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Deine Website strukturieren – gut aufgebaut ist halb gewonnen

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Website (www.mal-einfach-mit.de – schau doch mal rein 🙂 ), wo ich immer wieder die Struktur umgeworfen und verändert habe. Mit ein wenig guter Planung kommst du jedoch schneller zum Ziel.

Lerne hier in meinem Artikel einige Ideen und Überlegungen kennen, die du dir machen solltest:
Wie du den Blog in WordPress ganz einfach für deine Themenseiten nutzt, was du dir für die Startseite für Fragen stellen solltest – und wo es überall Links und Navigation geben soll.

Hast du schon deine ersten Einzelseiten angelegt? Sobald du eine etwas komplexere Seite hast oder planst – sagen wir ab ca. 5 Einzelseiten oder mehr – wird die Gesamtstruktur deiner Seite und die Navigation bzw. interne Links immer wichtiger. Planung vorab spart dir hinterher eine Menge Zeit und Mühe.

Den Blog für die Struktur nutzen

Falls du einen Blog betreibst, einen News-Bereich oder einfach immer wieder Artikel schreibst, hilft dir das Content Management System WordPress (das benutze ich für alle meine Seiten) schon sehr viel weiter.

die Macht von Kategorien

Da du Kategorien und Schlagworte vergeben kannst, veröffentlichst du einfach deine Blogartikel und vergibst eine Kategorie. Schon erscheint dieser Beitrag automatisch als neuester Beitrag vorne auf der Blogseite und zusätzlich, wenn ein Besucher die Kategorie wählt. Einfacher geht es eigentlich nicht.

Kategorien Blog WordPress wie bloggt man richtig

Rechts in der Seitenleiste erscheinen wenn gewünscht die Kategorien (hier: Nachspeisen)

Du hast nun die Möglichkeit, von wo immer du willst auf die Überblicks-Seite einer Kategorie zu verweisen. So bietest du ganz schnell alle Artikel von dir zu einem Thema an, die von WordPress automatisch gefiltert und dann angezeigt werden.

WordPress nennt das „Archiv-Seiten“. Wie geht das konkret in WordPress? Bei der Erstellung der Menüs und Navigationsbalken werden dir deine Kategorien als Links angeboten. Nutze den Kategorie-Link in der Navigation, auf der Startseite oder in der Seitenleiste, z.B. einen pro Thema. Dann sehen deine Besucher, zu was du schreibst und können direkt alles zu diesem Thema lesen.

Plugin nutzen für die Anzeige von Themen und Blog-Artikeln

Du kannst aber auch mit einem Plugin – hier z.B. das „Portfolio“ von den LiveMesh Widgets – bestimmte Artikel wählen lassen (z.B. nach Kategorie oder Schlagwort) und diese als Boxen in einer Übersicht mit Bild und Auszug anzeigen lassen. In der Webdesign-Welt heißt so eine Darstellung „Grid“ oder auch „Masonry Layout“:

Blog im Masonry Style mit Widget "Portfolio" von LiveMesh

Blog im Masonry Style mit Widget „Portfolio“ von LiveMesh: oben stehen die Kategorien, wird eine davon angeklickt, ändert sich sofort unten die Anzeige.

Wenn du all deinen Artikeln verständliche Kategorien mitgibst, kannst du so deine Themen-Übersichtsseiten automatisch von WordPress erstellen lassen. Mit wenigen Klicks.

Webseite strukturieren – Vorüberlegungen

Aber dann gibt es ja möglicherweise noch andere Seiten. Z.B. die erste Seite, eine Über-mich-Seite, vielleicht Infos zu deinem Unternehmen oder deinen Angeboten. Daneben könnte es Themenseiten geben, wo du bestimmte Dinge erklären und erläutern möchtest, und die nicht in den Blog sollen (vielleicht betreibst du auch keinen Blog).

Und da tust du natürlich gut daran, dir zu überlegen, wie du diese Seiten miteinander verknüpfen möchtest, so dass sich deine Besucher möglichst einfach zurecht finden und auch alle Inhalte erreichen können.

Die Beantwortung folgender Fragen könnte dir helfen:

Wie schaffst du Übersicht?

Hast du Themen-Übersichts-Seiten, wo du bestimmte Dinge gern übersichtlich darstellen möchtest? Du vermietest einige Zimmer und willst diese hier zeigen? Du hast allgemeine Grundlageninfos, die ein Besucher möglichst zuerst ansehen sollte? Du hast eine Seite mit wichtigen Begriffsklärungen (Glossar) und möchtest das hervorheben?

