seitentypen was ist eine landing page one pager

Seitentypen erklärt: Blog, Landing Page, Sales Page, One-Pager, Squeeze-Page??

Wenn du noch nicht sehr lange eine eigene Webseite hast, fragst du dich möglicherweise: „Was brauche ich denn eigentlich für Seitentypen – und für welchen Zweck?“
Ganz pauschal kann natürlich niemand sagen, was genau du brauchst. Die Bedarfe können sich auch im Laufe der Zeit ändern.

Vielleicht hast du manche oder alle oben stehenden Begriffe schon gesehen oder davon gelesen. Vor allem im Bereich des Online-Marketing haben sich Begriffe für bestimmte Seitentypen mit bestimmten Zielen etabliert.
Als nicht-Marketer kommen einem diese Bezeichnungen anfangs rätselhaft vor – ich werde hier einige wichtige nennen und erklären um Licht ins Dunkel des „Marketing-Sprech“ zu bringen. Danach entscheidest du.

Für WAS gibt es WELCHE Seitentypen

Blogbeiträge – aktuelle oder thematische Informationen

Einen Blog kennst du sicher schon und hast vielleicht selbst in einigen gelesen. Blogbeiträge sind ein weit verbreiteter Seitentyp, die auch ganz alleine ohne die anderen Seiten vorkommen können. Du hast in WordPress prinzipiell die Möglichkeit, entweder den Blog als Startseite anzuzeigen, wo dann alle Beiträge untereinander gelistet werden. Der aktuellste Beitrag steht standardmäßig oben.

Oder du nutzt als Startseite eine so genannte „statische“ Seite (die sich im Gegensatz zum Blog nicht dauernd ändert). Diese Einstellung änderst du übrigens im Dashboard links unter Einstellungen –> Lesen.

Ein Blog bringt immer den Vorteil mit sich, dass du zu jedem beliebigen Thema einfach schnell mal einen Beitrag verfassen kannst. Du musst diesen Artikel nicht in die Navigation einbinden, die Anzeigen zu den Beiträgen in WordPress (z.B. die Auswahl über die Kategorien) ermöglichen die Auswahl quasi automatisch.

Ein Blog schafft (vorausgesetzt, man schreibt regelmäßig) eine einfache Möglichkeit, laufend neue Inhalte (Content) auf die Seite zu bringen – und das mag Google und es schafft natürlich auch mehr Nützliches für deine Besucher. Deswegen würde ich sagen: führe ein Blog, auch wenn du eine andere Startseite hast.
Wenn dir viel Schreiben allerdings nicht liegt, ist es jedoch natürlich kein Muss. Du kannst auch nur mit statischen Seiten arbeiten. Beschäftigen wir uns jetzt mit den anderen Seitentypen, die vielleicht etwas weniger bekannt sind.

Der Seitentyp Landing Page

Eine so genannte Landing Page oder Deutsch Landeseite ist in der Regel eine statische Seite. Allerdings muss das nicht unbedingt sein, denn es könnte auch ein Blog-Beitrag zu einer Landeseite werden. Eine Landeseite wird in dem Moment zu einer solchen, da etwas Externes darauf verweist. Dies könnte etwa eine Werbeanzeige bei Google AdWords oder bei Facebook sein, oder ein Link von einem YouTube-Video aus. Eine Seite eben, auf der Besucher „landen“ können, nachdem sie einen (meist von dir) gestreuten Link angeklickt haben.

Der Begriff wird allerdings meist in Verbindung mit einer speziellen Absicht genutzt: ein (oft kostenpflichtig verbreiteter) Link auf diese Seite soll dir selbstverständlich nutzen, und deine Absicht kann der direkte Verkauf eines Produktes sein, oder aber die Eintragung deiner Besucher in deinen Newsletter. Bei solchen Seiten gibt es im Regelfall keine Seitenleiste und keine ausgehenden Links, sondern nur die Produktinfos oder ein z.B. ein Anmeldeformular.

Noch mehr Buzz-Words:
von Traffic, Conversion und Split-Tests

Die Menge der Besucher wird Traffic (Verkehr) genannt, die Erreichung deines Ziels (Verkauf, Eintrag in deine eMail-Liste) nennt man Conversion, auf Deutsch so viel wie Umsetzung. Eine solche Landeseite ist oft genau auf diese Umsetzung hin zugeschnitten und wird daher mehr oder weniger genau targetiert (auf eine Zielgruppe ausgerichtet).

Dies erfolgt durch die Verwendung spezieller Keywords (Schlüsselwörter) und Angebotsinformationen bis hin zu einer Sprache, die zur gewünschten Zielgruppe passt. Mitunter sind besonders auffallende Grafiken und Buttons entscheidend für die Conversion. Weil hier kleine Unterschiede wie die Wahl eines Bildmotivs und warme oder kalte Farben deutliche Auswirkungen haben können, entwickelt sich eine Art Wissenschaft um Landing Pages. Mit A/B-Tests, auch Split-Tests genannt, werden vergleichend verschieden gestaltete Landing Pages benutzt und in ihrer Conversion-Wirksamkeit gegeneinander ausgewertet.

Entschuldige die vielen englischen Business-Wörter – ich bin zwar kein Freund solcher wichtig klingenden Begriffe, aber sie werden so oft benutzt, dass du sie besser kennen solltest!

