Wie du die „geheime Kraft“ deiner Website entfesselst

Es gibt eine elementare Zutat, die Websites zu ihrem Erfolg verhilft (bzw. deinem gesamten Business, egal, ob offline – oder eben online). Lass mich dir von meiner „Reise“ dazu erzählen.

 

Der Anfang

Als ich begann, Websites zu erstellen, drehte sich bei mir zu Anfang viel um die Technik. Aus der Welt kam ich quasi – also zählte das.

Selbstverständlich ist bei Webseiten auch das Design ein entscheidender Faktor – in meiner letzten Anstellung am Museum habe ich viel mit Designern gearbeitet, deren Wissen aufgesogen (da ging es zwar um Ausstellungen, aber die Grundlagen sind ähnlich).

Und später habe ich diverse Bücher dazu gelesen. Im Laufe der Zeit konnte ich erheblich bessere Designs für meine Websites erstellen als zu Beginn.

Ich lernte dessen „Regeln“ – ja, man kann es doch Regeln nennen – und entwickelte daraus meine eigenen Designs. Aber die Wünsche meiner Kundinnen waren mir doch immer wichtiger als einfach nur „schnieke“ zu sein. Ein Auftrag war z.B., die Website selbst gebaut aussehen zu lassen – auf keinen Fall durchdesignt 🙂 – OK für mich. Spannende Anforderung.

Ich merkte in meiner Zeit am Museum aber auch: für einen Designer ist sein Design das oberste, teils auch das einzig wichtige Kriterium. Schon damals wollten wir Ausstellungsteile speziell für Kinder entwickeln, sehr anschaulich und plakativ. Kurzum: mit unseren Designern war dies nicht möglich.

Denn alles sollte kubisch, schick und reduziert sein. Das Ganze ist sehr sehr designstark – aber daher nicht unbedingt immer zielgruppengerecht gewesen. Schon da hatte ich eine Ahnung, noch nicht der Weisheit letztem Schluss begegnet zu sein (bezogen auf Design im Allgemeinen).

Design ist eben nicht alles…

Das passiert leider bei Websites auch häufig. Oft liegt sehr viel Aufmerksamkeit auf dem Design, ohne dass klar ist, was davon und ob es überhaupt bei der Zielgruppe wirkt. Oder die Inhalte gehen darüber ziemlich unter (Designer reduzieren gern. Das ist nicht immer falsch, das meine ich nicht – aber es muss auch noch was rüber kommen von den Inhalten).

Mitunter ist der eigene Geschmack der große Antrieb hinter dem Design (von dir oder vom Designer) – was aber nicht heißen muss, dass es für die Zielgruppe optimal ist oder sehr wichtig 😉 Denn über Geschmack lässt sich streiten (wohlgemerkt – es gibt ästhetische Grundregeln, die einzuhalten tatsächlich gut sind).

Oft erlebte ich auch, dass meine Kundinnen mit ihren bisherigen Technikern oder Designern (meist war der Umsetzer mehr das eine oder das andere…) nicht wirklich zufrieden waren. Sie fühlten sich auf ihrer Website nicht ganz richtig wiedergegeben – oder die Seite war für sie selbst nicht bedienbar.

Gut, also: da musste noch mehr sein.

 

Es wurde komplexer: Marketing-Aspekte

Dann kam das Marketing dazu. Ich lernte, dass Designer in ihrer Ausbildung kein Marketing-Wissen vermittelt bekommen!

Oder jedenfalls meistens nicht. Fragt man Marketing-Spezialisten hinterher zum Design, stellt sich heraus: viele unter Design-Aspekten eingebrachte Elemente wirken NICHT optimal für die Besucher.

Für das Marketing gelten nämlich wieder andere Regeln – bestimmte Elemente etwa sollten an bestimmten Stellen platziert sein, oder auffällige Farben haben. Dies beeinflusst Klick-Raten (man sagt auch: Conversion-Raten) und dies wiederum beeinflusst den Erfolg einer Website. Das gefällt Designern nicht unbedingt – „es stört die Harmonie.“

Designer sind Künstler – keine Marketer!

