Was bedeutet Marketing „energetisch“? – oder: Bio-Gemüse in der Disco

Ich erlebe so oft, dass Marketing wie etwas wahrgenommen wird, dass kein Teil von uns ist, sondern am besten „jemand da draußen“ für uns machen soll….

Was passiert dann?

Wie es häufig (leider) läuft mit deinem Online-Marketing…

Wir folgen dann irgendeiner X-Schritte-Anleitung, einer Agentur, einem Marketing-Anbieter. Dann bekommen wir Tipps wie: „Du musst jeden Tag 5x auf SocialMedia posten“ und andere Merkwürdigkeiten mehr. Oder „jede Woche mindestens 2 Blog-Artikel schreiben.“

So fühlt sich dieses Marketing oft fremd und unpersönlich an. Meistens wirkt es dann auch nicht gut. Oder erreicht die Falschen. Oder erschöpft uns sehr, weil wir keine Lust auf so etwas haben.

Oder du versuchst, es ganz abzugeben, es wird teuer, ist aber nicht sehr effizient.

Typischerweise versuchst du dabei oft „mechanisch“, hier irgendetwas zu verfolgen, was dir von außen gesagt wurde. Und das kann auch bei denen, die das gesagt haben, super funktionieren! Aber es kann sein, dass das trotzdem nicht zu dir passt.

Oft sind Marketer übrigens vom Typ her anders als du (falls du auch zu den sensibel-empathischen, sehr sinnstiftenden Menschen gehörst). Marketer setzen mehr auf viel, laut, manchmal dominant.
Sie können damit oft für sich selbst gut Marketing auf diese Art machen – aber es muss nicht deine Art sein.

Eine häufige Folge einer solchen Konstellation ist auch, dass deine verbreiteten Inhalte gezwungen, gestellt, nicht offen und nicht mit Freude gemacht sind. Die Liebe und das Authentisch-Leichte fehlen einfach.

Da können wir uns gleich fragen: wie viel nutzt diese Art von Marketing? Ist solch ein Marketing geeignet, die so wichtigen Herz-Verbindungen aufzubauen, die es für ein wirklich erfüllendes Business für dich als sinnstiftendem Coach bzw. Expert*in braucht?

 

Und was ist gutes Marketing, energetisch gesehen?

Daher möchte ich dich einladen, das Ganze mal von einer anderen Warte aus zu betrachten.

Gutes, stimmiges Marketing ist nichts anderes, als das „Gesetz der Anziehung“ wirken zu lassen. Du kümmerst dich von deiner Seite aus darum, dass möglichst viel deiner „Frequenz“ oder „Schwingungen“ (ich finde diese Begriffe ganz gut) von dir nach außen gelangt. Für die weniger Energetischen: du kommunizierst authentisch, in deiner Sprache, und emotional von Herzen.

Möglichst sollte das dort auftreffen, wo sich deine liebsten Kunden gerne aufhalten (mehr dazu unten).

Gutes (leichtes) Marketing geht von innen nach außen

Es bedeutet natürlich nicht, dass du gar nichts machen musst, du keinerlei Aktivitäten im Außen zu tun hättest.

Es ist aber dennoch ein Prozess, der aus dir heraus geschieht, wenn er richtig und leicht funktioniert. Und viel weniger von den lauten Stimmen „da draußen“ getrieben wird.

Und ich sage dir eine Sache aus tiefster Überzeugung: ein einziger, von Herzen kommender, authentischer, liebevoller Blog-Artikel kann mehr wert sein, als 3 Stück jede Woche, die du nur schreibst, weil dir das irgendwer gesagt hat.

Übrigens: die meisten langjährigen Blogger stellen in ihren Analysen fest, dass ein paar wenige Blog-Artikel für den Großteil ihres Traffics (= Besucherstrom) sorgen.

 

Konzentriere dich daher als erstes zurück auf dich.

Warum bist du auf dieser Welt? Was ist deine Aufgabe?

Wem kannst du aktuell am meisten helfen? Welchen Schmerz hat dieser jemand?

Welche Inspiration und Unterstützung hast du genau heute für diesen einen Menschen bereit?

Was möchtest du gerne mitteilen, weil es eine so wichtige Erkenntnis von dir ist, die schon einigen anderen geholfen hat?

Und schreibe daraus einen einzigen, wunderbaren, großartigen Artikel oder mache ein Posting, wenn du SocialMedia nutzt. (Oder erstelle ein Video, eine Hörfolge, plane einen Live-Vortrag und dergleichen mehr).

Die äußere Form, die am besten zu dir passt, wirst du entweder schon kennen, oder du darfst sie einfach ausprobieren.

