Coaching-Websites ähneln sich in ihren Themen, ihrer Allgemeinheit, und den vielen „Floskeln“ (nenne ich jetzt mal so), die sich dort wiederholen, ohne irgend jemanden zu erreichen.

Wenn dein Traum also nicht gleich wieder scheitern soll, ist es wichtig, sich eines klar zu machen: eine deiner größten Herausforderungen wird das Anziehen neuer KundINNen sein.

Laufend. Und es ist leider nicht super-einfach, weil:

Coaches gibt es wie Sand am Meer.

Und das sag ich jetzt nicht, weil ich dich davon abbringen will.
Sondern weil es ganz einfach die Wahrheit ist.

Ich könnte es machen wie so viele Online-Marketer, und dir sagen: ja, ist alles ganz einfach. Du wirst High Price Coach, die Leute rennen dir in 3 Monaten die Bude ein. Musst nur eine Facebook-Ad schalten, dann ein Webinar, und dann hast du mit Leichtigkeit dein 6-stelliges Business (oder gleich die Million).

Nö.

Das Problem mit Sand am Meer ist: es gibt so viel davon, dass er per se  (erstmal) nicht viel wert ist. Und ich als coaching-williger Kunde habe die Wahl aus hunderten und aberhunderten Anbietern.

Und: die Sandkörner unterscheiden sich kaum voneinander. Erste Aufgabe ist, deinen Sand „besonders“ zu machen.

Dein größtes Problem ist, dich in einer überfüllten Branche bemerkbar zu machen (nichts anderes heißt Marketing), und für passende Kunden überhaupt erkennbar zu werden als ihre Lösung (als GENAU ihre Lösung).

Du musst deinen Sand am Strand verkaufen.

Das wird Arbeit werden. Einfach eine Website reicht nicht!

Daher kommen jetzt:

 

Die 5 Notwendigkeiten für gutes Online-Marketing für Coaches inkl. Textbeispielen

Das Problem mit dem vielen Sand am Strand führt zur Notwendigkeit Nummer 1:

#1 Sei Erkennbar für den, der ein echtes Problem hat.

Ich hätte jetzt auch schreiben können: „Du musst dich einzigartig und spitz positionieren“.
So drücken es die Marketer halt aus. (Vielleicht hast du das schon öfter gehört und es langweilt dich sogar… lies bitte trotzdem weiter).

(Wenn du dich auf deiner Seite bereits eng auf genau 1-2 Kunden-Avatare festgelegt hast, dann kannst du direkt unten weiter lesen, dann klick bitte hier, um zum Kapitel „Der beste Einstieg oben auf deiner Website“ zu springen.)

Klingt selbstverständlich, dass du für einen, der ein Problem hat, erkennbar sein musst. Ist es aber in der Praxis bei der Umsetzung nicht.

Ja, oft ist nicht mal das konkrete Problem bekannt, das du lösen willst… ergo wird es nicht benannt auf deiner Website bzw. in deiner Kommunikation, wo immer sie stattfindet.

Ich stelle immer wieder fest: die meisten Coaches glauben entweder, bereits spitz positioniert zu sein, oder zumindest, die Probleme potentieller Kunden oder eine Lösung doch erkennbar beschrieben zu haben.

So weit ich sehe, ist das selten tatsächlich der Fall!
Doch leider zahlt kaum jemand einfach so für ein bisschen allgemeine Begleitung im Leben.

Oder, das ist auch nicht selten: du willst dich eigentlich nicht spitz positionieren.
Denn du bist ja Coach geworden, um vielseitig zu arbeiten.
Du hast jede Menge Ausbildungen, willst sie alle nutzen, und ganz individuell arbeiten.
(dazu mehr gleich noch unter Punkt #2…).

Wer hat Leidensdruck, was ist das Problem?

Aber: für wen bist du denn wirklich am besten geeignet? Kannst du wirklich jedem gleich gut helfen und willst du mit jedem arbeiten? Gibt es manche, mit denen es viel mehr Spaß macht oder die viel besser zahlen können? Wer hat wirklich einen Leidensdruck (eine wichtige Frage)?

Wenn du es machst, wie so viele (Life)Coaches, dann möchtest du wahrscheinlich mindestens 3 der folgenden Themen-Komplexe (oder ähnliche weitere) abdecken:

Coaching zu Privatleben und Beruf, Berufungsfindung, nächste Karriere-Stufe, Bewerbungsgespräche, Veränderungen im Betrieb, Kommunikationsprobleme, Konfliktschlichtung, Work-Life-Balance, älter werden, Trauerbegleitung, das Leben so im ganz allgemeinen besser bewältigen und gestalten, Stress in der Familie, gute Mutter sein, Paartherapie,  Interkulturelles, Streitschlichtung.

Für Jugendliche wie für Leute mittendrin, und auch für Senioren. Deine Methoden sind für alles und jeden da, gar kein Problem. Ich kenne gar nicht so wenige Coaching-Websites, die 5 der Themen oder sogar ALLE nennen.

So bist du NICHT erkennbar und arbeitest gegen die Hirne deiner Website-Besucher:

Durch die Breite an Themen bist du dann schnell gezwungen, ganz allgemein zu formulieren (etwa „Ich bin Begleiterin auf Ihrem Weg, gemeinsam erarbeiten wir Ihre Lösungen.“).

Frage: wie erkennbar bist du für jemanden aus deinen X Zielgruppen als GENAU seine Lösung? Wenn das alles auf deiner Website steht?

Antwort: leider kaum bis gar nicht.

Ich weiß, du denkst, deine Website-Besucher navigieren zu dem Punkt, der für sie passt. Deine Website-Besucher suchen sich schon selber das passende heraus. Du gehst davon aus, dass dein Besucher alles interessiert durchforstet. Je mehr du machst, denkst du, desto besser. Umso größer der Kreis potentieller Kunden.

Das ist leider ein ganz ganz großer Irrtum!

Das Geheimnis heißt: Fokus. Nicht: die große Suche.

Erster wichtiger Hinweis: mische nie Berufsberatung und Privat-Coaching (jedenfalls nicht auf einer Website).

Gerade für Firmen oder Manager ist es abschreckend, wenn du das tust. Die wollen jemand, der sich voll und ganz im Firmenleben auskennt, die Mechanismen dort versteht, die Karriere-Wege und die Innensicht kennt!

Im Business-Coaching wird (meistens, aber nicht immer) deutlich mehr bezahlt, hier ist die Konkurrenz dafür noch größer.

Abgesehen davon: SocialMedia-Kanäle musst du entsprechend auswählen, die haben auch berufliche und private Ausrichtung, also wirst du dir enorm schwer tun mit einem Mix.
Denn was verbreitest du wo? Alles überall? Das ist kein guter Weg.

Am besten geht: genau 1 Zielgruppe. Ich empfehle höchstens 2 verwandte
(pro Website, mehr dazu unten für die hartnäckig Vielseitigen).

Aus Sicht deines Website-Besuchers gesprochen: Wir können 5 Dinge / Punkte / Aufzählungen / Menüpunkte noch halbwegs gut überblicken.
Aber bereits das ist anstrengend für uns Menschen. Das ist aus Marketing-Sicht schon zu viel.

Wenn du hingegen genau für eine Zielgruppe dann 5 passende Blog-Artikel hast, ist das kein Problem – denn das sollten alles Aspekte sein, die zu deinem Besucher passen. Damit er sich darin erkennt.

Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, mit jeder weiteren Zielgruppe und jedem Punkt im Menü, dass deine Seite einfach nur wieder verlassen wird, enorm an.

(Wenn ich solche Websites teste, dann springen über 50% der Besucher sofort wieder ab, ohne irgendwas auf der Seite zu lesen oder zu klicken!).

Ebenso sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktaufnahme.

Und das musst du zuerst wirklich verstehen. Wie es für den EINZELNEN ist auf deiner Website.

Denn du siehst die große Menge und deine Wünsche, alle zu bedienen und vergisst das…

Wechsle die Perspektive: sei ein einzelner deiner Website-Besucher

Wechsle daher bitte mal von deiner eigenen Perspektive auf die eines einzelnen konkreten Besuchers mit einem akuten Thema. Nimm nur die Mutter um die 40, nur den Jugendlichen vor seinem ersten Bewerbungsgespräch, nur den karriere-wütigen Manager.