Also las ich hier wieder viele Bücher und Blogs, z.B. über den „perfekten“ Aufbau von z.B. LandingPages (das sind einseitige Websites, oft ohne Navigation, die zumeist für spezielle Werbekampagnen erstellt werden). Hierzu gibt es richtig viel Forschung – es ist eine halbe Wissenschaft! Wow.

Bemerkbar macht sich hierbei jedoch auf jeden Fall auch die Textausgestaltung – also der Inhalt!

WIE der geschrieben ist, wann welche Elemente kommen. Wie sehr sie den Website-Besucher emotional abholen. Ob sie gut auf seine Themen eingehen oder nicht. Ja, die REIHENFOLGE der Elemente auf der Seite macht wirklich unterschiede. Farben auch, vor allem Aufmerksamkeitsfarben für bedienbare Elemente.

 

Suchmaschinenoptimierung Google SEO

Und wiederum als nächstes beschäftigte ich mich mit SEO. Zu Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Das war ein häufig nachgefragtes Thema. Ich las „alle“ Regeln (OK, sehr viele) hierzu und diverse Best-Practices (denn die genauen Kriterien werden von Google gar nicht veröffentlicht.)

Ich stellte im Lauf der Zeit fest: Nicht die Regeln entscheiden so sehr (auch wenn es viele formale Kriterien gibt).

Sondern vor allem und letztendlich, ob du zu interessanten Themen interessante Dinge schreibst. (Was auch ein Grund ist, warum hier Agenturen mitunter keine Erfolge erzielen – und nicht immer realistische Versprechen machen).

Der Inhalt muss nun mal einfach gut sein, und die Agenturen schreiben ja deine Inhalte gar nicht! Meistens jedenfalls nicht – und woher sollten sie auch dein Fachwissen haben? Es wäre auch zu kurz gedacht: dein Inhalt soll – irgendwie von jemand anders – für Google optimiert sein. Und deshalb wird dann dein Business ein Erfolg? Nope.

Der entscheidende erste Schritt für solch eine Optimierung ist auch gar nicht, auf deiner Seite irgendwas zu machen! Sondern es geht darum, heraus zu finden, was die Menschen da draußen zu deinem speziellen Thema suchen und wissen wollen. (Das heißt Suchwort- oder Keywordanalyse).

Sie ist für mich ein schönes und wertvolles Instrument – und worum geht es? Um die Menschen! Um ihre Bedürfnisse. Langsam kommen wir dem „Schlüssel“ und jener „geheimen Kraft“ auf die Spur.

Tracking – was machen deine Website-Besucher

Noch eine Sache mehr, die ich entdeckte und sehr spannend fand: um deinen Besuchern besser auf die Spur zu kommen, gibt es wunderbare Tools, die genau aufzeichnen, wo deine Besucher*innen hin klicken, was sie länger lesen, wie sie durch die Website navigieren. Man nennt dies „Tracking“.

Manchmal (meistens…) ist es besser, klein zu starten (z.B. mit einer Einzelseite), und die Navigation der Besucher zu sehen. Und dann schrittweise zu verbessern. Immer auf den Spuren deiner Besucher*innen und potentiellen Kund*innen.

 

Wie ein Kaleidoskop

Und wie ein Kaleidoskop wollte ich all diese Elemente ergo bestmöglich zusammenbringen, um die „perfekte Website“ zu kreieren. Solide Technik, top Design, Aufbau für Marketing und Google optimiert. Tracking und Daten bis zum Abwinken. Es ist nicht so, dass es nicht gut funktioniert hätte – aber es fehlte etwas.

Weil ich freilich auch Gegenbeispiele suche – schon allein, weil ich an den Tiefen der Dinge interessiert bin. Mit Gegenbeispiel meine ich hier konkret: es gab doch tatsächlich Websites, die im Grunde keins der obigen Kriterien erfüllten. Und trotzdem super funktionierten!

Also gut – technisch müssen sie schon halbwegs laufen und alles klickbar und bedienbar sein. Aber ich sah Websites mit „scheußlichem“ Aussehen (nach Design-Kriterien). Selbstgemacht, und ohne viel Design. Einfache Blogs zum Beispiel. Von Google-Optimierung war nichts zu sehen und auch nicht viel von geplantem Aufbau.