Was ist auf der Startseite?

Was sollen deine Besucher schon auf der ersten Seite sehen, gesetzt den Fall, sie landen auf deiner Startseite, eben dem „Home“ deiner Website? Soll die Über-mich-Seite dort auffindbar sein, damit die Neugier gestillt wird, wer denn hier schreibt? Sollen aktuelle Angebote oder der Blog verlinkt werden? Und dann gibt es da noch Impressum und Datenschutz-Seiten, die aus rechtlichen Gründen nicht fehlen dürfen.

Welche Themen sind die wichtigsten, die schon von der Startseite aus leicht gefunden werden sollten? Welches sind die weniger wichtigen Themen, die erst mit einigen Klicks mehr erreichbar sind?

Zwei Beispiele für Startseiten. Hier kann mit Buttons, Slidern, Bildern oder Features sehr schön auf weitere Seiten zu bestimmten Themen verwiesen werden.

Folgendes Bild zeigt exemplarisch mögliche Elemente deiner ersten Seite, über die du genauer nachdenken solltest:

Möglicher Aufbau der Startseite

Wie viele Themen hast du und welche Unterthemen?

Generell bietet sich für Themen-Sammel-Seiten wie oben erwähnt ein Blog an, der dann nicht wie ein Tagebuch, sondern thematisch genutzt wird . Eben mit Hilfe der in WordPress vorhandenen Kategorien, die sich auch als hierarchische Struktur aufstellen lassen.

Von den Themen-Seiten aus sollen Unterthemen / Unterkategorien ordentlich verlinkt werden und du willst auch selbst nicht den Überblick verlieren. Generell sollten Besucher nicht überflutet werden – lieber ein Überthema wählen können und danach die Unterthemen sehen.

Eine „Landkarte“ für deine Seitenstruktur

Am besten wäre, du malst dir eine Art Strukturkarte. Das kannst du mit Papier und Bleistift machen oder mit einem Tool für MindMaps (z.B. XMind, einfach einmal googeln). Ich persönlich mache das auch gerne auf einem großen Karton unter Zuhilfenahme von Post-Its. Dann kann ich auf jedes Post-It eine Seite schreiben und diese auf dem Karton in verschiedenen Reihen anordnen.

Seiten der ersten Reihe sind wichtig oder schaffen Überblick. Sie werden mit Themen der nächsten „verlinkt“, indem ich sie mit einem Strich verbinde. So kann ich sehen, wie die Linkstruktur sein soll, die ich aufbauen will. Die Post-Its kann ich herum schieben und anders anordnen, bis es mir gut gefällt.

Beispiel einer handgemalten Struktur-Landkarte der Website. Linien stehen für Links.

Am Anfang hatte ich das nicht und habe immer wieder meine Links umgebaut – recht mühsam.

Wie und wo du gut verlinken kannst

Die Post-Its der ersten Reihe – also meine obersten Seiten oder Überthemen – sollen von der Startseite oder von jeder Seite aus erreichbar sein. Daher nehme ich sie klassischerweise in meine Hauptnavigation auf.

Navigationsleiste und Seitenleiste

Ich denke, dass 5 Punkte in der Hauptnavigation eine gute Zahl darstellen, und ich denke, mehr als 7 sollten es nicht sein. Dies aus Gründen der Übersichtlichkeit.
Bei mir sind da meist Punkte drin wie „Über mich“, „Kontakt“, „Angebot“, „Blog“, und ein Link namens „Home“ oder „Start“ auf die erste Seite.

Als Hauptnavigation nutze ich gerne eine horizontale, farbig hervorgehobene Leiste, das finde ich am praktischsten. Falls dein Theme (=deine Designvorlage in WordPress) das hergibt, können sich hier auch Untermenüs aufklappen, sobald man über einen der Punkte fährt.
WordPress bietet dir in den Menü-Einstellungen ganz einfach per Drag&Drop die Möglichkeit, Seiten in Menüs einzutragen und per Einrückung machst du Unterpunkte.

Dann wäre da die Seitenleiste. Diese ist entweder immer sichtbar oder auf bestimmten Einzelseiten auch ausblendbar. Auch hier ließe sich gut eine Navigationsstruktur unterbringen, allerdings sind hier aufklappende Untermenüs eher nicht vorhanden. Stattdessen könnten in der Seitenleiste aber auch die beliebtesten und/oder die aktuellsten Blog-Beiträge stehen. Oder aktuelle Angebote.