Der eine Besucher, der – egal mit welchem – eben mit genau seinem Problem kommt, muss sich auf deiner breit aufgestellten Website durch 80-90% Irrelevantes kämpfen. JEDER Besucher findet dann nur einen kleinen Teil Relevantes! (Oft wird zusätzlich mit vielen allgemeinen Worthülsen um sich geworfen, s. unten).

Oder stell dir einfach mal den Manager vor, total ehrgeizig, der jetzt Karriere machen will. Und der liest, dass du auch Müttern mit ihren Kindern hilfst und Erstbewerbern – und Paaren in ihrem Ehekrach. Wird er glauben, du seist die/der Richtige für wirklich ihn? Nein! Und du selbst lässt ihn das glauben.

Merke: Je mehr Themen du hast, umso weniger Prozent deines gesamten Website-Inhalts beschäftigen sich mit genau dem einen Besucher, der gerade da ist.

Am Ende findet sich daher keiner wieder. Und meldet sich auch nicht. Und du wunderst dich.
Wo du doch so viel anbietest.

Die Neuromarketing-Forschung kennt das Problem. Aber kaum ein Website-Besitzer.

Für deine 1 Zielgruppe legst du nun die Website aus. Mach für diese einen Blog, wenn du willst. Beschreibe das Problem und das Ziel jeweils detailliert (komme ich noch dazu). Nenne viele Einzel-Aspekte. (Übrigens: der Coach ganz oben aus meinem Flop-Beispiel hatte sich bereits glasklar positioniert).

Wenn du wirklich viele Zielgruppen bedienen magst, will ich dich gar nicht aufhalten. Ich sage dir nur ganz ehrlich, wenn du auch Kunden über deine Website generieren willst, tust du dann besser daran, mehrere Websites zu betreiben, oder innerhalb deiner Website lauter einzelne „Inseln“ (LandingPages) zu schaffen.

Vorausgesetzt, du hast wirklich das Wissen um die Zielgruppen (was nicht immer zutrifft).

 

Der beste Einstieg oben für deine Website

Die meisten Coaches verstecken sich hinter immer ähnlichen „Worthülsen“.
Schnell werden Coaching-Websites beliebig und austauschbar. Ich mache es konkreter.

Das nachfolgende sind KEINE guten Ober-Überschriften bzw. Slogans für deine Website oder Werbeanzeigen, und auch keine echten Problem- bzw. Lösungsbeschreibungen. Bitte sieh es beispielhaft und prüfe gedanklich gleich deine eigenen Texte mit dem Rotstift:

„Ich begleite Sie auf Ihrem individuellen Entwicklungsweg.“

„Wir erkennen Ihre Potentiale und machen daraus Stärken.“

„Ich begleite Sie auf Ihrem Weg der Herausforderungen zu neuen Lösungen.“

„Training für Unternehmen – für Ihre effektive Kommunikation.“

„Mit mir erreichen Sie endlich Ihre Ziele und erfüllen sich Ihre Träume.“

„Ich bin deine Begleiterin für das Lösen von Blockaden. Damit Wandel und Wachstum möglich werden.“

Warum sind die so nichts wert? Sie sind nicht konkret. Sie haben nichts mit einem realen Problem zu tun. Sie passen für alles und jeden. Sie zeigen nicht, wofür du stehst.

Und das hier sind bessere beispielhafte Slogans:

„Wenn deine Beziehung kurz vor dem Aus steht und du deine Familie retten willst:“

„Ich bin Stefanie Müller und ich helfe frisch gebackenen Teamleitern dabei, den ungewohnten Weg vom Kollegen zum Chef zu gehen. Wir schlagen die Brücke zwischen Teamplay und Autorität.“

„Die anderen ziehen dauernd an Ihnen vorbei? Werden Sie endlich der Manager, der Sie sein können und verdienen Sie das ersehnte Spitzen-Gehalt.“

Was ist hier besser? Es wird ein echtes Problem benannt. (Derjenige sollte übrigens klar eins haben. Einfach nur im Leben irgendeinen Wandel erleben, älter werden, Träume und Ziele haben, und Potentiale spüren sind keine echten Probleme, am Rande bemerkt. Solche Texte kannst du raus kürzen – mehr dazu unten).

Es wird emotional gesprochen sowie eine konkrete Sorge und ein konkretes Ziel benannt (z.B. Familie retten. Chef werden unter Kollegen. Und so weiter.). Das kannst du NUR, wenn du dich auf eine Zielgruppe eingeschossen hast.

Wenn du dir das mal ansiehst im Vergleich wirst du merken: vom Start weg sprichst du sofort etwas an, was denjenigen gerade beschäftigt. Und dann hast du ihn am allerersten kleinen Haken. Ansonsten fängt der schon an zu gähnen…

Kommen wir zum nächsten Punkt, den du absolvieren musst:

 

#2 Zeige deine Expertise für genau das Problem und dass du es schon mal gelöst hast

Die eigene Expertise heraus zu stellen ist die nächste Herausforderung für dich. Die meisten Coaches versuchen das mit einer Auflistung diverser Ausbildungen, Methoden oder auch Experten, denen sie folgen.

Oder mit folgender Argumentation, mach grad einmal den Selbsttest:

Kleiner Selbsttest für den „individuellen Methodenkoffer“:

Trifft folgendes auf dich zu als deine Arbeitsweise als Coach, würdest du es so oder ähnlich ausdrücken:

„Ich habe einen großen Methodenkoffer zur Verfügung. Ich kann auf jeden meiner Kunden daher ganz individuell eingehen und absolut vielseitig arbeiten, genau nach den Bedürfnissen, die wir dann herausarbeiten. Ich finde die passende Coaching-Methode für das Problem. Ich arbeite total ganzheitlich. Das ist mein Alleinstellungsmerkmal / Besonderheit / USP / etwas ganz Tolles.“

Nope. Ist leider nix Tolles, sagt (fast) jeder Life Coach über sich, den ich bisher so getroffen hab. Oder, es ist womöglich toll, aber hilft dir nicht, Kunden zu überzeugen (und ist daher sogar schädlich für dein Marketing!).

Auch wenn du so „individuell“ arbeiten kannst: aus Sicht deiner Kunden ist das leider nicht erfolgversprechend und erweckt wirklich kein Vertrauen.

„Mein Kunde will doch individuell behandelt werden?!?“

Warum denn nicht? Fragst du vielleicht. Das ist doch toll, wenn mein Kunde so individuell behandelt wird! Für meinen Kunden!

Leider ist das keine Demonstration von Expertise.

Jetzt überleg mal: dein Kunde will, dass du sein Problem schon dauernd und mehrfach erfolgreich gelöst hast. Er möchte am liebsten von 5 bisherigen Kunden von dir lesen, dass die das selbe Problem hatten wie er (dann fühlt er sich auch nicht so komisch damit). Und dass diese deine Kunden heute sagen, dass es ihnen jetzt viel besser damit geht.

Dein Kunde möchte, dass du ExpertIN für genau sein Problem bist und NICHT, dass er jetzt erstmal mit dir das herausarbeiten muss, und dann probierst du deine Methoden durch.

Und dann wird das schon irgendwie und irgendwann funktionieren (das ist das, was sich dein Kunde dabei denkt, wenn er hört, dass du „ganz individuell“ auf ihn eingehen wirst).

Nein, dein Kunde hätte am liebsten, dass du ihn besser kennst als er sich selbst kennt (das finden wir Menschen immer verblüffend und toll)!

Menschen wollen Expertise für genau ihr Thema. So einfach ist das.

Aber deine Vielseitigkeit wollen sie nicht! Das willst DU.
Und – zack – verlierst du die Interessenten an enger aufgestellte Experten.
Oder bessere Kommunizierer.

Ja, ich weiß: so was fühlt sich für dich jetzt nicht so gut an. Deine Coaching-Ausbildung war recht allgemein. Du willst / darfst / kannst kein Heilversprechen geben. Jede Kundin und jeder Mensch ist anders. Du willst individuell arbeiten.

Du möchtest nicht vorab irgendwas aussagen, was du vielleicht hinterher nicht halten kannst. Und du weißt natürlich, dass es ganz viel von der- oder demjenigen und dessen Eigenverantwortung abhängt, ob es ein Erfolg wird oder nicht.

Du kannst dich aber leider nicht verstecken. Deine potentiellen Interessenten spüren, ob du selber glaubst und weißt, ob du ihnen helfen kannst.