Ja, es gibt nicht-Google-optimierte Blog-Artikel, die auf der ersten Seite bei Google landen!

Da ich ja sehr für Hilfe zur Selbsthilfe bin, haben all meine Kund*innen immer Zugang zur Website, wenn ich sie für sie gemacht habe. Und alle können selbst auch alles ändern.

Und abseits von Regeln, abseits von festen Kriterien, abseits von Optimierungsmaßnahmen, entstehen hier ganz eigene Kunstwerke, entstehen Websites, die mitunter großartig funktionieren! Ich musste es einfach anerkennen.

Also? Was ist jetzt das Geheimnis?

 

Die geheime Zutat

Und die geheime Zutat bist natürlich DU.

Deine Begeisterung. Dein Kontakt zu den Menschen (deinen Kund*innen). Für wirklich NIEMAND anderen sind Websites da. Nicht für den Designer. Nicht für Google. Letztendlich auch nicht für Marketing. Sondern: für die Menschen.

Ich bin einen recht langen Weg gegangen, um hinterher festzustellen, dass eigentlich alles viel einfacher ist.

Die ganzen Regeln sind alle gut und spannend. Und trotzdem überträgt sich diese eine elementare Grundzutat, deine ur-eigene Begeisterung für dein Schaffen, dein Auftrag, deine Mission und deine Werte fernab aller greifbaren Regeln und BestPractices.

Wenn du bereit bist, dich zu zeigen.

Wer zu professionell erscheinen will, steht sich oft sogar ein bisschen im Weg. Perfektion kostet viel Zeit. Und ist nicht nötig. Berührt die Menschen auch nicht.

Es ist mitunter nicht vorhersagbar, was WIRKLICH funktioniert auf einer Website (man sieht es ganz gut beim Tracking). Und manchmal strotzt es allen Erfahrungen!

Weil es NUR um die Menschen und deren Reaktion und Empfinden geht. Speziell die Menschen aus deiner Zielgruppe meine ich, zu denen du passt (nicht ALLE da draußen). Dein Kreis an potentiellen Core-Fans. Um den geht’s.

 

Verblüffendes

Ich habe mir mal angesehen, welche Businesses eigentlich florieren – und die Websites dazu. Design ist (es wird den Designern nicht gefallen) – überbewertet und nicht alles. Es hilft, gute Inhalte besser zu machen. Es hilft aber niemals bei (ich sag es überspitzt) seelenlosen Websites.

Musst du zwangsläufig einen Designer haben für einen wirksamen Web-Auftritt?
Die Antwort lautet: nein! (Und das sage ich, deren Business zum Teil darauf beruht).

Aber ein einfacher Blog mit ein paar Artikeln zu den wichtigen Themen, da drunter dein Kontaktformular. Kann völlig reichen. Ja na klar darf es auch „schön“ werden und du kannst es designen lassen 😉

Emotionen und Formulierungen

Es geht immer irgendwo um Emotion. Wir alle sind emotionale Wesen. Fakten und Wissen sind super-hilfreich. Aber eben nicht der KERN der Sache.

Sehr häufig werden Inhalte aber NICHT mit dem Gedanken an die Emotionen dahinter erstellt. Wir gehen nur allzu häufig irgendwie von uns aus, von Ausbildungen, von dem, was wir – vom Kopf her! –  glauben, dass es eine professionelle Darstellung wäre.

So einfach es letztendlich klingt, so schwer kann es in der Praxis sein. Von Herzen zu kommunizieren, und unsere Kund*innen von Herzen zu verstehen.

Wirklich DEINS zu finden, die Komponenten zusammenzutragen. Dein bestes Wissen mit deinen besten Kund*innen so zusammen zu bringen, dass es wirkt. Dich wirklich selbst zu kennen dabei.

Das Angebot so zu formulieren, dass es passend rüber kommt und wirkt. Wirklich deine eigenen Werte zu leben und zum Ausdruck zu bringen, frei von dem regelgemachten Außen.

Ich habe aber festgestellt: genau, wenn das gelingt, dann floriert das Business! Und das geht sogar ohne Designer, ohne Tracking, ja, es geht dann, wenn viel Kontakt mit den Menschen da ist, für die alles gemacht wird.