Themenseiten und Einzellinks, verlinkte Bilder

Ansonsten möchtest du vielleicht auf deinen übergeordneten Themenseiten diverse Links zu Unterseiten anbieten, im einfachsten Fall als Textlinks.

Natürlich kannst du auch Bilder einfügen, denn diese können ebenfalls verlinkt werden und das sieht ansprechend aus. Insbesondere bei Produkten, aber auch bei Events, Zimmervermietung oder einfach besonderen Features bieten sich natürlich Lust machende Fotos an.

Bildraster können ebenfalls zur internen Verlinkung genutzt werden.

Ein Bildraster kann sehr ansprechend aussehen – und jedes Bild kann eigens verlinkt werden.

Auf deiner Startseite könntest du – neben Hauptnavigation und eventuell der Seitenleiste – deine wichtigsten Themen und Angebote, natürlich mit Bildern, zeigen. Schau dir dazu auch die Screenshots weiter oben nochmal an. Schön ist es, wenn du ein Bild von dir selber zeigst, das schafft mehr Nähe zu dir seitens deiner Besucher.

Nutzt du in WordPress einen Blog, kannst du mit Hilfe so genannter „Post Carousels“ (als Plugin) einfach eine Bilderreihe mit den Beitragsbildern einer bestimmten Kategorie (etwa „aktuelle Angebote“) anzeigen. Ein Klick auf das Bild führt dann zum Beitrag.
Verschiedene Unterseiten können natürlich wieder Einstiegsseiten in noch speziellere Unterthemen darstellen.

Der Footer

Falls du einen Footer-Bereich auf deiner Seite hast – in WordPress bieten das viele Themes an, aber nicht alle – kannst du hier ganz wunderbar ein paar Links unterbringen, die sonst eher nicht so interessieren: einen zum Impressum und einen zu deinem Datenschutz und/oder auch Haftungsausschluss.

Falls du keinen Footer hast, könntest du diese Links auch als Untermenü-Punkte bei „Über mich“ oder ähnlichem einhängen. Nur vergessen darfst du ein Impressum nicht!

Der „Brotkrumen-Pfad“

Es gibt so genannte „Bread-Crumb-Menüs“, das sind solche, wo man sieht, auf welcher Seite auf welcher Ebene man ist. Man kennt dies von Shop-Systemen, da sieht das z.B. so aus:
Sie sind hier: Gartengeräte > Schläuche > Anschluss-Stücke

Das zeigt dem Besucher jederzeit an, wo er gerade ist.

Bei WordPress ließe sich solch eine Funktion beispielsweise als Plugin nachrüsten, wenn es das Theme nicht anbietet.
Tipp: das beliebte Plugin Yoast SEO, eigentlich für die Suchmaschinenoptimierung, bietet ebenfalls die Funktion eines Breadcrumb-Menüs.

Am Anfang planen

Am besten also, du machst dir einmal am Anfang gründlich Gedanken, wie der Aufbau deiner Webseite sein könnte und wie viele „Ebenen“ du haben möchtest. Daraus ergibt sich auch, wie viele Links angeklickt werden müssen, um zu einem Thema der unteren Ebenen zu gelangen. Vorausgesetzt, der Besucher kommt von der Startseite und hat deine Unterseite nicht direkt bei Google gefunden, was natürlich auch sein kann.

Aber auch jemand, der direkt auf einer Themenseite oder Unterseite einsteigt, soll sich zurecht finden können, daher denke darüber nach, überall irgendeine Navigation oder Links zur übergeordneten Ebene anzubieten.

 

Überlege dir also, ob du alles als so genannte „statische Seiten“ anlegen und verbinden möchtest, oder ob dir nicht der Blog in WordPress hier viel Arbeit abnehmen kann. Du kannst den Blog eben dank Kategorisierung wunderbar als „Themenspeicher“ nutzen.

So, nun wünsche ich dir viel Freude beim Planen deiner Webseite und deiner Themen!
Liebe Grüße,
deine Anja

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Ein Gedanke zu „Deine Website strukturieren – gut aufgebaut ist halb gewonnen

  1. Katharina Fels sagt:

    Eine strukturierte Website ist wirklich wichtig, ich kenne viele Websites, die total unübersichtlich und nicht wirklich zielführend sind. Deshalb sollte die Website genau geplant werden, außerdem ist es oft hilfreich, sich professionelle Unterstützung zu holen, um die eigene Homepage optimal zu strukturieren.

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