Wenn du allgemein bleibst in deinen Texten und Aussagen, dann ist das oft insgeheim eine Absicherung für dich. Du willst dich nicht festlegen, vorher auch keine Lösung skizzieren…

Und so kommt kaum einer vorbei für ein Erstgespräch, mit dem du individuell sein Problem erarbeiten könntest! Es erkennt sich ja keiner!

Also: da musst du drüber springen. Was derjenige genau erreichen will, musst DU verstehen, und auch VORHER kommunizieren, sonst kannst du keinen anziehen.

Für das Zeigen von Expertise lösche unbedingt das Unnötige, füge das Wesentliche ein:

Verzichte auf Coaching-Methoden-Listen und Worthülsen

Nimm als erstes deine ganzen Methoden-Listen raus. Jedenfalls von der Startseite (du kannst sie ja gern irgendwo am Ende von „Über mich“ oder unter einem Punkt „Methoden“ auflisten, dann kann der Interessierte dort nachlesen gehen).

Jeder Life Coach hat so um die 5-10 Ausbildungen und Methoden (ein regelrechter Wettbewerb unter den Life-Coaches und immer das Gefühl bei dir: „ich weiß noch nicht genug“, nicht wahr?).

Folgendes (beispielhaft) sagt nichts über dich aus und ob du jetzt irgendein Problem lösen kannst:

Gestalt- und Gesprächstherapie, systemische Aufstellungen, gewaltfreie Kommunikation, Rollenspiele, Moderation, Fragetechniken, ich gebe Ihnen Feedback, zertifizierter NLP-Coach, Gruppendynamik, Wing Wave xy Facilitator…

Achtung:  Es besteht zudem die große Gefahr, dass deine Kunden überhaupt nicht verstehen, wovon die Rede ist.

Dir mögen viele Begriffe und Experten deiner Branche was sagen, den meisten Kunden nicht.

Deine Besucher verstehen vor allem nicht, was SIE davon haben, am Ende klingt das noch alles sehr mühsam…

Einzige Ausnahme: deine Kunden fragen wirklich explizit dauernd und alle nach einer Methode (hatte ich bei einer Kundin, die traditionelle chinesische Medizin lehrte und anwandte, die wollten das und suchten auch danach).

Auf deiner Methoden-Seite (so du sie überhaupt hast) könntest du in wenigen Stichpunkten zu jeder Methode erklären, was diese Methoden denn nützen für das Problem.
Dass du mit dem Unterbewusstsein Kontakt aufnehmen kannst, weil der Kopf immer alles zergrübelt oder du das Nervensystem neu programmierst, oder ähnliches. Mach es anschaulich.

 

Hier noch ein paar Beispiele für grandiose Worthülsen

…die du getrost streichen kannst, und die nichts mit Problemverständnis oder Zeigen von Kompetenz zu tun haben:

„Ich verbinde handfeste Businesserfahrungen mit ausgeprägter Reflexionsfähigkeit und bin kommunikationsstark.“ (Dass du – kurz und nur für die Zielgruppe passend! – etwas über dich schreibst, ist gut und wichtig. Aber das hier ist bla bla…)

Beispiel Unternehmenskommunikation: „Durch bessere Kommunikation entsteht reibungslose Zusammenarbeit, Sie bekommen schnellere Ergebnisse. Durch weniger Reibungsverluste verringern Sie Ihre Kosten. Durch gute Gesprächsführung gibt es weniger Missverständnisse. Ich biete individuelles Training für Ihre Mitarbeiter für bessere Kundenbeziehungen“.
(So las ich ellenlange Texte bei einem Kommunikationscoach. Selbstverständlichkeiten werden allgemein erläutert und nichts davon hebt dich von anderen ab).

„Du kommst zu mir, wenn du vor einer neuen Herausforderung im Privatleben stehst und noch keinen so rechten Plan dafür hast.“
„Ich helfe dir bei Veränderungsprozessen, die in jedem Leben einmal vorkommen.“
(? Bitte, hier weiß nun wirklich überhaupt niemand, was gemeint ist… wer bitte hat nicht täglich irgendeine Herausforderung? Und jetzt? Problem nicht klar, Lösung nicht klar, kein Ziel. Weg mit solchen Platz-Vergeudern.)

„Du bist bei mir richtig, wenn du aus Konflikten mit einem guten Ergebnis hervor gehen willst.“ (Äh – welcher Konflikt? Warum belastet mich das? Worum geht es hier überhaupt? Beruflich mit dem Chef? Privat in der Ehe? Alles davon? Spricht niemanden an…)

„Effektive Arbeitsweisen, schnelle Konfliktlösung und Lösungsansätze für eine optimale Zusammenarbeit sind mein Markenzeichen.“ (Abstrakt und Blaaaa…. Du kannst solche Dinge vollständig weg lassen, die du über dich behauptest.)

„In jedem Leben gibt es Phasen, wo wir nach neuen Lösungen suchen und vor Problemen stehen. Gemeinsam steigern wir Ihre Lebensqualität.“
(Raus damit. Da kauft sich jemand dann ein neues Sofa oder geht mit ihrer Freundin quatschen… wenn dich jemand bezahlen soll, muss er Leidensdruck haben.)

„Mit ehrlichem Feedback und gezieltem Fokus finden wir gemeinsam deinen individuellen Weg, um aus den Krisen Chancen zu machen.“ (Bitte: das ist vollständig austauschbar und könnte jeder Coach 1:1 auf seine Website setzen… und weg damit…)

„Lernen Sie, Altes los zu lassen und sich neue Perspektiven zu erschließen.“

Noch etwas: oft lese ich, dass lange darüber referiert wird, wie gearbeitet wird (z.B. beim Spazierengehen oder Online). Auch das ist recht unwesentlich und gerade Coaching im Gehen bieten viele bereits an.

Also dehn das nicht aus – du kannst in einem Satz sagen, dass dein Coaching ortsunabhängig online möglich ist und daher total bequem für deine Klienten. Oder ihr gern auch raus gehen könnt. Aber das ist nix Besonderes.

Das ist stattdessen deine Aufgabe:

  • Zeig wenn es geht auf deiner Website Testimonials / Referenzen zu genau dem einen Problem.
    Zeig, dass du dies schon mal gemacht hast und lösen kannst. Wenn du keine hast, lass sie weg, dann tut es auch folgender Punkt:
  • Nimm – in wörtlicher Rede, in Anführungszeichen! – genau die Gedanken auf, die sich dein potentieller Kunde zu seinem Problem denkt. Wenn du das wiedergeben kannst, bist du einerseits wirklich Experte dafür, und außerdem erkennt es auch dein Website-Besucher.
    WICHTIG: Das hier ist eines der mächtigsten Werkzeuge! Nutze es! (siehe eigens jetzt folgend #3)

 

#3 Kommuniziere detailliert, unmittelbar, und im Jargon des einen Kunden

Ich möchte den vorherigen Punkt jetzt konkreter machen, mit besseren Textbeispielen.

Sie zeigen die Detail-Tiefe, auf die du runter musst, um Menschen zu erreichen.

Überlege bitte, was KONKRETE KundINNen von dir bisher mitgebracht haben an KONKRETEN Fragen und Themen. Ganz detailliert! Damit zeigst du mehr Expertise als mit allem Gerede drum herum.

Wenn du es gut machst, geht das in 5-7 Stichpunkten. Nicht mehr.
Verblüffend einfach, kurz und knackig und für die meisten doch so schwierig!

Beispiel Expertise zeigen / Spiegelung aus dem Bereich Paartherapie:

Konkrete Situation des Kunden / Ziel / Wunsch hier: Ehekrise, Beziehung retten.

„Ich möchte endlich wieder mit meinem Partner ins Gespräch kommen, ohne zu streiten.“
„Ich habe das Gefühl, dass mein Partner etwas verbirgt und nicht offen und ehrlich ist. Ich hätte so gerne eine vertrauensvolle Basis.“
„Ich habe schreckliche Angst, dass unsere Beziehung zerbricht, und was das dann für unsere Kinder bedeutet!“
„Ich wünsche mir so sehr ein harmonisches Familienleben…“
u.s.w.

Beispiel aus dem Bereich Führungskräftetraining:

Konkrete Situation: ist neu ChefIN geworden, hat jetzt ehemalige Kollegen unter sich.