Und GENAU DAS wird eben so oft vernachlässigt, wenn wir zu sehr an den ganzen formalen Punkten oben „kleben“.

Aber: es muss ja nicht unter Zwang geboren werden. Vielleicht darfst du einfach mal an einem Punkt beginnen. Und im Kontakt mit den Kunden bleibst du hellhörig, sensibel und einfühlsam. Dann bekommst du mit, was die echten Themen und Probleme sind.

Gerade als Anfänger*in bei einer ersten Website ist es fast normal, sich mehr an die diversen Formalien zu halten, schon, weil oft die eigene Positionierung und optimale Kund*innen noch gar nicht so gut bekannt sind. Aber bitte immer dran denken: das ist dann eben auch nur die 1. Fassung der Website, und weitere sollten stetig folgen. Websites sind m.E. nie fertig, sie wachsen mit uns!

 

Echte Probleme benennen und lösen

Auch, was die Probleme hinter dem Problem deiner Kund*innen sind, ist interessant. Und: was wirklich tolle Lösungen für diese Menschen sind. Wenn du das weißt: dann kannst du damit jene „magische“ Website kreieren. Das braucht Zeit und Intro-Spektion.

(Im Grunde genommen kann man ein Business sogar wunderbar ohne Website gründen. Ist mir auch so passiert. Denn man kann ja auch zu Zeiten von Web 4.0 direkt offline kommunizieren und begeistert sein!!).

Und dann kann es sein, dass du mit einem Angebot startest, und es super läuft – und trotzdem wächst du im Laufe der Zeit immer weiter. Änderst nochmal dein Business. Entdeckst neue Anteile. Neue Werte – oder sie ändern sich.

Erkennst dich mehr. Erkennst die anderen mehr. Hast einen großartigen Einfall für eine neue Problemlösung. Mehr Wert.

Das ist das Leben. Ich dachte mal, ich hab in meinem Business einfach ein paar Sachen zu tun. Und dann ist es das. Website erstellen, die dann Google-optimieren. Ich wollte das Thema Website abhaken, erledigt haben. Und ich wollte perfekt sein. Das war einmal.

Denn dann kam das (Businss-)Leben dazwischen und hat mir so viel Neues gezeigt. (Am Anfang war ich mitunter baff, wie andere mit so „wenig Perfektion“ so erfolgreich sein konnten… darüber muss ich heute schmunzeln). Auf das Herz kommt es an.

Und wie sagte meine Coachin: warum willst du „fertig“ werden? Denk an die Bäume. (Ich liebe Bäume). Jedes Jahr kommt ein neuer Wachstumsring dazu. Leben ist wachsen.

Auf dein Wachstum! Auf dein wunderbares Business, dass von innen kommen darf.

Denk immer daran: die besten Businesses entstehen aus Begeisterung. Nicht mit Perfektion und 100 Regeln. Im Kontakt mit uns selbst und den Menschen. Und so werden auch die glücklichsten Leben erschaffen.

 

Herzliche Grüße –

Anja

Was kostet eine Website

Was kostet eine Webseite?

Das werde ich oft gefragt – doch was kann ich sinnvoll antworten? Wohl irgend etwas zwischen 7.000€ und 500€, wenn du Einzelunternehmer und keine große Firma bist.

Es gibt so viele verschiedene Webseiten mit unterschiedlichen Zwecken. Es sollte lieber zuerst darum gehen, was du brauchst, was du dir als Ergebnis wünschst.

Webseite ist nicht gleich Webseite

In meinem Video erkläre ich dir verschiedene Zielsetzungen und Preiskategorien und unterhalb des Videos findest du Fragen, die dir helfen können, deine Bedarfe zu erkennen.

Das Video zum Thema

Faktoren, die den Preis einer Website beeinflussen – was ist dein Bedarf?

Folgende Fragen können dir helfen, zu bestimmen, wo du hin willst. Daraus werden sich Anforderungen an deine Webseite ergeben. Diese Liste ist zusätzlich zum Video zu sehen.