Vom Quetschen, Verkaufen und Anziehen

Eine Seite, meist als Landeseite beworben, die nur dazu dienen soll, Newsletter-Abonnenten zu gewinnen, wird Squeeze-Page genannt. Squeeze ist das englische Wort für „quetschen, drücken.“ Eine Mail-Adresse stellt natürlich ein persönliches und wichtiges Gut dar, ebenso das Recht, jemandem Nachrichten schicken zu dürfen. Deshalb wird im Gegenzug für die Mail-Adresse oft ein Gratis-Geschenk angeboten, auch „Freebie“ genannt.

Menschen, die sich in einen solchen Newsletter eingetragen haben, nennt die Marketing-Fachsprache „Leads„. Es handelt sich dabei um führende Interessenten, vielleicht kommt der Name daher. Menschen also, von denen du weißt, dass deine Themen für sie interessant sind. Das erwähnte Freebie heißt daher manchmal auch „Lead-Magnet„, etwas also, dass diese Interessenten anzieht.

Dies führt uns nun weiter zur Sales Page – ganz einfach gesagt ist dies eine Seite, auf der deine Besucher etwas von dir kaufen können. Diese Verkaufsseite wird ebenfalls eine Landeseite sein. In Online-Shops gibt es jede Menge und fast nur Verkaufsseiten. Falls du selbst ein Online-Business hast, kannst du die Verkaufsseiten natürlich extra bewerben.

Den Blog nutzt du vielleicht zusätzlich, um bei Google besser gefunden zu werden und um Vertrauen mit den LeserInnen in deine Fähigkeiten aufzubauen, bevor sie dann auf deiner Verkaufsseite ein Produkt erwerben wollen.

Die Strategie dahinter – einen „Trichter“ bauen

Manche Online-UnternehmerInnen verschicken den Link auf eine Verkaufsseite nur an Teilnehmer ihrer Webinare. Die wiederum waren Leser des Blogs, haben sich ein Freebie geholt, sind daher nun Leads, haben besonders hohes Interesse am Thema und kennen den Webinar-Veranstalter schon. Was in Summe eine wirklich gute Strategie für’s Online-Marketing ist 🙂
Du siehst also, hier stecken ganze Verkettungen von Aktivitäten dahinter, die man Sales Funnel, auf Deutsch „Verkaufstrichter“, nennt. Dazu werde ich einen eigenen Artikel verfassen.

Ob du nun also spezielle Lande- oder Verkaufsseiten brauchst und anlegen willst, hängt von deiner Absicht der Seite(n) ab. Wenn du ein Forum betreiben willst, wirst du keine Verkaufsseiten brauchen. Logisch. Und wenn du erfolgreich verkaufen willst, solltest du zuerst Kontakt zu wirklich interessierten Menschen aufbauen.

Wenn eine Seite alles sagt

Einen Begriff möchte ich noch erwähnen, denn der zugehörige Seitentyp wird immer beliebter.

Ein One-Pager kann (muss aber nicht) eine Verkaufsseite sein, sagt aber im Grunde nichts über die Absicht der Seite aus, sondern etwas über ihre Gestaltung. Hier werden alle wichtigen Informationen auf nur einer einzigen Seite möglichst übersichtlich dargestellt. Wobei genau genommen noch Links zum Impressum und Datenschutz abzweigen (müssen), oder das steht alles direkt im Footer. Dies ist eine recht moderne und sich aktuell verbreitende Art der Webseitenaufmachung.

Manchmal gibt es im Hintergrund noch mehrere Einzelseiten, und man verwendet zur Erstellung der Willkommensseite, die besondere Aufmerksamkeit verlangt, ein Design à la One-Pager. Im Gegensatz zu Blog-Artikeln, die mal mehr oder weniger gut sein können, sollte die Startseite herausstechen und deinen Besuchern klar machen, worum es bei dir geht. Und das schnell und übersichtlich.

Verkaufsseiten und Squeeze Pages sind eigentlich immer One-Pager und müssen in gewisser Kürze überzeugen. Jedoch gibt es auch sehr lange Seiten dieses Typs – die Länge und Gestaltung solcher Seiten ist allerdings einen eigenen Artikel wert.

Seitenleiste ausblenden – ein wichtiges Feature

Technisch ist es sinnvoll, eine Seitenleiste für die oben erwähnten Zwecke ausblenden zu können. Zum einen besteht auf einer Verkaufsseite für eine Seitenleiste kein unmittelbarer Bedarf. Zum anderen könnte der Besucher abgelenkt werden und statt etwas zu kaufen auf einen interessanten Blog-Artikel springen.

Und früher oder später wünscht man sich daher, man könnte die Seitenleiste wahlweise ein- oder ausblenden. Auch, wenn du mit einem One-Pager starten willst, stört alles Seitliche.
Manche Themes in WordPress bieten das Ausblenden von Haus aus an. Dann hast du z.B. beim Bearbeiten einer Seite rechts bei den Seiten-Attributen ein Template angezeigt (z.B. „Full width“). Die Auswahl desselben ermöglicht es dir, die gesamte Seite mit Inhalten zu befüllen, ohne Seitenleisten.

Das manuelle Ausblenden ist natürlich auch möglich, ist aber mit ein wenig Einfügen von Code und Kenntnissen dazu verbunden. Am besten also, du suchst dir ein Theme, was das unterstützt!

Ich hoffe, ich konnte dir einen guten Überblick über die Thematik geben. Überlege bei der Planung deiner Seite nun, welche Seitentypen du nutzen willst. Auch für später – und suche dir am besten ein flexibles Theme in WordPress dafür aus.
Noch Fragen? Schreib mir gern einen Kommentar.

Liebe Grüße,
deine Anja

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