„Ich bin mir einfach jeden Tag unsicher, wie ich meine neue Rolle leben soll. Das ist furchtbar anstrengend.“
„Meine früheren Kollegen blockieren, wenn ich ihnen Aufgaben übertrage – wahrscheinlich denken sie, ich habe diesen Posten nicht verdient.“
„So heimlich beschleicht mich das Gefühl, ob so ein Chefposten nicht sehr einsam ist. Das gemeinsame Mittagessen war früher immer so nett, jetzt sind alle so distanziert.“
„Soll ich mich autoritär verhalten, oder eher kumpelhaft? Ich weiß einfach nicht, was das richtige Maß ist.“
u.s.w.

Beispiel aus dem Bereich Bewerbungstraining

Konkrete Situation: hat ein Vorstellungsgespräch vor sich, ist noch einigermaßen unerfahren damit.

„Ich habe keine Ahnung, was ich anziehen soll. Ich will auf keinen Fall overdressed und schon gar nicht underdressed sein.“
„Was soll ich bloß auf die Frage nach meinen Schwächen antworten? Ich will ja auch ehrlich bleiben…“
„Oh Gott, muss ich da englisch reden?“
u.s.w.

Beispiel aus dem Bereich Personal Life Coaching – Familie

Konkrete Situation / Ziel / Wunsch: Mutter hat totalen Stress mit den Kindern

„Mein Leben ist nur noch ein einziger Albtraum. Kein Tag vergeht ohne Geschrei und endlosem Stress zu Hause. Ich könnte heulen.“
„Ich mache mir solche Sorgen, ob ich eine gute Mutter bin. Ich verliere manchmal einfach völlig die Nerven und raste aus. Obwohl ich das überhaupt nicht will! Ich will einfach nur das Beste für meine Kinder!“
„Meine Kinder machen partout ihre Hausaufgaben nicht und die Schulnoten stürzen ab. Ich hab schon alles versucht. Drohen, Aufmuntern, Ausflippen… aber ich komme einfach nicht mehr ran an die Kinder. Was geht bloß in ihnen vor?“
u.s.w.

(Diese Texte sind beispielhaft für ein paar der 1.000 möglichen Themen und frei von mir erfunden, sind also evtl. keine echten Gedanken. Bitte daher nicht kopieren – du musst das aus deinem eigenen Kundenverständnis heraus generieren!).

Gerade bei Personal Life Coaches habe ich teils das Gefühl, du denkst, die Leute kommen zu einem Spaziergang zu dir, um mal ein bisschen nett über eine Neuausrichtung des Lebens zu plaudern. So lesen sich oft die Website-Texte.

Bitte werde realistisch: du solltest für dein Coaching ja was verdienen. 100€/h oder mehr ist für die meisten Privatpersonen viel Geld! Bitte mach dir klar: ohne benanntes konkretes Problem mit Leidensdruck wird er/sie das nicht bezahlen.

Dein einzelner Kunde will einfach erstmal nur sehen, dass du ihn wirklich verstehst!
Dass du Ahnung von genau seinem Thema hast und einfach weißt, was ihn/sie bewegt.

Hierfür kannst Du einfach die Gedanken und Gefühle derjenigen Menschen beschreiben, die du anziehen willst. Als direkte Rede, oder ähnlich. Aber sehr konkret, wie in den Beispielen.

Dann ist davon auszugehen – und deine LeserINNEN tun das auch – dass du ihnen helfen kannst und wirst.

Psychologisches Prinzip:
Wenn wir uns verstanden fühlen, trauen wir dem anderen sofort Lösungskompetenz zu. Eigentlich nur dann. Dafür aber sehr schnell (ob es realistisch ist oder nicht…).

Auf die Ebene musst du jetzt runter!

 

Wie kannst du nun sehr lange gratis Vorgespräche vermeiden, wo dir die Menschen hinterher wieder abspringen mit dem Feedback, dass sie nicht sicher sind, ob du ihnen echt helfen kannst?

Das ist die eine Aufgabe, mit der sich Life Coaches oft am schwersten tun:

 

#4 Biete die Lösung für jenes echte Problem (und biete keine Lösungen für Dinge, die keine Probleme sind).

Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig darüber geschrieben wird auf den ganzen vielen Coaching-Websites, was man denn davon hat, wenn man mit dir arbeitet.

Wahrscheinlich denkst du, das sei selbstverständlich oder das malt sich dein Interessent selber aus – was ein Irrtum wäre. (Oder du kannst den Zielzustand nicht benennen, weil es eben keinerlei wirkliches Problem gibt, das im Fokus steht.)

Das hier ist übrigens KEINE Art von Ziel- bzw. Lösungsbeschreibung, die ich meine:

„Wir begeben uns auf Lösungssuche für deine Themen aus allen Lebensbereichen. Du erreichst mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und spürst wieder Leichtigkeit und Lebensfreude.“

Das ist deshalb nicht nützlich weil: Hier kauft sich jemand erstmal ein Selbsthilfe-Buch und fährt in den Urlaub, um sich zu entspannen für Leichtigkeit und Lebensfreude. Es ist einfach nicht spezifisch genug, denn es treibt niemanden um, dass er/sie nur ein bisschen Klarheit und Selbstbewusstsein bräuchte.

Ganz ehrlich: sowas wird zudem einem als zutiefst dringend empfundenen Problem einfach nicht gerecht. Gerade jemand, der wirklich Hilfe braucht, fühlt sich evtl. nicht ernst genommen!

Und hier sind Beispiele, wie eine Lösungsbeschreibung aussehen könnte – und wiederum siehst du, das geht nur, wenn du dich spezifisch entschieden hast, wofür du da bist:

Beispiel Lösungsbeschreibung Bewerbungstraining:

„Nach der Vorbereitung mit mir weißt du genau, was du souverän antworten wirst, wenn du nach deinen Schwächen gefragt wirst – ganz ohne ins Schwitzen zu geraten. Außerdem haben wir deine Antworten vorher geübt.

Wir erarbeiten gemeinsam die optimale Kleidung, passend zu der Firma, bei der du eingeladen wurdest / wo du hin möchtest. Du machst damit den perfekten ersten Eindruck.

Durch meine Fremdsprachen-Expertise kannst du mit mir im geschützten Raum bereits das Gespräch auf englisch üben, wenn das für deine zukünftige Stelle wichtig ist. Lieber vorher, als dort im Gespräch ins Stottern zu geraten!“

Und weitere Punkte dazu. Für alle Sorgen: zeige einen Zielzustand auf!

Beispiel Lösungsbeschreibung Paarcoaching:

„Natürlich kann ich dir nicht versprechen, ob eure Beziehung zu retten ist oder ob eine Trennung nötig wird.

Doch wir werden uns gemeinsam – mit oder ohne deinem Partner – den tiefer liegenden Gründen für eure Konflikte widmen. Du wirst lernen, wie du, nur ausgehend von deiner eigenen Änderung deines Verhaltens, bereits eine Veränderung anstoßen kannst.

Wir werden uns deine unerfüllten Bedürfnisse und die deines Partners näher ansehen. Wir werden ebenso klären, ob und wie diese Bedürfnisse alle innerhalb der Partnerschaft abgedeckt werden müssen – oder welche anderen Lösungsmöglichkeiten es gibt. Für dich selbst wie für euch gemeinsam.

Falls eine Trennung unumgänglich werden sollte, helfe ich dir, mit der neuen Familiensituation klar zu kommen und zeige dir viele Möglichkeiten auf, wie dies schonend für eure Kinder geschehen kann.“

Und immer so weiter. Worum wird es gehen? Was kannst du tun, um zu helfen? Auch hier gilt: ganz KONKRET auf die vorher etablierten Sorgen und Probleme antworten.
Wie kannst du die Sorgen angehen, die derjenige mitbringt, und wo du hiermit beweist, dass du sie kennst?

Und noch was: verzichte hier auf allzu wissenschaftliche Hintergründe. Das ist schnell sehr abstrakt.

Beispiel Lösungsbeschreibung Mütter am Nervenzusammenbruch:

„Wir kümmern uns zunächst um dich selbst und stellen fest, wie du ganz persönlich erst einmal aus der Stress-Situation aussteigen kannst. Denn erst, wenn du ruhiger bist, kannst du dies auch auf deine Kinder wieder übertragen.

Denn es geht auch um dich als ganze Person, nicht nur als Mutter.
Danach zeige ich dir mit vielfach bewährten Ansätzen, wie du Konfliktsituationen gekonnt den Wind aus den Segeln nimmst, indem du der Wut bzw. der Energie deiner Kinder Raum gibst. Ohne, dass alles im Chaos endet (mit dem so genannten „Wut-Zelt“).