Vielleicht hast du bisher auch noch garnicht an den ein oder anderen Punkt gedacht:

  1. Soll deine Webseite „von allein“ Kunden anziehen bzw. Umsatz generieren. Oder dient sie dir als reine Online-Visitenkarte?
  2. Ist dein Konzept klar – wen sprichst du an mit der Seite, welche Texte und Bilder passen zu deiner Zielgruppe? Warum sollten Website-Besucher etwas genau bei dir bestellen?
    Brauchst du Hilfe bei deinem Business-Konzept? Bist du schon „reif“ für eine Website?
    (Es geht hier wirklich nicht darum, mir oder jemand etwas zu beweisen. Sei einfach ehrlich mit dir selber. Im Zweifelsfall können die Fragen gemeinsam geklärt werden.)
  3. Für welche Werte stehst du?
  4. Hast du schon ein Logo bzw. ein CorporateDesign – soll das noch erstellt werden oder ist dir das nicht so wichtig?
  5. Soll die Webseite ein für dich individuell entwickeltes Design bekommen – oder reicht dir eine fertige Vorlage?
  6. Sind dir die Farben klar, die verwendet werden sollen?
  7. Welche Stimmungen sollen rüber gebracht werden?
  8. Machst du die Bildrecherche und/oder Fotos, oder soll das für dich gemacht werden?
  9. Wer macht die Bildbearbeitung? Alle Bilder sollten zugeschnitten und herunter gerechnet werden. Ansonsten wird deine Seite schnell sehr langsam (der häufigste Fehler bei Web-Anfängern).
  10. Erstellst du deine Texte oder soll dir damit geholfen werden? Wäre ein Interview sinnvoll? Oder möchtest du Texter haben?
  11. Wie steht es mit den Suchbegriffen bei Google – sind diese für deine Themen klar, und soll passend dafür geschrieben werden? Oder ist das für dich nicht so wichtig? Wenn ja – wer macht die Analyse und wurde diese schon gemacht?
  12. Welche Ansprüche hast du an dein Hosting? Schnell und zuverlässig? Oder Hauptsache günstig? Achte in jedem Fall darauf, dass SSL/https (die sichere Übertragung von Daten) in deinem Tarif enthalten ist.
  13. Wer soll deine Datenschutz-Seite befüllen? Kennst du dich aus oder brauchst du Hilfe?
  14. Wer soll Sicherungskopien und Wartung übernehmen?
  15. Welche angeschlossenen Tools soll es geben – Besucherstatistiken, Newsletter, Shop? Um die häufigsten zu nennen.

Ich hoffe, du siehst, wie unglaublich variabel ein Webseiten-Projekt sein kann. Im Detail gibt es oft noch mehr Fragen.
Ein von vornherein „blind“ genannter Preis (etwa ein fester Preis ohne Gespräch) führt oft garnicht zum gewünschten Ergebnis! Und das hat Nachteile für dich.

Sind dir die Möglichkeiten und Variablen der Webseite klar?

Ich erlebe oft in meinen kostenlosen Beratungs-Gesprächen, dass viele Möglichkeiten und auch rechtliche Vorschriften noch garnicht richtig bekannt sind.

Deshalb: sei fair zu dir selbst. Gib dir Antworten auf die Fragen in der Liste.
Zu welchen Punkten hättest du gern Hilfe, kannst du manche vielleicht nicht beantworten?
Und reicht dir eine Seite „von der Stange“ oder möchtest du Individualität?
Überleg dir, ob es Sinn macht, ein paar hundert Euro zu sparen für etwas, das hinterher nicht wirklich passt.

Auf einem Workshop erzählte mir eine Frau: „Ich habe mir eine Webseite von einem Inder für 500€ bestellt.“
Ich: „Wie zufrieden bist du mit der Seite?“
Sie: „Die Seite ist aktuell garnicht online.“
Ich: „Warum nicht?“
Sie: „Da gab es wohl ein Verständigungsproblem. Ich wollte eine ganz ruhige, stilvolle Seite. Und das Ergebnis war ganz modern und überall hat sich was bewegt. Das war einfach nicht mein Ding so. Aber wenigstens habe ich mich jetzt mit meinen Texten und Inhalten beschäftigt.“

Fazit

Deshalb denke bitte für dich darüber nach, ob du dein Business- und/oder Gestaltungskonzept nicht lieber gemeinsam mit deinem Web-Umsetzer entwickeln möchtest. Anderenfalls mache wirklich genaue Vorgaben.