Schreibe bzw. kreiere für eine einzige konkrete Person, die du dabei liebevoll in deinen Gedanken hältst. Das hilft ungemein. Es kann auch einfach eine*r deiner besten bisherigen Kunden*innen sein.

Du bist du – und du bist wichtig

Es ist – für diese Art von Marketing – essenziell, dass du deine Werte und deine Einzigartigkeit in die von dir erzeugten Inhalte und Botschaften mit einbringst. Kombiniere ruhig auch Ungewöhnliches aus deinem Fundus an Vielseitigkeit, wenn du so aufgestellt bist.

Es geht nicht darum, dass du ganz Privates „ausplauderst“. Aber es geht darum, eine ganz persönliche Ansprache zu finden, damit diese Schwingung entstehen kann, auf der andere dich als interessant bzw. als ihre Lösung oder auch nur als interessanten Gesprächspartner er-kennen.

Dies erfordert immer auch den Mut, dich zu zeigen. Davor schrecken viele anfangs zurück.
Verstehe ich nur allzu gut und aus eigener Erfahrung.

 

Was du bitte vermeidest beim Online-Marketing

  • Bitte mach keine Dinge, nur weil es jemand anders gesagt hat, wenn es sich für dich aber falsch anfühlt. Das überträgt sich energetisch leider ebenfalls und ist daher problematisch. Dann bist du von außen gesteuert.
    Gehe zurück zu dir. Finde deine Begeisterung wieder. Probiere ruhig verschiedene Dinge und Aktivitäten aus und teste viel.
  • Bitte erwarte NICHT, dass eine Marketing-Agentur weiß, wer du bist – oder wer deine optimalen Kund*innen sind. Das herauszufinden und zu verstehen, ist dein ganz ureigener Job. Eine (gute) Marketing-Agentur kann dir helfen, mehr davon zu finden. Aber sie sagt dir nicht, für wen du genau da bist oder was deren genauer Bedarf ist (wird oft missverstanden).
  • Bitte glaube keinem, dass er/sie die geheime Formel für dein Marketing hat, die garantiert funktioniert. Die gibt es nicht. Aber es gibt sehr viele Wege, die funktionieren. Manche davon sind die deinen, andere nicht.
  • Bitte versuche nicht, zu „skalieren“, bevor du die angesprochenen Dinge nicht geklärt hast. Anders gesagt: entwickle nicht irgendeinen Online-Kurs oder ein großes Coaching-Programm oder ein teures großes Ding, und dann versuchst du dafür massenhaft und irgendwie Leute zu gewinnen.
    Sondern am Anfang steht dein persönlicher Mehrwert, dein Wunschkunde mit seinem Problem, und deine Transformation dazu für denjenigen. Gewinne EINE Wunschkundin online. Dann noch 2 oder 3, mit denen du zunächst persönlich arbeitest. Und ab dann kannst du starten, die „Masse“ zu erreichen.

 

Ein paar konkrete Tipps für Marketing von innen nach außen

Wahrscheinlich willst du jetzt noch ein wenig konkreter wissen, was du tun kannst.

Um es mal sehr plakativ zu sagen: wenn du Bio-Gemüse in der Disco verkaufst, will es wahrscheinlich keiner und du kommst dir komisch vor.

Aber in etwa genau so versuchen manche, mit ganz breiten Zielgruppen einfach irgendwie viele zu erreichen über einen Kanal, weil ihnen das jemand gesagt hat.

Du kannst auch viel herum schreien in dieser Disco und bunte Schilder malen (wobei du dir furchtbar vorkommst), und trotzdem will da einfach grade keiner dein Gemüse. Obwohl es doch tolle Qualität hat.

Doch was geschähe, wenn du dein Biogemüse auf einem Veganer-Treffen anbieten könntest? Und dort würdest du einfach mit Begeisterung erzählen, wie du es organisch anbaust, wie du beste Samen verwendest… und so weiter. Es fiele dir leicht, weil du über etwas sprichst, das dir selbst etwas bedeutet und von dem du überzeugt bist.

Und darum geht es bei deinem Marketing. Du solltest dich an jene Orte – physisch oder online – begeben, wo die Chance auf Resonanz auf deine „Schwingung“ (dein Thema, deinen Mehrwert, deine Art die Dinge zu machen) hoch ist.

Dazu musst du vorher wissen, für wen du am meisten da bist oder da sein möchtest. Und auch, wie und warum du auf dieser Welt mit deinem Angebot unterwegs bist.

Doch es gilt zusätzlich, immer auch noch mehr über die Bedarfe und aktuellen Emotionen deiner Zielgruppe heraus zu finden.