Ich zeige dir zum Schritt-für-Schritt-Nachmachen, wie du gemeinsam mit deinen Kindern einfache Regeln etablierst, die sie auch akzeptieren – weil ihr sie alle gemeinsam als Familie aufstellen werdet. Und auch deine Kinder dürfen ihre Bedürfnisse dabei einmal offen äußern.“

Und so weiter! Klingt doch spannend, oder?

(Hab ich ganz gut erfunden, finde ich. Hab das im Fernsehen bei der Super-Nanny gesehen und war schwer beeindruckt… wie gesagt, alles nur fiktive Beispiele. Für dein Thema musst du jetzt selber ran.)

Siehst und spürst du den Unterschied zu oben? Ich hoffe sehr.

Es geht nicht einfach nur um „Klarheit und Leichtigkeit“. (Das ist ohnehin eher der Bla-bla-Kategorie zuzuordnen, und Menschen mit Problemen fühlen, dass ihnen das allein nicht helfen wird). Es geht nicht darum, irgendwo mal spazieren zu gehen (wie gesagt nur die Form).

Du stellst nicht irgendeinen Lösungsansatz zur gemeinsamen Erarbeitung in den Raum, der im Dunklen bleibt und sich dann schon finden wird. Sondern deine Interessenten wollen wissen, was sie erwarten dürfen und was du zu tun gedenkst.

Das ist echte Expertise.

 

# 5 Vermarkte dich als Coach für ein einzelproblem (jetzt erst)

Dein Marketing fängt unmittelbar zuerst bei dir an. Nicht mit SocialMedia Posts oder Facebook-Ads oder Automatisierungs-Tools für die eMails. Ich hoffe, ich konnte das aufzeigen.

Der erste Schritt ist, wie bis hierher erläutert:

Überhaupt erstmal in „funktionierende“ Worte packen können, wer du bist, wofür du stehst, für wen genau. Für dein gesamtes Marketing tust du dich sehr viel leichter, wenn du ein einziges Problem her nimmst und vermarktest. (Nimm andere später dazu). Nimm eins, das du wirklich gut kennst.

Diese (neuen) Texte finden sich auf deiner Website wieder, in Social Media Posts, in deinen Werbeanzeigen.

Erst, wenn du gelernt hast, hier richtig gut zu texten, besser gesagt: zu kommunizieren, wird’s was mit dem Marketing! Ab dann funktionieren übrigens auch deine Anzeigen.

Du kannst eine Werbeanzeige auch mit genau den Zitaten schalten, also mit deinen Kunden-Gedanken.

Andersrum gesagt: wenn du ein super breit aufgestellter Life-Coach bist, wird die beste Agentur große Schwierigkeiten haben, dich zu vermarkten, und du würdest Geld verbrennen.

Du brauchst dazu KEINE riesige Website. Eine einzige Seite, bezogen auf das Problem, reicht sogar für den Anfang! Mehrfach ausprobiert und bewiesen! Geht sogar besser.

Kürzer und passender ist immer besser und einfacher als viel und breit, was die Online-Welt angeht.

Unten liste ich gleich nochmal den Aufbau einer solchen Website auf.

Folgender Weg funktioniert jetzt (meist) am schnellsten, um als Coach Kunden zu gewinnen:

Du schaltest eine Google-Werbeanzeige auf deine jetzt sehr spezifische Seite. Warum Google? Weil du dann jemanden abfangen kannst, der genau jetzt am Computer sitzt und nach genau seiner Problemlösung aktiv sucht (anders als in Facebook, übrigens).

Das Gute an Google ist: du bist gezwungen, dich damit auseinander zu setzen, was die Leute überhaupt googlen (bezogen auf dein Angebot), was dir zusätzlich hilft, die Probleme besser zu verstehen.

Das Prinzip funktioniert einfach: du hinterlegst eine Liste von Suchworten, zu denen du dann bei Google gegen Bezahlung oben angezeigt wirst.

Wenn du dann genau in dem Moment, wo jemand danach sucht, mit deiner Anzeige – die auf die Website springt – auf ein Problem eingehst und deine Lösung glaubhaft und gekonnt beschreiben kannst, gewinnst du.

Und du wirbst dann bitte nicht auf sowas wie „Life Coach“! Auch nicht Business Coach. Sondern die Leute googeln viel konkreter: Bewerbungsgespräch Tipps, oder Paartherapie, Berufsberatung, und so weiter.

Allgemeine Suchworte helfen dir nicht, weil du keine Ahnung hast, was derjenige eigentlich will, da Life Coach für 50 verschiedene Probleme stehen kann (gleiches gilt für die so oft gewollte Suchmaschinen-Optimierung, am Rande bemerkt). Da würdest du ebenso Geld verbrennen.

Falls du Social Media Posts machen willst: hier funktioniert es nicht, Angebote von dir zu posten.
Auf Social Media postest du Inhalte, Tipps und Wissenswertes, keine Angebote. Wenn du das nutzen willst, starte einen Blog, schreib tolle Stories und Aspekte, oder mach einen Podcast. Das ist insgesamt ein längerer Weg. Der auch sehr gut funktioniert.

Alternativ kannst du auf Social Media ebenso bezahlte Werbung schalten, aber dann muss dies z.B. auf ein gratis PDF oder ein gratis Webinar sein.
Du investierst immer entweder Geld oder (viel) Zeit – Marketing mit Werbung oder Marketing mit Inhalten.

Im Online-Marketing gilt darüber hinaus: testen, testen, testen. Schalte nie nur eine Anzeige, sondern wenigstens 3 Alternativen. Probier (wenn du Google nimmst) verschiedene Suchworte für deine Anzeigen durch. Variiere deine Website dafür (Reihenfolge, Gedanken, Bildmotive). Lass dich durchaus beim systematischen Testen unterstützen, wenn du dir unsicher bist.

Wahrscheinlich solltest du dir auch beim Texten helfen lassen, denn es ist unglaublich schwer, das wirklich brillant hin zu bekommen.

Wir sind aus unserer Eigensicht einfach zu nah dran…

Vielseitige Coaches und das Marketing

Falls du wirklich vielseitig arbeiten möchtest, und dich nicht für eins entscheiden kannst: OK. Was ist dann das beste für dein Marketing? Mach für jeden Typ Kunden und für jedes Problem eine eigene Website!

Oder kombiniere höchstens 2-3 Themen aus beruflich ODER privat.

Und mach für jeden Kunden-Typus eine sehr spezifische Unterseite. Klingt das mühsam? Vielleicht ist es das.

Aber was um alles in der Welt hilft es dir, wenn du mit deiner oft so bezeichneten „Bauchladen“-Website nun mal nicht die ersehnte Vielseitigkeit beruflich leben kannst und eben nicht Kunden aus allen Bereichen anziehst? Wenn du daheim sitzt, und keiner meldet sich? (Häufigste Situation von Life-Coaches).

Wenn deine Werbung super teuer wird, weil du einfach gaaaanz breit in die Welt hinaus bläst, und keiner dich als ProblemlöserIN wahr nimmt?

Die einzelnen Seiten müssen nicht ewig lang sein, um zu funktionieren.
Aber du musst rein in Details. Und die Probleme WIRKLICH kennen, die du lösen willst.

Übrigens: eine Google-Anzeige führt dann immer auf die spezifische Unterseite, nicht die allgemeine Startseite!

 

Fazit – wie sieht deine Website aus?