Ich hoffe, mein Artikel konnte dir mit deiner Orientierung helfen. Denn das Preisthema scheint wirklich viele Menschen umzutreiben – und oft werden leider Äpfel mit Birnen verglichen.

Liebe Grüße und ganz viel Erfolg –
deine Anja

Abenteuerreise Webseite – oder: was erwartet mich im Web-Projekt?

„Was erwartet mich, wenn ich eine Webseite machen oder beauftragen möchte?“

Jeder erlebt die „Reise“ natürlich etwas anders. Aufregend ist es fast immer.
Typische Etappen habe ich identifiziert und für dich erklärt.

Antworten somit hier im Video und darunter nochmal zum nachlesen – Schiff Ahoi:

 

Nachlese zum Video – Schritte zur eigenen Webseite

Wenn du eine Webseite entweder beauftragen oder selber machen möchtest, gibt es einiges zu bedenken. Die meisten denken zuerst an Technik, und wie sie diese in den Griff bekommen sollen.

Tatsächlich aber gibt es einige andere Faktoren, die viel wichtiger sind und die du ruhig vorbereiten kannst, bevor du überhaupt an Technik denkst. Hier fasse ich die einzelnen Etappen der „Abenteuerreise“ noch einmal zusammen:

Die Dschungel-Phase: Hilfe, wo bin ich

Hier herrscht oft noch Chaos. Typische Fragen sind:
Was mache ich zuerst? Was soll alles auf die Seite?
Wie fange ich an? Was brauche ich alles?

Noch bevor du mit der Technik beginnst, werde dir klar darüber, für wen genau deine Seite sein soll. Tatsächlich wird das oft genug vernachlässigt. Doch genau daraus bestimmt sich, wie die Texte geschrieben werden, die Stimmung gewählt wird, und so weiter.

Finde Antworten auf folgende Punkte:

Konzept / Positionierung / Zielgruppe
z.B.
-Probleme und Bedürfnisse der Zielgruppe
-Deine / deren Werte
-Welche Emotionen soll deine Website vermitteln?
-Welches Angebot / deine besonderen Fähigkeiten (USPs)
-Preise
Gehe „notfalls“ zurück zum Business-Konzept, wenn du dies nicht klar beantworten kannst. Bevor du mit der Technik los legst. Es lohnt sich!

Überlege deine Seiten-Struktur. Begrenze diese für die Haupt-Navigation auf 5-7 Seiten.
z.B. könnten deine Hauptseiten sein:
-Start / Home
-Über mich
-Kontakt
-Angebot
-Blog

Jetzt kommen tatsächlich 2 eher technische Punkte:

Suche dir einen Namen aus (= Domain) in der Form: www.dein-name.de

Buche ein Hosting (= Speicherplatz im Netz), reservier deine Domain.
Empfehlung: Nutze All-Inkl. (Tarif PrivatPlus für 7,95€ / Monat)

Die Wüsten-Phase: immer schön durchhalten

Wüste ist symbolisch gemeint für: überwinde deine persönliche Durststrecke.

Meistens setzt irgendwann mal Frust ein, sei es mit der Technik oder mit den Inhalten.
Häufig gibt es gewisse innere Blockaden mit den Texten.
Typische Fragen können sein: Was soll ich schreiben?
Was gebe ich über mich preis? Wie textet man fürs Web?

Lass dir unbedingt helfen, wenn du nicht weiter kommst! Dies ist möglich in der Form von Interviews, und sprich mit anderen über mögliche Inhalte (ich z.B. biete Hilfe bei der Texterstellung ebenso wie Rechtschreibkorrektur an).

Hier ein paar einfache Tipps für dich zu den Texten:

  • Schreib zu jeder deiner Seiten ½ Seite Text
    (in einer Textverarbeitung)
  • Nutze deren Rechtschreibprüfung!
  • Mach viele Absätze und viele Unterüberschriften
  • Merke: Ein Satz maximal 15 Wörter
  • Stell dir immer vor, jemand liest deine Seite auf seinem Smartphone mitten in der Bahn

Die Oasen-Phase: es beginnt zu blühen…

Wenn du die ersten Bausteine hast, kann es weiter gehen.
Farben und Bilder auszusuchen macht mir persönlich mit am meisten Spaß.
Du brauchst und solltest nicht allzu viele Farben wählen.