Wenn du dies (noch) nicht weißt, ist möglicherweise zuerst Recherche oder Introspektion an der Reihe.

Einige Ideen für schnelle Resonanz in deiner Online-Kommunikation

Hier einige Ideen, wie du vorgehen kannst, um schnell auf Resonanz zu stoßen – bitte erspüre mit deiner Intuition, was am besten passen könnte – oder probiere einfach aus und schau dann, wie sich das jeweils anfühlt:

  • Was immer du an Inhalt / Botschaft / Inspiration erstellen magst: falls du „Wie-geht-XY“ Anleitungen machst (einer der häufigsten Inhalte), kombiniere dies bitte mit deinen persönlichen Werten, Erfahrungen und Einsichten. Das ist erstmal inhaltlich gesehen eine wichtige Grundlage.
  • Solltest du einen Blog-Artikel schreiben wollen, dann ist es am Anfang leichter, diesen tatsächlich auf einem anderen Blog zu veröffentlichen, der bereits möglichst erfolgreich ist und viele Leser*innen hat. Dies nennt man „Gastartikel“.
    Weil sich dort bereits viele Menschen tummeln, mehr als auf deiner Website. Der andere Blog muss unbedingt mit deinem Thema zu tun haben (Schwingung, Resonanz!). Am besten bist du selbst Fan dieses Gastgeber-Blogs. Auf wirklich erfolgreichen Blogs kostet dich dies Geld! Dafür darfst du am Ende deine eigene Website verlinken.
  • Gibt es ein Portal, auf dem du dich einkaufen kannst? Damit meine ich eine Plattform, z.B. zur Vermittlung von Coaches, die zu dir passen könnte.
  • Angenommen, du willst auf deiner eigenen Website einen Blog starten. Dann bringe Geduld mit und nutze die Chancen, die dir eine Keyword-Analyse aus dem Bereich Suchmaschinen-Optimierung bringt.
    Damit du weißt, was die Menschen zu deinem Thema interessiert, was sie bei Google eintippen – und wo der Wettbewerb noch nicht übermäßig ist. Das bringt genau dann am meisten, wenn du es mit dem oben Gesagten (dein Mehrwert, für wen bist du da) zusammen bringst. Was sucht jemand online, der nach dir sucht? Das ist nicht immer das, was du denkst von der Formulierung her, also Achtung.
  • Wenn du auf SocialMedia erfolgreich sein möchtest, kannst du auch hier erstmal Gruppen suchen gehen, die sich bereits mit deinem Thema oder Verwandtem beschäftigen. (Z.B. Facebook, Xing oder LinkedIn haben solche Gruppen). Du kannst dich ganz einfach in die Kommunikation einklinken, Fragen stellen und beantworten. Inspirationen geben.
    So, als wärst du im echten Leben in einer Runde von Menschen, die sich austauschen. Das Thema der Gruppe sollte dich persönlich interessieren und es geht erstmal nicht darum, nur dein Angebot zu posten. Oft haben die Gruppen aber auch einen Tag, wo du das darfst.
  • Vergiss auch die Offline-Welt nicht. Das ist zwar zu Zeiten von Corona grade hinten dran – aber auch hier kannst du ggf. Vorträge halten und bekommst sehr direkt Feedback und lernst Interessenten und auch deren Fragen kennen. Die Fragen sind wichtig. Orientiere dich an den Fragen, Nöten und Problemen deiner Zielgruppe, denn diese sind ein riesiger Schlüssel.
  • Suche online so viel du kannst zu deinem Thema. Bei Google, in anderen Gruppen, überall. Finde heraus, welche einzelnen Aspekte deine besten Kund*innen interessieren. Finde deine einzigartigen Antworten darauf und formuliere dein Angebot entsprechend.
  • Wenn du eMail-Marketing oder Postings machst, stell dir nie die anonyme Menge vor, sondern kommuniziere stets so, als würdest du genau mit dem/der eine*n Wunschkund*in sprechen.

 

Meist ist Marketing dann schwierig, wenn du noch gar nicht weißt, für wen genau du da bist. Oder du gerne für ganz viele da sein willst.

Wenn du für sehr viele da sein willst, erreichst du jeden einzelnen nur am Rande…

(Wenn dies an deiner persönlichen Vielseitigkeit liegt, lies bitte meinen Artikel für Vielseitige).

In diesem Sinne: besinne dich auf dich zurück. Und lass deine natürliche Energie strahlen, so viel es auch immer geht. Empfinde dabei bitte jede Menge Freude und Begeisterung, denn darum geht es im Leben doch eigentlich 😉

Wenn du magst: schau in mein Angebot zu „Emotional Marketing“ mal rein!

Liebe Grüße sendet dir –

Anja

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