Wie sieht die Website aus, die richtig gut funktioniert, und wo sich auch Leute bei dir melden?
Es ist eine Zusammenfassung der Punkte oben:

  1. Entscheide dich für den Fokus deiner Website.
  2. Schmeiß zuerst alle Worthülsen, allgemeinen Überschriften, Bla-bla und Methodenlisten raus bzw. verbanne letztere auf eine Unterseite für wissenschaftlich Interessierte.
  3. Tauche gedanklich ein in EINEN Website-Besucher. Nur für den und sein konkretes Problem und Ziel schreibst du jetzt los. Wichtig: es muss ein echt existierendes und einigermaßen dringendes Problem/Ziel sein.
  4. Du fängst oben an mit einer Bomben-Überschrift, die mindestens das Problem nennt und ggf. die Zielvorstellung enthält. Werde sehr konkret und sei emotional. Verwende am besten 2 starke Adjektive.
  5. Starte mit ein paar Sätzen (z.B. gern in wörtlicher Rede), was demjenigen im Kopf umgeht. Das ist mit der wichtigste Part. Du startest IMMER mit dem Problem des Kunden und dem Wiederspiegeln von dessen Sicht.
    5 Sätze reichen aus, aber die müssen sitzen.
  6. Wenn du Coach im privaten Bereich bist, kommt jetzt ein Abschnitt über dich, der darf hier ein bisschen länger sein und deutlich persönlicher. Im Business-Bereich kommt der etwas weiter unten und besteht evtl. nur aus Stichpunkten mit Expertise aus eben dem Business-Bereich.
    Was du hier auswählst, sollte in beiden Fällen zum Problem passen!
  7. Wenn du sie hast, kannst du Testimonials einflechten, die kannst du auch verteilen. Nimm ein kürzeres im oberen Drittel auf.
  8. Nach dem Wiederspiegeln der Kundensicht beschreibe den Zielzustand, was dein Interessent nach der Arbeit mit dir hat (vorausgesetzt, er/sie macht eigenverantwortlich mit, was du gern dazu sagen kannst).
    Auch hier reichen ein paar Stichpunkte oder kurze Absätze, die jedoch die Wünsche deiner Kunden aufgreifen müssen.
  9. Denke UNBEDINGT an die Handlungsaufforderung! Stelle unmittelbar, am besten gleich hier, die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme her. Schreibe einen persönlichen netten Satz, um die Leute zur Kontaktaufnahme explizit aufzufordern. Mach das Erstgespräch immer gratis (wenn du nicht schon überlaufen bist, wovon ich grad nicht ausgehe). Sag das auch.

…zum Abschluss

Ich meine alles, was ich sagte, gar nicht böse oder vorwurfsvoll. Die Coaching-Ausbildung legt sich nicht auf bestimmte Probleme fest – also kommunizierst du so, wie du es von dort gewohnt bist.

Und das funktioniert dann plötzlich „da draußen“ nicht wie gewünscht, weil die Kunden ausbleiben oder nur tröpfelweise kommen.

Es ist NICHT besonders einfach, als Coach gutes Online-Marketing zu machen, denk an den Sand am Strand. Aber: es gibt genug Leute mit Problemen da draußen, die wahrscheinlich für dich bezahlen würden.

Wenn du ihnen denn beschreiben kannst, warum du wirklich ihre Lösung bist.
Dafür waren meine ganzen Beispiele oben.

Keine Sorge: für meine eigenen Sachen fällt mir das Texten genauso schwer. Wir sind zu nah dran an unseren eigenen Themen. Ist also keine Schande!!

Eventuell hilft es dir, dir von außen Beratung zu holen bzw. einen Textworkshop zu machen.
Der muss aber speziell auf diese „Copywriting“ Technik hin angelegt sein.

(Ich hab auch so einen im Programm, falls es dich interessiert, klick mal hier für meine Workshops).

Hat dir der Artikel gefallen, auch, wenn er direkt und kritisch war? Konntest du etwas mitnehmen? Hast du Ähnlichkeiten mit deiner Website erkannt?

Dann hinterlasse mir das gern in den Kommentaren und noch besser: teile diesen Artikel mit allen, die ihn deiner Meinung nach auch lesen sollten!

Liebe Grüße –

deine Anja

Titelbild von Gerd Altmann auf Pixabay mit eigenen Änderungen

Was kostet eine Website

Was kostet eine Webseite?

Das werde ich oft gefragt – doch was kann ich sinnvoll antworten? Wohl irgend etwas zwischen 7.000€ und 500€, wenn du Einzelunternehmer und keine große Firma bist.

Es gibt so viele verschiedene Webseiten mit unterschiedlichen Zwecken. Es sollte lieber zuerst darum gehen, was du brauchst, was du dir als Ergebnis wünschst.

Webseite ist nicht gleich Webseite

In meinem Video erkläre ich dir verschiedene Zielsetzungen und Preiskategorien und unterhalb des Videos findest du Fragen, die dir helfen können, deine Bedarfe zu erkennen.

Das Video zum Thema

Faktoren, die den Preis einer Website beeinflussen – was ist dein Bedarf?

Folgende Fragen können dir helfen, zu bestimmen, wo du hin willst. Daraus werden sich Anforderungen an deine Webseite ergeben. Diese Liste ist zusätzlich zum Video zu sehen.

Vielleicht hast du bisher auch noch garnicht an den ein oder anderen Punkt gedacht:

  1. Soll deine Webseite „von allein“ Kunden anziehen bzw. Umsatz generieren. Oder dient sie dir als reine Online-Visitenkarte?
  2. Ist dein Konzept klar – wen sprichst du an mit der Seite, welche Texte und Bilder passen zu deiner Zielgruppe? Warum sollten Website-Besucher etwas genau bei dir bestellen?
    Brauchst du Hilfe bei deinem Business-Konzept? Bist du schon „reif“ für eine Website?
    (Es geht hier wirklich nicht darum, mir oder jemand etwas zu beweisen. Sei einfach ehrlich mit dir selber. Im Zweifelsfall können die Fragen gemeinsam geklärt werden.)
  3. Für welche Werte stehst du?
  4. Hast du schon ein Logo bzw. ein CorporateDesign – soll das noch erstellt werden oder ist dir das nicht so wichtig?
  5. Soll die Webseite ein für dich individuell entwickeltes Design bekommen – oder reicht dir eine fertige Vorlage?
  6. Sind dir die Farben klar, die verwendet werden sollen?
  7. Welche Stimmungen sollen rüber gebracht werden?
  8. Machst du die Bildrecherche und/oder Fotos, oder soll das für dich gemacht werden?
  9. Wer macht die Bildbearbeitung? Alle Bilder sollten zugeschnitten und herunter gerechnet werden. Ansonsten wird deine Seite schnell sehr langsam (der häufigste Fehler bei Web-Anfängern).
  10. Erstellst du deine Texte oder soll dir damit geholfen werden? Wäre ein Interview sinnvoll? Oder möchtest du Texter haben?
  11. Wie steht es mit den Suchbegriffen bei Google – sind diese für deine Themen klar, und soll passend dafür geschrieben werden? Oder ist das für dich nicht so wichtig? Wenn ja – wer macht die Analyse und wurde diese schon gemacht?
  12. Welche Ansprüche hast du an dein Hosting? Schnell und zuverlässig? Oder Hauptsache günstig? Achte in jedem Fall darauf, dass SSL/https (die sichere Übertragung von Daten) in deinem Tarif enthalten ist.
  13. Wer soll deine Datenschutz-Seite befüllen? Kennst du dich aus oder brauchst du Hilfe?
  14. Wer soll Sicherungskopien und Wartung übernehmen?
  15. Welche angeschlossenen Tools soll es geben – Besucherstatistiken, Newsletter, Shop? Um die häufigsten zu nennen.

Ich hoffe, du siehst, wie unglaublich variabel ein Webseiten-Projekt sein kann. Im Detail gibt es oft noch mehr Fragen.
Ein von vornherein „blind“ genannter Preis (etwa ein fester Preis ohne Gespräch) führt oft garnicht zum gewünschten Ergebnis! Und das hat Nachteile für dich.

Sind dir die Möglichkeiten und Variablen der Webseite klar?

Ich erlebe oft in meinen kostenlosen Beratungs-Gesprächen, dass viele Möglichkeiten und auch rechtliche Vorschriften noch garnicht richtig bekannt sind.

Deshalb: sei fair zu dir selbst. Gib dir Antworten auf die Fragen in der Liste.
Zu welchen Punkten hättest du gern Hilfe, kannst du manche vielleicht nicht beantworten?
Und reicht dir eine Seite „von der Stange“ oder möchtest du Individualität?
Überleg dir, ob es Sinn macht, ein paar hundert Euro zu sparen für etwas, das hinterher nicht wirklich passt.

Auf einem Workshop erzählte mir eine Frau: „Ich habe mir eine Webseite von einem Inder für 500€ bestellt.“
Ich: „Wie zufrieden bist du mit der Seite?“
Sie: „Die Seite ist aktuell garnicht online.“
Ich: „Warum nicht?“
Sie: „Da gab es wohl ein Verständigungsproblem. Ich wollte eine ganz ruhige, stilvolle Seite. Und das Ergebnis war ganz modern und überall hat sich was bewegt. Das war einfach nicht mein Ding so. Aber wenigstens habe ich mich jetzt mit meinen Texten und Inhalten beschäftigt.“

Fazit

Deshalb denke bitte für dich darüber nach, ob du dein Business- und/oder Gestaltungskonzept nicht lieber gemeinsam mit deinem Web-Umsetzer entwickeln möchtest. Anderenfalls mache wirklich genaue Vorgaben.