Hier ein kleiner Tipp zu den Farben – wähle

  • 1 Hauptfarbe (eventuell Schattierungen davon)
  • 1 Akzentfarbe (für Aufmerksamkeit, Handlungsaufrufe…)
  • Je eine Schattierung von Schwarz/weiß (bzw. grau und beige)

Für die Bilder – wähle

  • Mindestens 1 Bild von dir selbst
  • Suche tolle Bilder auf Bilderplattformen wie Pixabay, Unsplash, Flickr oder Shutterstock
    (unbedingt Bildrechte beachten und angeben!)

Für die Technik empfehle ich ganz klar, das Content Management System WordPress zu nutzen.

Dies hat folgende Vorteile:

  • Kostenlos, freie Software
  • Große Community
  • Relativ leicht zu bedienen
  • Erweiterbar, flexibel
  • Gut für Google optimierbar

Die Tieftauch-Phase: Jetzt kommen die Details

Ich persönlich empfehle, dass du dir zuerst eine einzelne Seite vollständig designst.
In meinen Projekten mache ich das so, weil man sich erst mit einer Beispiel-Seite die Wirkung der Farben und Bilder so richtig vorstellen kann. Diese Seite nenne ich oft „den Prototyp“.

Hier sollten du oder dein Umsetzer folgende Punkte nicht vergessen:

  • Alle Einzelseiten anlegen, inhaltliche Details prüfen
  • WICHTIG: Immer Impressum und gut befüllte Datenschutz-Seite anlegen
  • Texte sauber für das Web formatieren (Überschriftenformate und Listen einstellen, Absätze machen)
  • Gute Überschriften und Botschaften
  • Stimmungen prüfen, Bildmotive eventuell ändern
  • Alle Bilder zuschneiden und runter rechnen (Geschwindigkeit/Ladezeit der Seite!)
  • Links und Handlungsaufrufe gut platzieren
  • SEO-Maßnahmen durchführen, falls geplant (d.h. inhaltliche Optimierung für Google), Webseite aktiv an Google melden
  • Newsletter ggf. anbinden
  • Funktionstest aller Arbeitsabläufe, Sicherungskopie und Mechanismus dafür

Fazit

  • Der Erfolg Deiner Website hängt ganz eng mit deinem Business-Konzept zusammen.
  • Deine Website muss zur Zielgruppe passen.
  • Inhalte sind wichtiger als die Technik. Natürlich soll diese aber solide funktionieren. Konzentriere dich im Zweifelsfall mehr auf die Inhalte und lass dir mit der Technik helfen, falls du damit zu lange hängen bleiben solltest.
  • Im besten Fall versteht dein Website-Umsetzer dein Konzept! Dann entsteht deine stimmige virtuelle Firma.
  • Eine Schulung solltest du so weit in Anspruch nehmen, dass du selber Texte und Bilder leicht und schnell verändern kannst.

Wenn du gern eine kostenlose Beratung zu aktuellen Fragen von dir nutzen möchtest, kontaktiere mich gerne per Mail: zu Kontakt

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß bei der Planung,
liebe Grüße

deine Anja

Wo kommt Digitalisierung her? – Computergeschichte

In diesem Artikel möchte ich zwei Videos von den „Digisauriern“ verlinken.

Zu meiner Zeit im Deutschen Museum habe ich hier zu einigen Fragen im Interview Stellung bezogen, und ich denke, es sind schöne Themen, die dich vielleicht auch interessieren.

Was genau bedeutet eigentlich „Digitalisierung“? Fragt man Leute auf der Straße, was dieses Wort heißt, kommen Antworten wie: „elektronische Geräte.“ Oder „wenn alles im Internet vernetzt ist.“

Die eigentliche Antwort ist erstaunlich einfach:

Die komplette Playlist zum Thema findest du hier, schau gern vorbei:

Zur Playlist

Liebe Grüße mit diesem Blick in die Vergangenheit der Computer –
Anja