Ich hoffe, mein Artikel konnte dir mit deiner Orientierung helfen. Denn das Preisthema scheint wirklich viele Menschen umzutreiben – und oft werden leider Äpfel mit Birnen verglichen.

Liebe Grüße und ganz viel Erfolg –
deine Anja

seo keywords finden keyword planer

Keywords finden – Schlüssel für die SEO Optimierung

Du machst eine Webseite, erneuerst sie oder schreibst einen Blog? Dann wünschst du dir natürlich auch Besucherströme (Traffic) auf deiner Seite! Damit Besucher kostenlos auf deine Seite kommen, müssen sie sie auch bei Google finden.

Es kann sehr interessant sein, vorher einmal nachzusehen, welche Begriffe (auch genannt Keywords) eigentlich gesucht werden, die zu deinem Thema passen. Und warum sich nicht auch gleich noch ein paar Vorschläge für ähnliche Begriffe anzeigen lassen? Dazu erkläre ich hier das Keyword-Planer-Tool von Google in meiner Anleitung. Und ich zeige dir eine Fallstudie am Beispiel.

Das Keyword-Planer Tool von Google

Mit diesem kostenlosen Service gibt Google Auskunft darüber, welche Begriffe (Keywords) wie oft im Web gesucht werden. Und das ist natürlich für dein Online-Geschäft und / oder deine Webseite eine sehr wichtige Informationsquelle.

Was machte Google leider Ende 2016? Sie änderten ihr wunderbares Tool und genaue Daten sind nur noch für zahlende Werbekunden einsichtig! Verloren ist dieses Tool dennoch nicht für uns, selbst wenn wir keine bezahlte Werbung schalten wollen – die Anzeige wird ein wenig ungenauer bwz. die Nutzung ein wenig umständlicher. Aber der Reihe nach.

Zuerst: ein AdWords Konto

Was du zuerst benötigst ist ein Google AdWords-Konto. Hiermit kannst du (wenn du willst) später auch Werbeanzeigen inmitten der Google-Suche schalten. Falls du schon einen Google Mail Account hast, kannst du dessen Daten gleich weiter verwenden für die Anmeldung.
Hier der Link zu Adwords: http://adwords.google.com/

Das Konto zu erstellen geht einigermaßen einfach, bei Fragen speziell dazu lies bitte auf der Google-Seite nach: https://support.google.com/adwords/answer/6366720

Bevor du zu deinem Konto bzw. dem Keyword-Planer gelangst, wirst du eventuell gleich aufgefordert, eine Werbeanzeige zu gestalten. Klick dich hier einmal durch bzw. wenn du die Option bekommst, Keywords auszuwerten, mach das. Es kann sein, dass du mit AdWords Express startest, dann kannst du etwas später bei der ersten Keyword-Eingabe auf AdWords umstellen. (Im Zweifel ist bei der Einrichtung eine Support-Hotline angegeben.) Hast du deine erste Anzeige erstellt, kommst du erst auf den eigentlichen AdWords-Bildschirm. Wenn du nicht werben willst, pausiere jetzt die Kampagne!

Keyword-Planer aufrufen

Hinweis 2018: Es gibt eine neue Version von AdWords, die ein wenig anders aussieht, als meine Screenshots! Stand 03/2018 konnte ich noch auf die alte Version zurück wechseln in der Ansicht. Du findest auch im neuen Look ähnliche Funktionen, wie von mir hier beschrieben, daher denke ich, du findest dich zurecht.

Nach deinem ersten Start kannst du im AdWords Konto oben in der Menü-Leiste unter Tools dann den Keyword-Planer aufrufen. Dort bekommst du mehrere Möglichkeiten:

Keyword-Planer Tool Google AdWords

Die verschiedenen Möglichkeiten im Keyword-Planer von Google AdWords

Gehe einmal auf Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen (im Bild 2. Option von oben). Ich gebe bei Standort Deutschland ein und speichere das.

Suchworte analysieren

Dann fügst du oben in die Liste deine vermuteten / gewünschten Suchworte ein, zu denen deine Webseite in Zukunft gefunden werden soll bzw. worum es eben bei dir geht. Immer mit Komma getrennt. Evtl. ist es auf 3 Keywords gleichzeitig beschränkt.

Keyword-Planer Anleitung Beispielsuche

Beispiel: Suche im Keywordplaner nach ein paar Begriffen

Wenn du das Suchvolumen abrufst, wirst du deine Keywords nach folgenden Bereichen eingeteilt sehen (bzgl. der Suchanfragen pro Monat):
• 0 bis 10
• 10 bis 100
• 100 bis 1 Tsd.
• 1 Tsd. bis 10 Tsd.
• 10 Tsd. bis 100 Tsd.
• 100 Tsd. bis 1 Mio.
• 1 Mio. bis 10 Mio.

Diese Angaben sind recht ungenau, aber geben dir eine erste Einschätzung. Daneben erhältst du noch Angaben zum Wettbewerb in den Kategorien Niedrig, Mittel oder Hoch. Das sagt dir, wie viele andere Menschen zu diesen Keywords bereits mit AdWords werben. Es sagt dir allerdings nicht, wie viele Seiten es schon zu dem Thema gibt, die einfach so als Suchergebnisse erscheinen (der Wettbewerb bezieht sich also wirklich nur auf Werbung-Schaltende).

Ich möchte zum Thema Ungenauigkeit allerdings darauf hinweisen, dass auch die früher genauer angezeigten Suchvolumen nur Schätzungen waren. Wirklich genaue Anzeige- und Klickzahlen siehst du erst, wenn du einmal eine echte Werbekampagne geschaltet hast. Doch nun weiter zum Thema Keyword-Recherche und Planung, soweit sie für uns kostenlos möglich ist.

Prognose-Funktion nutzen: Die Vorschau als „Barometer“

Dafür kann man jetzt die Prognose-Funktion für Werbekampagnen nutzen. 

Ziel ist, anhand der geschätzten Anzeigen-Einblendungen (Impressionen) bei fiktivem beliebig hohem Budget zu schauen, für welches Keyword wie viele Einblendungen angezeigt würden (was ein Gradmesser dafür ist, wie oft das Wort gesucht wird).

Wenn du eine Reihe geeignet erscheinender Keywords gefunden hast, fügst du sie dafür zum so genannten Plan hinzu. In der Zeile des jeweiligen Keywords ist ganz rechts ein Doppelpfeil, den du für die gewünschten Keywords anklickst. Diese Spalte heißt auch „Zu Plan hinzufügen“(s. oben im Bild auf der rechten Seite).
Hinweis neue Version von AdWords: markiere die gewünschten Keywords, dann kommt oben ein blauer Balken und dort kannst du „Zu Plan hinzufügen“ wählen.

Rechts erscheint dann im AdWords-Fenster eine neue Einblendung „Mein Plan“. Klicke dort unten auf den Button „Plan überprüfen“. (Im neuen AdWords hast du dafür links eine Spalte und dort den Eintrag „Planübersicht“).

Google AdWords Keyword Planer Progrnose

Leistungsprognosen je Keyword. Die Zahl der vermuteten Impressionen ist interessant.

Im nachfolgenden Fenster (s. Bild) schaust du dir nun die Prognosen für deine Keywords an. Dazu gibst du erstmal ganz links oben bei Gebot etwas ein (das ist der Wert, den du bereit wärst, pro Klick auf deine Werbeanzeige zu zahlen). Gib aber einen (fiktiven) hohen Betrag ein, denn wir wollen für die Prognose quasi unendlich viel Geld zur Verfügung stellen. Du kannst z.B. 10€ eintippen oder mehr.
In der neuen Version brauchst du kein Gebot mehr, du siehst automatisch, was du zahlen müsstest.

Rechts oben stelle ich noch ein, dass ich Prognosen für den Zeitraum Monat sehen will – mit „Speichern“ bestätigen. Sofort wird die Tabelle unten gefüllt.
Wechsle auf den Tab Keyword. Zusätzlich kannst du bei den Keyword-Optionen „Genau passend“ wählen, um den exakten Wortlaut zu testen. Die Option genau passend erkennt man auch daran, dass die Keywords in eckige Klammern gesetzt werden.

Nun wirfst du einen Blick auf die Spalten. Hinten bei Durchschn.Pos. siehst du, auf welcher Position auf einer Google Suchseite deine Anzeige wäre (erhöhe für diese Analyse dein Gebot oben so lange, bis du auf Position 1 kommst, falls es zu niedrig war).

Was uns jetzt interessiert, ist die Spalte Impr. Das steht für Impressionen, und sagt aus, wie oft deine Anzeige zu dem jeweiligen Keyword zu sehen wäre. In meinem fiktiven Beispiel wäre das Keyword [blumen] das bei Weitem am meisten angezeigte (und damit auch das am meisten gesuchte – logisch, denn die Einblendung kommt nur, wenn jemand auch danach gesucht hat).

Interessant sind daneben die Spalten Klicks und CTR (Click-through-rate). Die CTR gibt dir das Verhältnis von Impressionen zu Klicks an, wie viel Anteil also von allen Impressionen zu einem Klick führen wird. Obwohl blumen so viele Einblendungen hat, ist die CTR am kleinsten. Relativ am meisten geklickt würde nelken.

Die CPC (cost per click, Kosten pro Klick) sagen dir den Preis für bezahlte Anzeigen und hängen unmittelbar mit dem Wettbewerb zusammen. Am billigsten wäre tulpen, am teuersten hundefutter (ja, mein Beispiel ist inhaltlich nicht sinnvoll…). Vorausgesetzt, du würdest eine Kampagne für all diese Begriffe schalten und 10€ als maximale Klickkosten akzeptieren (und deine Anzeige mit deiner Webseite verknüpfen), hättest du einen Traffic von geschätzt gut 5.300 Klicks bei Kosten von über 17.000€ (abzulesen aus der Spalte Gesamt). Wir wollen aber jetzt nicht werben, sondern die guten Begriffe finden.

Schlussfolgerungen aus der Keyword-Analyse

Was heißt das ergo für deine Keywords? Nun, wenn sich deine Webseite um Blumen dreht, könntest du auf das Wort Blumen optimieren, aber möglicherweise wärst du mit Unterseiten zum Thema Tulpen und Nelken nicht schlecht dabei. Diese werden nicht so oft gesucht (Zahl der Impr.), aber im Verhältnis öfter angeklickt. Hier ist wahrscheinlich ein spezifisches Interesse der Suchenden dahinter. Spezielle Unterseiten zu Teilen oder Aspekten eines Themas machen oft Sinn hinsichtlich Google.

Du solltest weitere Blumensorten (bzw. natürlich Aspekte deines Themas) als Keywords testen. Oder du testest noch Blumenzwiebeln, winterharte Blumen, das Wort Pflanzen, u.s.w. Generell hält sich der Wettbewerb bei den Blumen in Grenzen (was du ja schon von der ersten groben Auswertung her weißt). Wenn du Tiernahrung verkaufst, wirst du bei Hundefutter einigermaßen viel Konkurrenz erwarten dürfen, erkennbar am Preis. Es wird schon um einiges häufiger gesucht als Katzenfutter.

Am besten liegst du natürlich, wenn du Begriffe oder Phrasen (= Teilsätze) findest, die häufig gesucht werden (hohe Anzahl bei Impr.) und wo der Wettbewerb niedrig ist (günstige CPC). Bedenke: du bekommst vielleicht etwas weniger Traffic (d.h. Besucher) auf deine Seite bei nicht ganz so populären Begriffen, aber es ist für dich billiger zu werben bzw. leichter, auch in den „organischen“ unbezahlten Treffern zu landen. Und du kannst möglicherweise eine geeignete Nische / einen wichtigen Aspekt eines Themas bedienen, was leichter ist als dort zu sein, wo alle sind.

Dies geht neben Spezialthemen mit ganzen Suchphrasen, oder Longtail-Keywords (z.B. Hundeleine mit Strass-Steinchen statt Leine). Oft allerdings sind Themen mit viel Wettbewerb bei Kunden beliebt und das Interesse ist hoch. Achtung noch einmal: der Wettbewerb bezieht sich immer auf alle Werbenden von AdWords, nicht darauf, ob es viele natürliche (organische) Treffer bei Google dazu gibt! Du kannst also aus dem CPC nicht erschließen, wie gut deine Konkurrenz auf unbezahltes organisches Ranking in den Suchtreffern optimiert ist. Aber die Anzahl Impressionen ist eine Messgröße dafür, wie oft das Wort gesucht wird.

Bedenke ebenso: falls du etwas verkaufst, was nur wenige Menschen suchen, jedoch hoch spezialisiert ist und damit teuer verkaufbar, dann funktionieren für dich auch die Treffer mit wenigen Suchanfragen.
Verwende vor dem Texten auf deiner Seite genug Zeit auf die Keyword-Recherche! Teste Varianten, Synonyme, Formulierungen. Google selbst deine Keywords, ließ die jeweils ersten Treffer-Seiten dazu und schau, was an Inhalten geboten wird. So erhältst du möglicherweise weitere Ideen für andere Keywords oder Phrasen und lernst nebenbei deine Wettbewerber kennen.

Übrigens: Auch die Google-Suche selbst zeigt dir verwandte Suchanfragen an.

Google macht dir aktiv Vorschläge

Zusätzlich gibt es auf der Startseite des Keyword-Planers (alte Version) noch eine Ideen-Vorschlags-Funktion für Keywords. Bzw. wenn du die neue Ansicht hast, bekommst du recht automatisch auch gleich Vorschläge angezeigt.

Adwords Keyword-Planer Vorschlags-Funktion Keywords finden

Nach neuen Keyword-Vorschlägen suchen lassen

Klicke dich zuerst auf die Startseite von AdWords und wähle dort diese Option.

Nach Eingabe deiner bestehenden Keyword-Ideen bekommst du eine Liste weiterer Keywords als Vorschläge angezeigt. Ich habe das einmal mit Blumen, Tulpen, Nelken als Eingabe ausprobiert. Eine große Ideen-Liste von Google war das Ergebnis:

Keyword Vorschläge im Keyword-Planer-Tool von AdWords

Keyword Vorschläge im Keyword-Planer-Tool von AdWords

Interessant zu sehen: Koriander und Lilien wären eventuell Kandidaten für wirklich oft gesuchte Begriffe bei niedrigem Wettbewerb! Die Arbeit lohnt sich also!

Ein letzter Tipp und Hinweis – Begriffe kannst du wie folgt formatiert eingeben:
Dein Keyword (ohne Formatierung): sucht nach diesem und ähnlichen Begriffen oder Schreibweisen.
„Dein Keyword“: alle Treffer zu jedem einzelnen Wort deiner Suchphrase. Sucht in einer so genannten passenden Wortgruppe, d. h. es werden (bei diesem Beispiel) alle Treffer zu „Dein“ und alle zu „Keyword“ gesucht und zusammengezählt. Nicht immer sinnvoll.
[Keyword]: sucht nach exakt diesem Wort. Diese Suche solltest du immer mitnutzen, sie ist am genauesten.

Falls du bezahlte Werbung schalten willst

Vielleicht überlegst du jetzt auch, einmal Werbung über Google zu probieren. Achte dann bei deiner Recherche auf die Angaben bei Wettbewerb und die geschätzten Klickpreise!

Je mehr Leute zu einem bestimmten Begriff Werbung schalten, desto teurer wird es für dich, einen Klick auf deine Anzeige zu erhalten. Deine Anzeige erscheint immer, wenn jemand das Keyword sucht – doch damit sie angeklickt wird, muss sie erfahrungsgemäß auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse landen. Dazu musst du unter die ersten 1-4 (besser 1-3) Werbeplätze kommen.

Und diese Plätze werden an den Meistbietenden „versteigert“, wobei Google dabei auch einrechnet, ob deine Seite im Google-Ranking bereits gut bewertet ist. Dann bekommst du quasi einen Bonus, musst also etwas weniger zahlen für die Positionierung. Je mehr Menschen werben, desto umkämpfter ist natürlich auch der Markt um dein Business. Eine Preisvorstellung für einen Klick erhältst du in der Spalte Vorgeschlagenes Gebot.

Und jetzt: Viel Spaß bei der Suche und Auswertung! Achtung, es kann Suchtcharakter annehmen, diese „Jagd“ auf die besten Begriffe.

Liebe Grüße und viel Erfolg,
deine Anja

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